Toyota preist C-HR+ ab 38.990 Euro ein

Toyota preist C-HR+ ab 38.990 Euro ein
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Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 6 min

Mit dem C-HR+ präsentiert Toyota einen rein elektrischen Crossover, mit dem die Japaner in Sachen Performance, Reichweite und Kundennutzen auf die enteilte E-Auto-Konkurrenz aufholen wollen. Mehrere Antriebsvarianten stehen bereit, mit der Wahl zwischen Vorder- und Allradantrieb sowie einer Reichweite von bis zu 607 Kilometern. Ab April steht der neue Toyota C-HR+ bei den deutschen Händlern. Der Einführungspreis für das Einstiegsmodell startet bei 38.990 Euro.

Um den unterschiedlichen Bedürfnissen der Kunden gerecht zu werden, bietet Toyota den C-HR+ in zwei Batterieversionen sowie mit Vorder- und Allradantrieb an. Den Einstieg bildet eine 57,7-kWh-Batterie ausschließlich in Verbindung mit einer E-Maschine an der Vorderachse. Diese mobilisiert eine Leistung von 123 kW / 167 PS und ermöglicht eine maximale Reichweite von bis zu 458 Kilometern.

Darüber hinaus ist eine 77-kWh-Batterie verfügbar, die sowohl mit Front- als auch mit Allradantrieb angeboten wird. Die Frontantriebsversion leistet 165 kW / 224 PS und ist mit 607 Kilometern der Reichweiten-Champion der neuen C-HR+ Modellreihe. Darüber hinaus gibt es die große Batterie auch in Verbindung mit Allradantrieb – für Fahrer, die besondere Anforderungen an Stabilität und Leistung stellen. Mit einer Systemleistung von 252 kW / 343 PS beschleunigt der C-HR+ mit Allradantrieb in 5,2 Sekunden von null auf 100 km/h, die maximale Reichweite beträgt 507 Kilometer. In der Allradversion kann der C-HR+ bis zu 1500 Kilogramm schwere Anhänger an den Haken nehmen.

An Gleichstrom-Schnelladestationen lädt der C-HR+ unter anderem dank serienmäßiger Vorkonditionierung mit bis 150 kW – der Ladevorgang von 10 bis 80 Prozent SoC (State of Charge) gelingt so in 28 Minuten. Für zügiges Laden an Wechselstrom-Stationen und Wallboxen gehört in der Topversion ein 22-kW-AC-Bordladegerät zur Serienausstattung, die anderen Varianten kommen mit 11 kW daher. Das Engagement für Qualität und Sicherheit des Herstellers spiegelt sich in den neuesten Fahrerassistenztechnologien und einer 10-jährigen Batteriegarantie wider.

Die Grundlage für den C-HR+ ist wie bei anderen Modellen, etwa dem bZ4X, die e-TNGA-Architektur des Herstellers. Die speziell für Elektroautos entwickelte modulare Plattform ist skalierbar: Sie kann als Grundlage für Fahrzeuge unterschiedlicher Größen und mit verschiedenen Antriebssträngen dienen.

Ein wesentliches Merkmal der e-TNGA ist die unter dem Boden montierte Batterie. Durch die Befestigung am Unterbodenrahmen wird die Torsionssteifigkeit gegenüber dem Toyota C-HR mit Hybridantrieb um 30 Prozent verbessert und der Schwerpunkt um 65 mm abgesenkt. Gleichzeitig bleibt die Bodenfreiheit von 185 mm erhalten.

Fünf Außenfarben stehen zur Wahl: Platinum Pearl White, Cement Grey, Attitude Black, Metal Oxide und das neue Mineral. Den sportlichen Auftritt unterstreichen die markanten 20-Zoll-Leichtmetallfelgen, die in der Top-Ausstattungslinie zum Umfang gehören. Standardmäßig rollt der C-HR+ auf 18-Zoll-Felgen, die eine bessere Reichweitenausbeute gewährleisten.

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Bei einer Gesamtlänge von 4520 mm erstreckt sich der Radstand auf 2750 mm – das sind 160 mm mehr Länge und 110 mm mehr Radstand als beim Namensvetter mit Hybrid- oder Plug-in Hybridantrieb. Das Kofferraumvolumen beträgt 416 Liter. Der flexible Ladeboden ist in der Höhe um 74 mm verstellbar: In der höchsten Position sorgt dies für Stauraum unter dem Boden, in der niedrigsten für maximalen Platz im Kofferraum – zum Beispiel für zwei 82-Liter-Koffer. Unter dem Ladeboden gibt es ein Werkzeug-Kit sowie Platz für Ladekabel und Warndreieck.

Hinter dem Lenkrad befindet sich ein hochauflösendes vollgrafisches 7-Zoll-Kombiinstrument, das sich an die Fahrbedingungen und Nutzervorlieben anpassen lässt und den Fahrer mit den wichtigsten Informationen versorgt, darunter Geschwindigkeit, Batteriestatus, Reichweite, Rekuperationsstufe und Navigationshinweise.

