Renault hat für seine Modelle Renault 4 und 5 E-Tech mehr Leistung und Reichweite angekündigt. Im kommenden Jahr sollen die beiden Elektroautos mit einer überarbeiteten Variante des „Gen 2 Evo“-Motors ausgestattet werden, der erstmals im neuen Twingo eingesetzt wurde. Vom Twingo soll zudem die LFP-Batterietechnologie übernommen werden, um die beiden größeren Modelle erschwinglicher zu machen.
Sowohl der R4 als auch der R5 basieren auf der AmpR-Small-Plattform und werden jeweils in zwei Konfigurationen angeboten. Der R5, der 2024 auf den Markt kam, kombiniert in der Variante „Urban Range“ einen 90-kW-Motor mit einer 40-kWh-Batterie und ermöglicht eine WLTP-Reichweite von bis zu 312 Kilometern. In der leistungsstärkeren Variante „Comfort Range“ ist das Elektroauto mit einem 110-kW-Motor und einer 52-kWh-Batterie ausgestattet und bietet bis zu 410 Kilometer Reichweite nach WLTP. Der R4, der Anfang 2025 erschien, ist in denselben beiden Konfigurationen erhältlich, jedoch verringert sich aufgrund der größeren Masse des Crossover-Modells die WLTP-Reichweite auf 308 bzw. 409 Kilometer.
Nun hat Renault angekündigt, dass beide Elektro-Modelle Ende 2026 bzw. Anfang 2027 mit den überarbeiteten „Gen 2 Evo“-Motoren ausgestattet werden sollen. Der Motor kam erstmals im Twingo E-Tech zum Einsatz, der im Frühjahr dieses Jahres herauskam. Marianne Bataillon, Leiterin der Entwicklung von E-Motoren und Batterien bei Renault, sagte gegenüber Autocar, dass Renault weiterhin daran arbeite, die Effizienz und die Leistung der Motoren zu verbessern. Nachbesserungen am Wechselrichter und am Untersetzungsgetriebe des Motors haben laut Bataillon zu einer höheren Effizienz und einer gesteigerten Leistung geführt.
Details zur Leistung der überarbeiteten Motor-Version nannte der Autohersteller bislang nicht. Der Geschäftsführer von Renault UK, Adam Wood, erklärte aber gegenüber dem Magazin Auto Express, dass der R4 und der R5 künftig auch mit der Twingo-Batterietechnik ausgestattet werden sollen. Bislang nutzen die beiden Modelle NMC-Batterien (Nickel-Mangan-Kobalt), die sich gegenüber LFP-Akkus (Lithium-Eisenphosphat) durch eine höhere Energiedichte und eine bessere Kältebeständigkeit auszeichnen, aber auch teurer in der Herstellung und materialintensiver sind.
„Die Vorteile von LFP liegen auf der Hand. Einer davon betrifft die Kosten, und das ist Teil unserer Strategie, Elektromobilität für mehr Menschen zugänglich zu machen“, sagte Wood und fügte hinzu, dass die LFP-Technologie „eine Rolle bei den ‚Urban Range‘-Versionen des R4 und R5 spielen“ wird und dort die 40-kWh-NMC-Batterie wahrscheinlich ersetzen wird. Dadurch würden beide Modelle in der Urban-Range-Konfiguration erschwinglicher. Die Comfort-Range-Varianten hingegen sollen weiterhin die größere 54-kWh-NMC-Batterie verwenden.
Quellen: Autocar – Renault 4 and 5 due extra power and range in 2027 / Auto Express – Renault 5 and Renault 4 could get even cheaper thanks to Twingo’s battery tech







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