E-Auto-Nachfrage weltweit zwei Monate in Folge gestiegen

E-Auto-Nachfrage weltweit zwei Monate in Folge gestiegen
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Sebastian Henßler
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  —  Lesedauer 2 min

Die globale Nachfrage nach Elektroautos und Plug-in-Hybriden ist im April zum zweiten Mal in Folge gewachsen. Laut aktuellen Daten des Beratungsunternehmens Benchmark Mineral Intelligence (BMI) wurden weltweit rund 1,6 Millionen Fahrzeuge dieser Antriebsarten neu zugelassen – ein Plus von sechs Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Gegenüber dem März, der als Rekordmonat gilt, lag die Zahl allerdings neun Prozent niedriger. BMI wertet die Zulassungszahlen als Näherungswert für den tatsächlichen Absatz.

Als Wachstumstreiber nennt BMI politische Fördermaßnahmen, gestiegene Benzinpreise sowie die zunehmende internationale Präsenz chinesischer Automobilhersteller. Tatsächlich halten viele Regierungen Maßnahmen zur Begrenzung der Kraftstoffpreise aufrecht – ein direkter Effekt der Eskalation im Nahen Osten, die eine wichtige Schifffahrtsroute für Öl beeinträchtigt hat.

Europa legt deutlich zu – und investiert massiv

In Europa fiel das Wachstum besonders deutlich aus: Die Neuzulassungen stiegen im April um 27 Prozent auf rund 400.000 Einheiten. Parallel dazu haben die Länder des Europäischen Wirtschaftsraums sowie die Schweiz laut einer aktuellen Studie bislang fast 200 Milliarden Euro in ihr Elektromobilitäts-Ökosystem investiert.

Das globale Bild bleibt dennoch uneinheitlich. In China gingen die Neuzulassungen im April im Jahresvergleich um acht Prozent auf rund 850.000 Fahrzeuge zurück. Hintergrund: Ein staatliches Inzahlungnahmeprogramm für Altfahrzeuge wurde eingestellt, und eine Steuervergünstigung beim Kauf von Elektroautos ist ausgelaufen.

Ungeachtet des schwächeren Heimatmarkts intensivieren chinesische Hersteller ihr Auslandsgeschäft erheblich. Im April allein überstiegen die Elektroauto-Exporte 400.000 Einheiten; die Gesamtfahrzeugexporte beliefen sich in den ersten vier Monaten des Jahres 2026 auf knapp 1,4 Millionen – mehr als doppelt so viel wie im Vorjahreszeitraum.

Nordamerika unter Druck, Mexiko als Ausreißer

In Nordamerika brach die Nachfrage deutlich ein. Mit 120.000 Neuzulassungen lag das April-Ergebnis 28 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Als Ursachen gelten das Auslaufen eines US-amerikanischen Steuerkreditprogramms sowie Pläne der Trump-Administration, CO₂-Emissionsvorschriften weiter zu lockern. Innerhalb der Region verlief die Entwicklung jedoch ungleichmäßig: Mexiko verzeichnete im bisherigen Jahresverlauf ein Absatzplus von knapp 50 Prozent. Kanada verzeichnete ein Minus von sieben Prozent, das sich laut BMI durch ein neues Förderprogramm wieder umkehren dürfte.

Auch in Europa setzen chinesische Marken ihren Vormarsch fort – trotz der von der EU verhängten Strafzölle. In den ersten vier Monaten 2026 stammten 22 Prozent aller in Europa verkauften Elektroautos und Plug-in-Hybride aus chinesischer Produktion. Im Vorjahreszeitraum hatte dieser Anteil noch bei 19 Prozent gelegen.

Quelle: Reuters – Global EV demand rises for second month, data shows

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Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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