Rivian R1-Update führt zu deutlich reduzierter Ladezeit

Rivian R1-Update führt zu deutlich reduzierter Ladezeit
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Jarlat Maletych / Shutterstock / 2116838816

Laura Horst
Laura Horst
  —  Lesedauer 2 min

Rivian hat kürzlich die zweite Generation seines Elektro-SUV R1 vorgestellt. Ein Teil des Updates ist der Lithium-Eisenphosphat-Akku (LFP), der ab 2025 in der Basisversion als Standardbatterie verbaut werden soll. Durch die neue Batterie und das Software-Update hat sich die Ladezeit drastisch verringert, wie das Magazin InsideEVs berichtet.

Der Elektroauto-Experte und Youtuber Kyle Connor, der den Channel Out of Spec Reviews betreibt, hat dazu den R1S vor und nach dem Software-Update getestet. Dabei habe er festgestellt, dass die Ladezeit sich nach dem Update merklich verbessert habe. Connor folgert, dass die künftige Standardbatterie ein entscheidender Faktor sein wird, weshalb Kunden sich für einen R1 entscheiden.

Connor hat den R1S mit einem Alpitronic Hypercharger 400 geladen. Dabei dauerte der Ladevorgang vor dem Update eine Stunde und fünfzehn Minuten, um den R1S von null auf hundert Prozent zu laden. Nach dem Software-Update dauerte es nur noch knapp eine Stunde, um den Akku komplett zu laden. Damit hat Rivian die Ladezeit um 15 Minuten verringert und der R1S ist laut Connor das am schnellsten aufladbare Elektroauto.

Als beeindruckend bezeichnet der Youtuber außerdem, dass mit nur 15 Minuten Ladezeit etwa 90 Meilen (ca. 145 Kilometer) zur Batterie hinzugefügt werden können. Im Test konnte eine Spitzenladeleistung von 218 Kilowatt erreicht werden, von 5 bis 25 Prozent lag die Ladeleistung demnach konstant bei über 200 kW. Im Vergleich dazu konnten der R1T und R1S in Tests von InsideEVs in 40 bis 45 Minuten von 10 auf 80 Prozent geladen werden. Die Batterie mit einer Kapazität von 92,5 kW reichte im Test für 240 Meilen (ca. 386 Kilometer) auf der Autobahn aus – etwa 30 Meilen (ca. 48 Kilometer) weniger als von Rivian offiziell angegeben.

LFP-Akkus werden bereits von einigen Elektroautoherstellern verwendet. Dazu gehört unter anderem das Tesla Model 3 mit Hinterradantrieb. LFP-Batterien bieten einige Vorteile gegenüber klassischen Nickel-Mangan-Kobalt-Batterien, bekannt auch unter dem Kürzel NMC. Dazu gehören eine höhere Betriebsspannung, eine längere Haltbarkeit sowie Kostenvorteile bei der Materialbeschaffung und Produktion. Auf Rohstoffe wie Kobalt kann in LFP-Akkus verzichtet werden. Auf der anderen Seite verfügen die LFP-Akkupacks über eine geringere Energiedichte, die Reichweite fällt geringer aus und im Winter verringert sich die Ladegeschwindigkeit. Für einige Elektroautohersteller überwiegen dennoch die Vorteile, insbesondere weil die günstigeren Batterien die Preise für Elektroautos insgesamt senken können.

Quellen: InsideEVs – Rivian Just Dramatically Cut Charging Time With A Software Update / InsideEVs – Rivian R1S und R1T erhalten nächstes Jahr eine LFP-Batterie

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