Porsche will Taycan-Produktion bis 2030 auslaufen lassen

Porsche will Taycan-Produktion bis 2030 auslaufen lassen
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Arun Niemann
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  —  Lesedauer 2 min

Noch vor wenigen Jahren war der Taycan das Vorzeigemodell für Porsches E-Auto-Vorstoß gewesen. Doch laut einem aktuellen Bericht der Wirtschaftswoche soll die Produktion bis 2030 auslaufen. Grund dafür seien unter anderem immer schwächere Verkaufszahlen und eine ungenügend ausgelastete Fertigung, welche den prestigeträchtigen deutschen Autobauer jetzt zu einem Kurswechsel zwingt.

Laut dem Bericht wurde zwischen Vorstand und Betriebsrat eine bisher noch nicht schriftlich festgehaltene Vereinbarung getroffen, aus der der geplante Produktionsstopp hervorgeht. Da die Fertigung des Taycan im Stuttgarter Stammwerk Zuffenhausen schon über die letzten Jahre kaum ausgelastet war, war eine solche Entwicklung jedoch schon länger diskutiert worden.

Außerdem hatte zuvor auch die Verlegung der Produktion von Stuttgart ins Leipziger Werk zur Debatte gestanden und es war auch eine noch deutlich schnellere Einstellung des Modells erwogen worden. Jetzt wird die Fertigung jedoch bis 2030 in Stuttgart fortgesetzt und bis dahin schrittweise zurückgefahren.

Vom E-Vorzeigemodell zum Porsche-Sorgenkind

Als Porsches erstes reines E-Modell wurde der Taycan bereits seit 2019 produziert. Schon 2022 hatte sich der Sportwagenhersteller aufgrund der guten Verkaufszahlen beim Taycan das ambitionierte Ziel gesetzt, den E-Anteil am Absatz bis zum Ende der Dekade auf 80 Prozent zu steigern. 2024 war zudem mit dem Macan ein weiteres E-Modell hinzugekommen.

Nach den anfänglich sehr starken Absatzzahlen sanken die Taycan-Verkäufe in den letzten Jahren immer weiter. Allein im ersten Halbjahr 2026 gaben die Verkäufe um circa ein Viertel nach und die Produktion in Zuffenhausen wurde bereits vor einigen Monaten gedrosselt. Auch beim Macan wird Porsches Kurswechsel sichtbar: in Zukunft soll der SUV nämlich auch wieder mit einem Verbrennungsmotor erhältlich sein.

Porsche verfolgt ein größeres Sparprogramm

Zuletzt hatte es zwischen dem Betriebsrat und Porsche-Chef Michael Leiters eine Einigung für ein neues Sparprogramm gegeben. Dieses sieht einen sozialverträglichen, über Altersteilzeit, Fluktuation und Aufhebungsverträge erfolgenden, Abbau von rund 5000 weiteren Stellen vor. Damit wird sich der bereits seit vergangenem Jahr laufende Stellenabbau auf etwa 9000 wegfallende Stellen summieren, nachdem sich Vorstand und Betriebsrat im Vorjahr bereits auf den Abbau von 3900 Stellen geeinigt hatten.

Quelle: manager magazin – Porsche stellt offenbar Produktion des Taycan bis 2030 ein

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Arun Niemann

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Arun Niemann arbeitet nun seit 5 Jahren als Redakteur und Werbetexter und schreibt seit 2026 auch für Elektroauto-News.net. Dabei bringt ihn sein persönliches Interesse für makroökonomische Zusammenhänge und die bisherige redaktionelle Arbeit zu Finanz- und Wirtschaftsthemen, oft zu Beiträgen an der Schnittstelle zwischen Elektromobilität, Energiewende und Wirtschaft.

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