E-SUV Toyota bZ4X jetzt auch als „Kombi“ erhältlich

E-SUV Toyota bZ4X jetzt auch als „Kombi“ erhältlich
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Daniel Krenzer
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  —  Lesedauer 3 min

Mit dem Toyota bZ4X hat der japanische Automobilhersteller bereits seit einigen Jahren ein eigenes Elektro-SUV im Angebot, das zumindest nach der ersten technischen Überarbeitung durchaus brauchbar ist. Doch bislang fehlte im Portfolio der Japaner ein besonders geräumiges Modell für Familien, Freizeit und längere Reisen. Genau diese Lücke soll nun der neue Toyota bZ4X Touring schließen, den die Japaner als besonders vielseitiges Schwestermodell des bekannten bZ4X positionieren.

Optisch bleibt die Verwandtschaft klar erkennbar, technisch basiert auch der Touring auf der e-TNGA-Plattform, die Toyota gemeinsam mit Subaru entwickelt hat. Dennoch bringt das neue Modell spürbar mehr Nutzwert mit sich – und wird damit fast schon zum Elektro-Kombi im SUV-Gewand. Der neue Touring wächst gegenüber dem bisherigen bZ4X um rund 14 Zentimeter in der Länge und legt auch in der Höhe leicht zu. Dadurch steigt das Kofferraumvolumen des Elektroautos laut Toyota auf bis zu 669 Liter, bei umgeklappten Rücksitzen sollen sogar bis zu 1718 Liter möglich sein. Toyota spricht selbst von einem Fahrzeug für „Familien sowie für alle, die den Sprung ins Outdoor-Abenteuer lieben“. Dazu passen auch Dachreling, die robustere Optik mit schwarzen Radläufen und eine Anhängelast von bis zu 1,5 Tonnen bei der Allradversion.

Bis zu 380 PS als Allrad-Ausführung

Angeboten wird der neue Stromer sowohl mit Front- als auch mit Allradantrieb. Bereits die Einstiegsversion bringt 165 kW (224 PS) mit, während die stärkere AWD-Ausführung auf bis zu 380 PS (280 kW) kommt und damit zum bislang leistungsstärksten Elektroauto von Toyota wird. Als Batterie kommt in beiden Varianten ein 74,7-kWh-Akku zum Einsatz. Toyota nennt für den Fronttriebler eine WLTP-Reichweite von bis zu 591 Kilometern. Geladen wird mit bis zu 150 kW am Schnelllader, womit sich der Akku laut Hersteller in 28 Minuten von 10 auf 80 Prozent laden lassen soll. Die Ausstattungslinie Lounge ermöglicht zudem 22 statt 11 kW am AC-Lader.

Toyota

Im Innenraum übernimmt der Touring weitgehend die jüngst überarbeitete Cockpit-Landschaft des Facelift-bZ4X. Dazu gehören unter anderem ein neues 14-Zoll-Display, eine modernisierte Bedienstruktur sowie zusätzliche Ablagen und USB-C-Anschlüsse. Eindruck machte bei ersten Tests das deutlich verbesserte Fahrwerk sowie die komfortablere Abstimmung gegenüber früheren bZ4X-Versionen. Die Preise starten bei knapp 50.000 Euro.

Mit dem bZ4X Touring baut Toyota seine zuletzt deutlich ausgeweitete Elektroauto-Palette weiter aus. Neben dem klassischen bZ4X umfasst diese inzwischen unter anderem den kompakten Urban Cruiser EV sowie den C-HR+ als elektrisches Crossover-SUV. Parallel treibt Toyota gemeinsam mit der Premiummarke Lexus die Elektrifizierung ebenfalls voran, etwa mit dem Lexus RZ. Insgesamt hatte der Konzern zuletzt angekündigt, seine Elektrooffensive in Europa deutlich zu beschleunigen und bis Ende diesen Jahres mehrere neue Elektroautos einzuführen.

Mitbewerber des neuen bZ4X Touring finden sich vor allem unter den größeren Elektro-SUV und Kombi-Crossovern. Dazu zählen etwa der Peugeot E-5008, der Škoda Enyaq oder auch der Hyundai Ioniq 5.

Quelle: Toyota – Pressemitteilung vom 6. Mai 2026

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Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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