Porsche Macan GTS im Test: Gutes bleibt

Porsche Macan GTS im Test: Gutes bleibt
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Stefan Grundhoff
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  —  Lesedauer 3 min

Der Porsche Macan ist durch den Wegfall der Verbrennervariante mächtig ins Gerede gekommen. Dabei ist die Elektrogeneration ein überaus konkurrenzfähiges Auto mit sportlichen Ambitionen, das sich auch gegen die neue Konkurrenz aus BMW iX3 und Mercedes GLC EQ keinesfalls verstecken muss – schon gar nicht als GTS. Der aber hat seinen Preis.

Die GTS-Modelle sind mittlerweile zum großen Imageträger in jeder Modellreihe der Schwaben geworden. Das gilt für den 911er ebenso wie für Viertürer wie Cayenne oder Taycan. Ab sofort ist auch der Macan als GTS-Version zu bekommen, und es ist anzunehmen, dass die leicht nachgeschärfte Sportversion eine der meistverkauften Antriebsvarianten werden dürfte.

Die Optik ist wie bei den anderen GTS-Modellen leicht angepasst und es gibt obligatorisch den ohnehin mehr als sinnvollen Allradantrieb mit zwei Elektromotoren und einer Gesamtleistung von 380 kW / 516 PS – im kurzzeitigen Overboost sind es sogar 420 kW / 571 PS und äußerst kräftige 955 Nm maximales Drehmoment. Wer es darauf anlegt, lässt den 2,4 Tonnen schweren Crossover aus dem Stand in 3,8 Sekunden auf Tempo 100 und in 13,3 Sekunden auf 200 km/h spurten. Die Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h dürfte manchem potenziellen Kunden ebenso wichtig sein wie eine maximale Reichweite von 580 Kilometern.

Wie auch bei beim neuen Cayenne und dem bekannten Taycan sorgt ein zeitgemäßes 800-Volt-Bordnetz für schnelle Ladevorgänge. Jedoch hat der Porsche Macan auch als neuer GTS hier in der ersten Elektroliga etwas den Anschluss verloren, denn die 270 kW Ladegeschwindigkeit sind fraglos schnell – die neuen Wettbewerber von BMW, Mercedes, Volvo oder Xpeng pumpen ihre Batterien im Unterboden jedoch mit deutlich mehr Tempo voll. Hier sind 320, 370 oder gar deutlich mehr als 400 Kilowatt drin – bei einem Modell der Premium- / Luxusliga auch in der SUV-Mittelklasse allemal zu verlangen.

Trotzdem passt das Paket des Porsche Macan – gerade als GTS, der für mehr als stattliche 104.200 Euro die bekannten optischen Dreingaben bietet, sportlich aussieht und zudem sinnvolle Details wie eine Luftfederung, Offroadmodus oder eine optionale Hinterachslenkung bietet. Wer auf die angenehme Stille eines Elektroautos verzichten will, dreht das Soundsystem leiser und freut sich unter Umständen über zwei GTS-spezifische Klangprofile, die die dröhnenden Trompeten einer fehlenden Auspuffanlage virtuell ersetzen sollen.

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Die Leistung ist für einen 4,81 Meter langen Mittelklasse-Crossover üppig, der Schub entsprechend imposant. Doch mögliche Kunden müssen keine sinnfreie Sportversion befürchten. Klar, der GTS ist stramm abgestimmt. Dafür sorgen jedoch in erster Linie die Rad- / Reifenkombination und die verwindungssteife Karosserie mit dem schweren 100-kWh-Akkupaket im Unterboden, die einen das Anfedern härter und direkter als beim ehemaligen Macan GTS mit Verbrennungsmotor spüren lässt. Wer es noch sportlicher will, tauscht die serienmäßigen 21-Zöller gegen den aufpreispflichtigen 22-Zoll-Radsatz aus. Sieht gut aus – muss aber nicht sein. Klasse und direkt: die Lenkung.

Platz gibt es im Innern allemal genug für vier Personen, zu dritt auf der Rückbank wird es jedoch unbequem. Nahezu perfekt passen dagegen die elektrischen Sportsitze, die mit Lederbespannung einen besseren Eindruck als mit dem sogenannten Race-Tex machen. Der 476 Liter große Laderaum hinter der elektrischen Heckklappe lässt sich durch Umlegen der Rückbank auf mehr als 1300 Liter erweitern. Dann sind da noch der 84 Liter große Frunk, und wenn alles nicht reicht, eine optionale Anhängerkupplung, an die sich bis zu 2500 Kilogramm schwere Hänger schleppen lassen. Gerade in Verbindung mit Allradantrieb und Offroadpaket eine gute Kombination für den ein oder anderen Fan mit aufwendiger Freitzeitgestaltung, der im Macan GTS nicht nur den imposanten Fahrspaß genießen möchte.

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Stefan Grundhoff

Stefan Grundhoff

Stefan Grundhoff ist seit frühester Kindheit ausgemachter Autofan. Die Begeisterung für den Journalismus kam etwas später, ist mittlerweile aber genau so tief verwurzelt. Nach Jahren des freien Journalismus gründete der Jurist 1994 das Pressebüro press-inform und 1998 die Beratungsfirma press-inform consult.

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