Kia peilt 160.000 EV4-Verkäufe pro Jahr an

Kia peilt 160.000 EV4-Verkäufe pro Jahr an
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Thorsten Weigl

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 2 min

Kia setzt im Werk im slowakischen Zilina erstmals auf ein rein elektrisches Modell. Noch im August läuft dort die Produktion des EV4 an, wie Automotive News Europe berichtet. Das Kompaktmodell ergänzt die bestehende Fertigung des Sportage und aller Ceed-Varianten. Mit der Entscheidung, die Herstellung nach Europa zu holen, gewinnt der Hersteller Spielraum. Auf Nachfrageschwankungen kann so schneller reagiert werden.

Hyundai, die Konzernschwester, hat bereits Erfahrung mit europäischer Fertigung von E-Autos. In Tschechien, nur 80 Kilometer von Zilina entfernt, entsteht seit einiger Zeit der Kona Electric. Für Kia bringt der Produktionsstart des EV4 in der EU weitere Vorteile. Manche Märkte wie Frankreich und das Vereinigte Königreich knüpfen Kaufprämien an die Herkunft des Autos und seiner Batterie. Damit steigen die Chancen, dass der EV4 in diesen Ländern von Zuschüssen profitieren kann.

Das Unternehmen setzt große Hoffnungen in den neuen Stromer. Interne Prognosen gehen von 160.000 Einheiten jährlich aus, etwa die Hälfte davon soll in Europa verkauft werden. Solche Zahlen wären für Kia ein wichtiger Impuls. Schon das EV3 hat gezeigt, wie schnell sich ein neues Modell etablieren kann. Im ersten Halbjahr trug es fast 37.000 Neuzulassungen bei.

Der Erfolg des EV3 ist auch der Hauptgrund, weshalb Kias europäische Elektroauto-Verkäufe deutlich anzogen. Laut Daten von Marktbeobachtern stiegen sie in den ersten sechs Monaten um knapp 60 Prozent auf mehr als 57.000 Einheiten. Mit dem EV4 will die Marke diese Entwicklung fortsetzen. Gleichzeitig gilt es, den eigenen Marktanteil zu stabilisieren. Im ersten Halbjahr lag er mit vier Prozent leicht unter dem Vorjahreswert von 4,1 Prozent.

Vertriebschef Carlos Lahoz äußerte sich gegenüber Automotive News Europe zuversichtlich, dass der EV4 an die gute Entwicklung des EV3 anknüpfen könne. Die Auslieferungen sollen im September beginnen. Der Startpreis in Deutschland beträgt 37.590 Euro, rund 1600 Euro mehr als beim EV3. Mit diesem Betrag positioniert sich der EV4 im Wettbewerb gegen den Volkswagen ID.3 und den Renault Megane E-Tech.

Für die kommenden Jahre hat Kia weitere Pläne für Zilina. Ab 2026 soll dort mit dem EV2 ein kleines SUV entstehen. Damit baut das Werk seine Rolle im Konzern weiter aus und entwickelt sich zu einem zentralen Standort für E-Autos in Europa.

Quelle: Automotive News Europe – Kia Europe expects sales lift from Slovakia-made, full-electric EV4

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Sebastian Henßler

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Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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