Karma Automotive dementiert Gerüchte um bevorstehende Insolvenz

Karma Automotive dementiert Gerüchte um bevorstehende Insolvenz
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Karma Automotive

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
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Karma Automotive präsentiert mit seiner E-Flex-Plattform ein äußerst vielseitiges Fahrgestell, das neue Lösungen für die Mobilität von Elektrofahrzeugen bietet, die von autonom angetriebenen Nutzfahrzeugen über Alltagsfahrzeuge bis hin zu Hochleistungs-Superwagen reichen.Kurz darauf folgt die Ankündigung des Karma Revero GTE, weitere Plattform-Ausprägungen und Modell-Upgrades waren Thema. Doch dann kamen Gerüchte und Behauptungen auf, dass es gar nicht so rosig aussieht bei Karma, von einer Insolvenz war die Rede. Doch diese Gerüchte dementiert der Automobilhersteller nun offiziell.

Anlass für die Gerüchte war die Tatsache, dass es Entlassungen gab, Anschuldigungen wegen schlechten Managements und Prototypen, die angeblich nur “Filmrequisiten” waren standen ebenfalls im Raum. Ende Juni sah es nicht so aus, als ob die Dinge besser geworden wären, denn mehrere Quellen innerhalb des Unternehmens haben gegenüber Jalopnik enthüllt, dass Karma neben weiteren Entlassungen den Insolvenzantrag nach Kapitel 11 anstrebt. Karma bezog nun Stellung zu diese Gerüchten.

Der Automobilhersteller gibt in diesem Zusammenhang zu verstehen, dass der Artikel „zahlreiche Unwahrheiten und Falschdarstellungen von Karmas Richtungsstrategien und Fähigkeiten, die von einer anonymen „Quelle“ innerhalb des Unternehmens aufgedeckt wurden“ enthielt. „Karma erwägt keinen Konkurs nach Kapitel 11, und Karma wird seine Belegschaft nicht auf 38 Mitarbeiter reduzieren, um einen Konkursantrag zu erwägen“, so Karma weiter.

Auf der anderen Seite gibt man zu verstehen, dass die gesamte Autoindustrie von der Pandemie außergewöhnlich hart getroffen wurde. „Trotz dieser herausfordernden Bedingungen wird sich Karma jedoch aggressiv darauf konzentrieren, ehrgeizige und aufregende Möglichkeiten zu verfolgen und dabei seine einzigartigen Technologien, Produkte und Lösungen zu nutzen“, so das Unternehmen weiter.

„Wir durchleben gemeinsam die schrecklichste Krise unseres Lebens, und wir bleiben fest entschlossen, alles zu tun, was wir können, um unsere Einzelhandelspartner zu unterstützen, mit unseren Lieferanten und Geschäftspartnern zusammenzuarbeiten und eine wertvolle Zukunft in der Mobilitätsindustrie zu schaffen.“ – Karma Automotive

Abschließend gibt Karma zu verstehen, dass der direkte Kontakt zum Unternehmen gesucht werden sollte und nicht auf gefälschte Nachrichten zu reagieren, welche nur Traffic auf die eigene Webseite und damit Geld über Werbung verdienen möchte. In diesem Sinne: „Wir sind heute hier, wir werden morgen hier sein, und wir werden besser sein als je zuvor“, wie das Unternehmen abschließend zu verstehen gibt.

Somit wird das Unternehmen wohl auch weiterhin an seinen ehrgeizigen Plänen festhalten. Die dazugehörige E-Flex-Plattformanwendungen umfassen unter anderem: eine vollelektrische autonome Van-E-Flex-Plattform für autonomes Fahren der Stufe 4, die in Zusammenarbeit mit NVIDIA und WeRide entwickelt wurde; ein Allrad-Performance-Elektroauto mit Hypercar-fähiger Architektur; einen EREV E-Flex-Van für den Gütertransport auf der letzten Meile; ein „Everyday BEV“ für den vollelektrischen Transport von kleineren Gütern wie etwa im Paketdienst; sowie ein Allrad Extended Range Elektroauto für die Anwendung in Pick-ups und Nutzfahrzeugen.

Quelle: Karma Automotive – Pressemitteilung

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Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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