Mahindra präsentiert E-Geländewagen Thar.e

Mahindra präsentiert E-Geländewagen Thar.e
Copyright:

Mahindra

Maria Glaser
Maria Glaser
  —  Lesedauer 3 min

Der indische Autohersteller Mahindra stellte in Kapstadt Mitte dieses Monats den neuen, elektrischen Geländewagen Thar.e vor. Das robuste Modell mit Allradantrieb gilt als Topmodell unter den SUVs und als Konkurrenz zum Jeep Wrangler.

Auf neuen Wegen mit Elektro-4×4

Das in Mumbai ansässige Unternehmen Mahindra – einer der größten indischen Automobilkonzerne – stellte den Thar.e in Kapstadt im Rahmen einer weitreichenden Vorschau auf seine Elektroautostrategie vor. Damit erschließt der Autohersteller neue Wege: Kund:innen können bald nachhaltig und elektrisch auch Offroad unterwegs sein.

Das Thar.e-Konzept ist der Nachfolger von Mahindras Verkaufsschlager Thar, einem erschwinglichen, robusten Geländewagen mit einem ähnlichen Design zum Jeep Wrangler. Der elektrische Geländewagen hat eine kantige, klare Karosserie und wuchtige Geländereifen. Außerdem liegt der Wagen hoch über dem Boden auf einem Fahrwerk im Dakar-Stil.

Die Kabine hingegen verbinde Minimalismus mit Funktionalität und konzentriere sich auf das Wesentliche beim Fahren, sowohl bei Abenteuern in der Stadt als auch abseits der Straße, so Mahindra. Sie verfügt über einen schwenkbaren zentralen Bildschirm, eine Reihe von Haltegriffen und ein minimalistisch gestaltetes Armaturenbrett.

Mahindras Automobilchef Veejay Nakra bezeichnete den Thar.e als ein Zeugnis für Innovation. Die Designphilosophie sei dabei einzigartig für Mahindra und global unverwechselbar. Rollt der Thar.e also bald auch außerhalb Indiens durchs Gelände?

Laut Nakra gibt es bereits einen großen Markt, auf dem das Unternehmen präsent ist und auf dem es sich weiter etablieren will, denn die Expansion auf neue Märkte sei nur ein Teil der Globalisierungspläne von Mahindra:

„Unsere Globalisierungsstrategie beinhaltet nicht nur die Erschließung neuer Märkte mit neuen Produkten, sondern auch die Erweiterung bestehender Märkte, in denen wir nur einen Anteil von 1 bis 2 Prozent haben, aber mit diesen Produkten einen viel höheren Marktanteil anstreben können.“ – Veejay Nakra, Automobilchef bei Mahindra

Mit dem Thar.e wolle das Unternehmen auch auf Märkte des europäischen Festlands expandieren und darüber hinaus.

Bis 2030 in Großbritannien

In Großbritannien ist Mahindra bereits durch sein Advanced Design Center in Oxfordshire und sein Formel-E-Team vertreten. Zudem werde bei geeigneten Bedingungen auch die britische Markteinführung des Thar.e von Mahindra bis Ende des Jahrzehnts in Betracht gezogen, was vom Unternehmen selbst bei einer Vorstellung neuer Elektro-SUV vergangenes Jahr in Banbury erklärt wurde.

Elektrische SUVs und Pick-ups von Mahindra

Diese Ambitionen zur globalen Expansion wurden vom Hersteller nun nochmals bekräftigt, denn schon bald könnte die neue SUV-Reihe mit dem Namen Born Electric in Großbritannien und auf dem europäischen Festland in den Verkauf kommen. Die Elektro-Crossover-Modelle BE.05, BE.07 und BE.09, die nach Größe nummeriert sind, nutzen dank einer Partnerschaft mit Volkswagen das MEB-Fahrgestell des Konzerns.

Mit Cell-to-Pack-Batterien mit einer Kapazität von 60 bis 80 kWh ausgestattet, können die Born-Electric-Fahrzeuge mit bis zu 175 kW aufgeladen werden. Die Batterien werden dabei zunächst vom chinesischen Hersteller BYD und später von VW geliefert. Der Volkswagenkonzern wird zudem die Elektromotoren für die Born-Electric-Modelle wie auch für den neuen Thar.e liefern, wobei Erstere entweder mit einem 282 PS starken Antriebsstrang mit Heckantrieb oder mit einem zweiten 106 PS starken Aggregat an der Vorderachse für den Allradantrieb ausgestattet sein werden.

