In diesen zwei Nischen wächst der Markt für Wasserstoff-Fahrzeuge

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Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
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Im vergangenen Jahr 2025 erholte sich der globale Markt für Wasserstoff-Brennstoffzellen-Fahrzeuge (FCEV) nach mehreren Jahren mit rückläufigen Zulassungszahlen – getrieben durch Wachstumsraten in zwei Nischenmärkten. In Europa, Japan und den USA spielt der Wasserstoffantrieb weiterhin keine nennenswerte Rolle und nimmt weiterhin stark ab, bei jährlichen Zulassungszahlen im mittleren dreistelligen Bereich.

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr weltweit gut 16.000 Einheiten verkauft – ein Anstieg um 24 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, maßgeblich getrieben durch die Initiative von Hyundai in seinem Heimatland Südkorea. Dort wurden 2025 mehr als 6800 Wasserstofffahrzeuge verkauft, 84 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit erreichen die FCEV unter allen Antriebsarten in Südkorea einen Anteil von 0,4 Prozent.

Auch China verzeichnete ein leichtes Plus von knapp 10 Prozent auf knapp 7800 Einheiten, maßgeblich getrieben durch den Markt für Nutzfahrzeuge und einen temporären Schub gegen Ende des Jahres durch Käufe, die vor der Senkung der Steuerbefreiung für NEVs ab 2026 noch getätigt wurden.

SNE Research

Weltweit betrachtet macht China somit einen Anteil von 49 Prozent aus, Südkorea nimmt 43 Prozent des Marktes ein. Dagegen schrumpften die großen Industriemärkte – darunter Europa, die USA und Japan – weiterhin deutlich. In Europa beliefen sich die kombinierten Verkäufe von Brennstoffzellenfahrzeugen auf lediglich 566 Einheiten, ein Rückgang von 23 Prozent im Jahresvergleich. In den USA gingen die Gesamtverkäufe trotz der Einführung des neuen Honda CR-V e:FCEV um 38 Prozent auf 365 Einheiten zurück, vor allem aufgrund eines starken Rückgangs beim Toyota Mirai. Der japanische Markt verzeichnete ebenfalls ein Minus von 37 Prozent auf nur noch 430 Einheiten, bedingt durch die schwachen Verkaufszahlen von Mirai und Crown.

Das Wachstum des globalen FCEV-Marktes im Jahr 2025 lässt sich als Kombination aus Hyundais Erholung in der zweiten Jahreshälfte sowie den steuerlich und organisatorisch bedingten Jahresend­effekten in China zusammenfassen, ordnet SNE Research in seiner Auswertung ein. Da der Anstieg in China größtenteils durch vorgezogene Nachfrage im Dezember getrieben war, bestehe für 2026 die Möglichkeit einer kurzfristigen Korrektur nach unten.

SNE Research

Entscheidend für die Marktentwicklung 2026 werden mehrere Faktoren sein, so SNE Research weiter: ob die überwiegend auf Nutzfahrzeuge ausgerichteten Pilotprojekte in einen nachhaltigen Betrieb überführt werden können; ob der Ausbau der Tankinfrastruktur mit der Nachfrage Schritt hält; und ob die Subventionspolitik stabil genug bleibt, um eine verlässliche Perspektive für Fahrzeugpreise und Gesamtbetriebskosten (TCO) zu gewährleisten.

Hyundai legt stark zu, Toyota deutlich im Minus

Nach Unternehmen betrachtet behauptete Hyundai seine Spitzenposition auf dem Weltmarkt und verkaufte insgesamt fast 6900 Fahrzeuge – hauptsächlich getrieben durch den Nexo und Zulassungen auf dem Heimatmarkt. Die Einführung der zweiten Nexo-Generation im April 2025 führte zu einer hohen Wachstumsrate von 79 Prozent. Toyota verkaufte knapp 1200 Einheiten seiner Modelle Mirai und Crown, ein Rückgang um 39 im Jahresvergleich.

SNE Research

Trotz dieser rückläufigen Zahlen auf bereits niedrigem Niveau investiert Toyota weiterhin konsequent in Forschung und Entwicklung im Bereich Wasserstofftechnologie sowie in den Ausbau der Infrastruktur. Chinesische Hersteller halten hingegen einen relativ stabilen Absatztrend aufrecht, indem sie sich stärker auf Nutzfahrzeuge anstatt auf Pkw konzentrieren. Honda führte den neuen Honda CR-V e:FCEV in den USA und Japan ein, doch die Verkäufe blieben mit insgesamt 185 Einheiten bescheiden.

Quelle: SNE Research – Pressemitteilung vom 10.02.2026

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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