Manner setzt in der Logistik auf Elektro-Lkw

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Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 2 min

Mit seiner rosafarbenen Lackierung ist er nicht zu übersehen: der neue, auffällig gebrandete Elektro-Lkw von Manner. Der MAN eTGX 20.449 4×2 (330 kW/449 PS) ist täglich zwischen den beiden Werken in Wien und Wolkersdorf im Einsatz. Darüber hinaus testet das Unternehmen den E-Lkw auch bereits auf Strecken außerhalb des Werksverkehrs und denkt über eine Ausweitung der Tour nach, so Hersteller MAN in einer aktuellen Mitteilung. Je nach Konfiguration, Strecke und Transportaufgabe absolviert der eTGX bis zu 570 Kilometer mit einer Batterieladung. Mit dem Fahrzeug will das Traditionsunternehmen gemeinsam mit MAN ein Zeichen für Innovation und nachhaltige Logistik setzen.

Der eTGX wird im regelmäßigen Werksverkehr eingesetzt und transportiert zentrale Rohstoffe wie Nougat- und Schokoladenmasse zwischen den Produktionsstandorten. Gerade auf dieser planbaren Pendelstrecke spiele die Elektromobilität ihre Stärken aus: verlässliche Ladezyklen, hohe Effizienz und ein emissionsfreier Betrieb im urbanen Raum. Mit dem Umstieg auf Elektromobilität reduziert Manner seine CO₂-Emissionen im laufenden Betrieb, senkt die Lärmbelastung entlang der Fahrstrecke und verringert den ökologischen Fußabdruck im Werksverkehr deutlich.

„Mit unserem neuen E-Lkw bringen wir Nachhaltigkeit sichtbar auf die Straße. Er steht nicht nur für technologische Innovation, sondern auch für unseren klaren Anspruch, Verantwortung entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu übernehmen“, erklärt Manner-CEO Dieter Messner. „Gerade im innerbetrieblichen Verkehr zeigt sich, wie effizient und praxistauglich emissionsfreie Logistik bereits heute ist.“

Unterstützt wird die Transformation auch politisch: „Die Dekarbonisierung des Verkehrs ist ein zentraler Bestandteil unserer Klimastrategie“, betont Peter Hanke, österreichischer Bundesminister für Innovation, Mobilität und Infrastruktur. „Unternehmen wie Manner gehen hier mit gutem Beispiel voran und zeigen, wie nachhaltige Mobilität im industriellen Alltag umgesetzt werden kann.“

Der Elektro-Lkw wird überwiegend mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen betrieben, unter anderem aus dem bezogenen Grünstrom sowie der eigenen Photovoltaikanlage am Standort Wolkersdorf. Dadurch wird nicht nur der CO₂-Ausstoß verringert, sondern auch ein Beitrag zur regionalen, nachhaltigen Energieversorgung geleistet.

Bereits heute denkt Manner an den nächsten Schritt: Die Förderung für eine zweite vollelektrische Sattelzugmaschine sowie einen 7,5-Tonner, mit dem der Manner Flagship-Store am Stephansplatz im 1. Wiener Bezirk beliefert wird, wurde bereits genehmigt. Damit baut das Unternehmen seine emissionsfreie Transportflotte weiter aus und unterstreicht seinen Anspruch, die Logistik nachhaltig zu transformieren.

Quelle: MAN – Pressemitteilung vom 12.05.2026

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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