Das erste dieser neuen Elektroautos wird der BE.05 sein, der im Oktober 2025 auf den Markt kommt, gefolgt vom BE.07 im darauffolgenden April. Termine für die Einführung des BE.09 und des Thar.e wurden nicht genannt.

Das könnte daran liegen, dass Mahindra zuvor eine andere Priorität auf der Agenda hat, nämlich die Serienversion des Scorpio N. Der SUV mit Diesel- oder Benzinantrieb gilt dank des hohen Niveaus an Technologie und Ausstattung als Konkurrenz zum Toyota Hilux. In Indien ist Mahindra bereits der größte Pick-up-Hersteller. Das Fahrzeug werde, so Nakra, mit Linkslenkung verkauft und auch dieses Modell könnte dann im Rahmen der globalen Expansion bald in Großbritannien und Europa verkauft werden.

Quelle: autocar.co.uk – Mahindra Thar.e concept is radical EV 4×4 tipped for UK launch

worthy pixel img

Dir gefällt Elektroauto-News?

Mache uns zu deiner bevorzugten Quelle bei Google. Dadurch werden dir unsere neuesten Artikel und Testberichte in deiner Google-Suche häufiger angezeigt.

Google Preferred Badge - Elektroauto-News
Kostenlos & jederzeit in deinen Google-Einstellungen änderbar.
Maria Glaser

Maria Glaser

Aus dem geisteswissenschaftlichen Bereich kommend, verbindet Maria Glaser bei Elektroauto-News.net seit 2023 ihre Liebe zum Text mit fachlichen Inhalten. Seit ihrem Studium in Berlin und Wien arbeitet sie im Bereich Lektorat, Korrektorat und Content Writing, vor allem zu Mobilität.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in News

Diese 7 E-Autos sind bislang 2026 in Deutschland am gefragtesten

Diese 7 E-Autos sind bislang 2026 in Deutschland am gefragtesten

Daniel Krenzer  —  

Nur zwei der bislang sieben gefragtesten E-Auto-Modelle in Deutschland kommen nicht aus der VW-Gruppe.

EU riskiert 34 Batteriefabriken durch Lockerung des Verbrenner-Aus

EU riskiert 34 Batteriefabriken durch Lockerung des Verbrenner-Aus

Daniel Krenzer  —  

T&E warnt: Weicht die EU das Verbrenner-Aus weiter auf, könnten 34 Batteriefabriken in Northvolt-Größe verloren gehen – ein Milliardendesaster.

Manner setzt in der Logistik auf Elektro-Lkw

Manner setzt in der Logistik auf Elektro-Lkw

Michael Neißendorfer  —  

Der berühmte Schnittenhersteller aus Österreich hat seinen ersten Elektro-Lkw eingeflottet. Und zwei weitere sind bereits bestellt.

Chinesische Hersteller als Retter deutscher Autofabriken?

Chinesische Hersteller als Retter deutscher Autofabriken?

Wolfgang Gomoll  —  

Allein der Gedanke, chinesische Autos in deutschen Werken zu produzieren, schlägt derzeit hohe Wellen. Allerdings überwiegen die Chancen den Risiken.

Xpeng will offenbar VW-Werk in Europa übernehmen

Xpeng will offenbar VW-Werk in Europa übernehmen

Daniel Krenzer  —  

Xpeng verhandelt laut Berichten mit VW über ein Werk in Europa. Die Debatte erinnert an Gerüchte um BYD und die Gläserne Manufaktur in Dresden.

E-Auto-Nachfrage weltweit zwei Monate in Folge gestiegen

E-Auto-Nachfrage weltweit zwei Monate in Folge gestiegen

Sebastian Henßler  —  

Im April wurden weltweit 1,6 Millionen Elektroautos und Plug-in-Hybride zugelassen – sechs Prozent mehr als im Vorjahr. Europa wächst, Nordamerika verliert.

VW ID. Polo GTI: Was kann der erste elektrische GTI?

VW ID. Polo GTI: Was kann der erste elektrische GTI?

Sebastian Henßler  —  

50 Jahre nach dem ersten Golf GTI elektrifiziert Volkswagen das Sportlabel. Der VW ID. Polo GTI kombiniert 226 PS Frontantrieb mit adaptivem Sportfahrwerk.