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Herzstück des Cockpit-Designs ist das volldigitale 14-Zoll-Display des Multimedia- und Navigationssystems. Durch seine zentrale Position auf der Armaturentafel ist es für Fahrer und Beifahrer gleichermaßen leicht ablesbar und bedienbar. Über seine Benutzeroberfläche lassen sich das Multimedia-System und die Cloud-Navigation steuern. Wireless Apple CarPlay und Android Auto gewährleisten eine kabellose Einbindung von Smartphones in das Multimediasystem. Die Sprachsteuerung kann mit dem Befehl „Hey Toyota“ aktiviert werden und ermöglicht eine natürliche Bedienung von Navigations-, Medien- und Klimafunktionen.

In allen Versionen profitieren die Kundinnen und Kunden von den Toyota T-Mate Funktionen, insbesondere den aktiven Toyota Safety Sense Sicherheitsfunktionen, die das Fahren sicherer und einfacher machen sollen. Sie erkennen frühzeitig eine Vielzahl von Unfallgefahren und helfen dem Fahrer notfalls per automatischem Brems- oder Lenkeingriff dabei, einen Aufprall zu vermeiden. Auch die Ambientebeleuchtung im Innenraum trägt durch die Zusammenarbeit mit dem Ausstiegsassistenten zur Sicherheit bei: Droht beim Öffnen der Tür die Gefahr einer Kollision mit einem Verkehrsteilnehmer, der sich von hinten nähert, leuchten die Türgriffe innen rot auf.

Zu den weiteren serienmäßigen Sicherheitsfunktionen gehören das Pre-Collision System, ein Fernlicht-Assistent, ein Spurhalte- und Spurführungs-Assistent, ein Toter-Winkel-Warner, eine adaptive Geschwindigkeitsregelanlage und eine Verkehrszeichenerkennung. In der Top-Ausstattung kommt ein Kreuzungs-Assistent mit Notbremsfunktion hinzu, während die 360-Grad-Kamera und der automatische Einpark-Assistent das Manövrieren auf engem Raum erleichtern.

Ausstattungslinien, Preise und Leasing

Die Einstiegsvariante Active mit 167 PS Systemleistung und 57,7 kWh Batterie wird bis auf weiteres zum Einführungspreis ab 38.990 Euro angeboten. Adaptive LED-Scheinwerfer, ein digitales Cockpit mit 7-Zoll-Kombiinstrument und 14-Zoll-Multimedia-Display, das Navigationssystem Toyota Smart Connect, eine Zwei-Zonen-Klimaautomatik mit Vorheiz-/Vorkühlfunktion, zwei kabellose Smartphone-Ladestationen, eine Sitzheizung für die Vordersitze, ein beheizbares Lenkrad, elektrisch einstell-, beheiz- und anklappbare Außenspiegel, ein automatisch abblendender Innenspiegel sowie 18-Zoll-Leichtmetallfelgen sind in dieser Version mit an Bord. Die ebenfalls serienmäßige Wärmepumpe trägt zur Klimatisierung des Innenraums bei, entlastet die Klimaanlage und sorgt so für mehr Reichweite.

Privatkunden können den neuen Toyota C-HR+ ab 295 Euro monatlich leasen. Optional ist das Rundum-Sorglos-Paket „Wartung+“ für monatlich 39,99 Euro erhältlich. Es deckt die Kosten für Inspektionen, Wechsel von Flüssigkeiten nach Herstellervorgaben, einen jährlichen Check sowie die Hauptuntersuchung (sofern während der Vertragslaufzeit fällig) ab. Zum Start des neuen Modells und um den Einstieg in die Elektromobilität so einfach wie möglich zu gestalten, erhalten Kundinnen und Kunden unabhängig von der Ausstattungslinie ihres Toyota C-HR+ bei Abschluss eines Leasingvertrages inklusive „Wartung+“ kostenfrei eine Toyota HomeCharge Wallbox Base mit einer Ladeleistung von 11 kW. Die Wallbox unterstützt intelligentes Laden und lässt sich auch über die Smartphone-App „My Toyota“ steuern.

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In der mittleren Ausstattungslinie Teamplayer (ab 45.990 Euro) verfügt der Toyota C-HR+ über einen 165 kW / 224 PS starken Elektromotor an der Vorderachse und eine 77-kWh-Batterie. Zusätzlich zum Ausstattungsniveau Active sind hier getöntes Privacy Glass für die hinteren Fensterscheiben und eine elektrisch bedienbare Heckklappe an Bord.

Top-Version ist der Toyota C-HR+ Lounge (ab 53.990 Euro), der eine nochmals umfangreichere Ausstattung mit der großen 77-kWh-Batterie und einem 252 kW / 343 PS starken Allradantrieb kombiniert. Die Serienausstattung umfasst zusätzlich unter anderem 20-Zoll-Leichtmetallfelgen, eine elektrische Sitzverstellung für den Fahrersitz, eine beheizbare Windschutzscheibe und einen digitalen Schlüssel. Optische Akzente setzt die Zweifarblackierung, während die 360-Grad-Kamera und der automatische Einpark-Assistent beim Manövrieren auf engem Raum unterstützen. Als Ergänzung der Sicherheitssysteme mindert der Kreuzungs-Assistent das Kollisionsrisiko beim Abbiegen.

Quelle: Toyota – Pressemitteilung vom 19.03.2026

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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