Nio plant für 2026 mindestens 1000 neue Wechselstationen

Nio plant für 2026 mindestens 1000 neue Wechselstationen
Copyright ©

Nio

Laura Horst
Laura Horst
  —  Lesedauer 2 min

Nio will 2026 in China mindestens 1000 neue Batteriewechselstationen installieren, wie Gründer und CEO William Li in einer Live-Videoübertragung mitteilte. Nachdem das chinesische Unternehmen in den beiden vergangenen Jahren seine Bemühungen zurückgefahren hatte, soll der Ausbau in diesem Jahr wieder vorangetrieben werden.

Das Unternehmen will demnach in diesem Jahr die fünfte Generation seiner Wechselstationen einführen. Im September vergangenen Jahres hatte Nio-Mitbegründer und Präsident Qin Lihong gegenüber chinesischen Medien erklärt, noch im Dezember den Probebetrieb für die Pilotstandorte der neuen Generation in Betrieb nehmen zu wollen. Laut Qin haben die neuen Stationen eine um 20 Prozent höhere Kapazität als die Vorgängerversion.

Nio feierte am 1. Januar die vollständige Abdeckung seines Batteriewechselnetzes entlang der Hauptstraße zwischen der chinesischen Provinz Yunnan und Tibet. Auf der Strecke von insgesamt 2700 Kilometern hat das Unternehmen 19 Wechselstationen installiert. In einer Live-Videoübertragung fuhren Li und sein Team die Strecke selbst ab und gaben gleichzeitig Details zu den weiteren Ausbauplänen bekannt. Mit der Errichtung der neuen Wechselstation der fünften Generation soll in der zweiten Jahreshälfte begonnen werden.

In der Vergangenheit hat das chinesische Unternehmen den Ausbau der Infrastruktur deutlich vorangetrieben und etwa im Jahr 2023 1011 Batteriewechselstationen installiert, was etwa doppelt so vielen Stationen wie noch im Vorjahr entsprach. Für 2024 hatte Nio weitere 1000 Stationen geplant, letztendlich aber nur 670 neue Stationen errichtet. Mit 681 neuen Stationen im Jahr 2025, für das Nio kein explizites Ausbauziel festgelegt hatte, blieb die Expansionsrate in etwa gleich.

Seit dem vergangenen Jahr setzt Nio beim Ausbau der Infrastruktur zudem vermehrt auf Partnerschaften, wie CnEVPost berichtet. Seit Oktober 2024 ist das Unternehmen in mehreren chinesischen Städten Partnerschaften für gebündelte Bauprojekte eingegangen, um die Investitionsausgaben zu senken. Zum Ausbau des Netzes in Europa hat sich der Hersteller leider nicht geäußert.

Quelle: CnEVPost – Nio aims to add at least 1,000 swap stations in 2026

Worthy not set for this post

Artikel teilen:

Wird geladen...

Ähnliche Artikel

KBA-Jahresbilanz 2025: E-Mobilität weiter auf Wachstumskurs

KBA-Jahresbilanz 2025: E-Mobilität weiter auf Wachstumskurs

Michael Neißendorfer  —  

Elektroautos erreichten im Dezember einen Marktanteil von 22,2 Prozent – und lagen damit bereits im dritten Monat in Folge über der 20-Prozent-Marke.

Autohersteller auf der CES: Blasse Nummer im strahlenden Schein

Autohersteller auf der CES: Blasse Nummer im strahlenden Schein

Stefan Grundhoff  —  

Bei der CES 2026 in Las Vegas gibt es von den Autoherstellern kaum mehr als müde Hausmannskost und keine echten Innovationen.

Neuer Renault Twingo E-Tech startet unter 20.000 Euro

Neuer Renault Twingo E-Tech startet unter 20.000 Euro

Sebastian Henßler  —  

Der elektrische City Flitzer Renault Twingo E-Tech startet bei 19.990 Euro und setzt klar auf Alltag, Preis und Stadtverkehr.

XPeng startet P7+ und G7 in Europa

XPeng startet P7+ und G7 in Europa

Sebastian Henßler  —  

XPeng startet zeitgleich in China und Europa mit P7+ und G7. Zwei Modelle, eigene KI-Chips und hohe Reichweiten markieren den nächsten Schritt.

Chinas Stromspeicher beflügeln die Nachfrage nach Lithium

Chinas Stromspeicher beflügeln die Nachfrage nach Lithium

Sebastian Henßler  —  

Der Lithiummarkt blickt auf 2026 mit vorsichtigem Optimismus. Nicht Elektroautos, sondern Batteriespeicher und Rechenzentren treiben die Nachfrage spürbar an.

Audi-Entwicklung im Umbruch – mehrere Wechsel gleichzeitig

Audi-Entwicklung im Umbruch – mehrere Wechsel gleichzeitig

Sebastian Henßler  —  

Mehrere Abgänge treffen Audis Entwicklung gleichzeitig. Der geplante Umbau gerät unter Druck, weil zentrale Führungskräfte den Konzern verlassen.