Karma gibt Abschluss des Elektroauto-Plattform-Projekts E-Flex bekannt

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Karma

Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 3 min

Das Elektroauto-Start-up Karma Automotive hat den Abschluss seines E-Flex Plattform-Projekts bekanntgegen, einer Reihe von vielseitigen Fahrwerkssystemen für EREV (Extended Range Electric Vehicle) und BEV (Battery Electric Vehicle), die die technische Ausrichtung und Leistungsfähigkeit von Karma verdeutlichen sollen. Karma begann mit der Entwicklung seiner E-Flex-Plattformen, nachdem auf dem Elektroautomarkt eine hohe Nachfrage nach Plattformen mit erhöhter Vielseitigkeit festgestellt wurde.

Vor der E-Flex-Plattform von Karma waren die Kosten für die Entwicklung, Prüfung, Zertifizierung und den Bau einer neuen EREV- oder BEV-Plattform für einige Hersteller unerschwinglich, so Karma in einer aktuellen Mitteilung. Eine E-Auto-Plattform erfordere mehrere Jahre Entwicklungszeit und eine Investition von bis zu einer Milliarde Dollar. Die vielseitigen E-Flex-Plattformlösungen von Karma sollen Herstellern einen schnelleren Eintritt in den Elektroautomarkt zu erheblich geringeren Entwicklungskosten ermöglichen.

Karma entwickelte für das Projekt bislang fünf E-Flex-Plattformen, von denen jede eine andere Elektrofahrzeuglösung mit gemeinsamen Bauteilen darstellt. Mit mehr als 20 verschiedenen verfügbaren Plattformkonfigurationen können die E-Flex-Plattformen mit BEV- (Batterie-Elektrofahrzeug) und EREV- (Extended Range Electric Vehicle) Architektur, verschiedenen Elektromotorkonfigurationen, Karmas SiC- und IGBT-Wechselrichtern sowie verschiedenen Batteriepacks für verschiedene Reichweiten gebaut werden. Auch verschiedene Leistungsanforderungen, die Integration intelligenter E-Antriebsstrang-Managementsysteme, innovative Aufhängungen, Torque-Vectoring-Technologie und mehr sind bei der E-Auto-Plattform von Karma möglich.

Die E-Flex-Plattformanwendungen von Karma umfassen unter anderem: eine vollelektrische autonome Van-E-Flex-Plattform für autonomes Fahren der Stufe 4, die in Zusammenarbeit mit NVIDIA und WeRide entwickelt wurde; ein Allrad-Performance-Elektroauto mit Hypercar-fähiger Architektur; einen EREV E-Flex-Van für den Gütertransport auf der letzten Meile; ein „Everyday BEV“ für den vollelektrischen Transport von kleineren Gütern wie etwa im Paketdienst; sowie ein Allrad Extended Range Elektroauto für die Anwendung in Pick-ups und Nutzfahrzeugen.

Karma nutzt seine E-Flex-Plattform auch, um selbst zukünftige Produkte und Prototypen zu entwickeln. Karma kündigte kürzlich Pläne an, im Frühjahr 2021 den Revero GTE, eine vollelektrische Version seines Revero GT, auf seiner E-Flex-Plattform aufbauen. Darüber hinaus hat Karma mit dem Testen von Prototypen seiner Supercar-Plattform begonnen, die sowohl für Karma als auch für Hochleistungsfahrzeuge von Partnern geeignet ist.

„Die E-Flex-Plattform bildet eine solide Grundlage für die zukünftigen Produkte, Technologien und Partnerschaften von Karma. Wir sind stolz auf unser gesamtes Team, das seine Talente zu diesem wichtigen Meilenstein beigetragen hat. Unsere E-Flex-Plattformen verfügen über bewährte Technologie aus unserem Revero GT und stehen für jahrelange Tests, Validierungen und Forschungen. Wir freuen uns darauf, die Vorteile unserer E-Flex-Plattformen von unserem Standort in Südkalifornien aus mit der Welt zu teilen.“ — Dr. Lance Zhou, CEO von Karma Automotive

Jede der E-Flex-Plattformen von Karma wurde im Karma Innovation and Customization Center (KICC) im kalifornischen Moreno Valley entwickelt. Alle E-Flex-Plattformen verfügen je nach Bauart über verschiedene bewährte Karma-Technologien. Dazu gehören Revero GT-Antriebsmotoren in verschiedenen Konfigurationen, Getriebe, Aufhängung, Hilfsrahmen, Lenkung, Batterie und elektrische Systeme sowie Teile der Karosseriestruktur. Die meisten Komponenten haben mehr als eine Million Meilen an Tests und Marktvalidierungen geleistet.

Quelle: Karma Automotive — Pressemitteilung vom 03.06.2020

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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