Die Renault Group hat für das erste Halbjahr 2026 einen Umsatz von 30,25 Milliarden Euro ausgewiesen. Das entspricht einem Anstieg von 9,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, bei konstanten Wechselkursen läge das Plus bei 10,3 Prozent. Der französische Automobilhersteller führt die Entwicklung maßgeblich auf den Strategieplan „futuREady“ zurück, der sich nach eigenen Angaben zunehmend zu einer neuen Arbeitsweise im gesamten Konzern entwickelt.
CEO François Provost ordnete die Zahlen entsprechend ein: „Als wachstumsorientierter Plan liefert er bereits erste spürbare Ergebnisse, was sich insbesondere im Umsatzwachstum um zehn Prozent zeigt, das auf die starke produktbezogene Dynamik durch ‚futuREady‘ zurückzuführen ist.“ Im ersten Halbjahr feierten der Clio und der Twingo E-Tech elektrisch in Europa ihren Marktstart, außerhalb Europas kamen der Renault Boreal und der Dacia Duster hinzu. Sämtliche genannten Modelle verfügen über elektrifizierte Antriebe, was den Produktmix des Konzerns spürbar verändert.
Für die zweite Jahreshälfte kündigt Renault weitere elektrifizierte Modelle an. Dazu zählen der Renault Megane E-Tech elektrisch sowie auf Seiten der Konzernmarke Dacia der Bigster, der Sandero HEV und der Spring. Außerhalb Europas soll zudem der Renault Niagara auf den Markt kommen. Noch vor Jahresende soll darüber hinaus die Produktion des Trafic E-Tech elektrisch anlaufen, der als erstes softwaredefiniertes Fahrzeug der Renault Group gilt.
Elektroauto-Mix stützt die Marge spürbar
Der Umsatz im Bereich Automotive belief sich auf 26,8 Milliarden Euro, ein Plus von 9,3 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2025. Ein wesentlicher Treiber war dabei ein positiver Produktmix-Effekt von 3,2 Prozentpunkten, den Renault vor allem auf den Erfolg der Elektroautos sowie auf die Übergangsphase zwischen Clio V und Clio VI zurückführt. Der Clio VI erzielt demnach einen höheren Durchschnittsverkaufspreis als sein Vorgänger, auch wenn dieser weiterhin unter dem Konzerndurchschnitt liegt.
Die operative Marge im Automotive-Bereich lag bei 3,0 Prozent des entsprechenden Umsatzes beziehungsweise bei 814 Millionen Euro, nach 985 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2025. Unter den Faktoren, die sich negativ auf die Marge auswirkten, nennt der Konzern unter anderem einen höheren Anteil an Elektroautos im Modellmix, der gemeinsam mit gestiegenen regulatorischen Kosten und verstärktem kommerziellen Druck in Europa zu Buche schlug. Gegenläufig wirkten Einsparungen durch ein Kostenmanagementprogramm, das laut Renault eine starke Einkaufsleistung und geringere Garantiekosten umfasste.
Konzern bestätigt Jahresprognose trotz Gegenwind
Der Nettogewinn des Konzerns lag im ersten Halbjahr 2026 bei 721 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum hatte ein nicht zahlungswirksamer Sondereffekt im Zusammenhang mit der geänderten Bilanzierung der Nissan-Beteiligung noch zu einem deutlich negativen Ergebnis geführt. Der freie Cashflow im Bereich Automotive erreichte 653 Millionen Euro, die Netto-Cash-Position lag zum 30. Juni 2026 bei 6,57 Milliarden Euro.
Trotz eines nach eigener Einschätzung herausfordernden Marktumfelds bestätigte die Renault Group ihre Prognose für das Gesamtjahr 2026. Erwartet werden demnach eine operative Konzernmarge von rund 5,5 Prozent sowie ein freier Cashflow im Automotive-Bereich von rund 1,0 Milliarden Euro. Provost verwies dabei auf das Zusammenspiel aus dem Automotive-Geschäft und der Finanztochter Mobilize Financial Services, das dem Konzern nach eigener Darstellung einen Wettbewerbsvorteil verschaffe.
Quelle: Renault – Pressemitteilung








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