Ford Kuga soll 2029 als E-Auto angeboten werden

Ford Kuga soll 2029 als E-Auto angeboten werden
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Daniel Krenzer
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Der US-amerikanische Automobilhersteller Ford könnte den Ford Kuga zum Ende des Jahrzehnts erstmals auch als reines Elektroauto anbieten. Wie SmartDroid unter Berufung auf Auto Express berichtet, soll die nächste Generation des Kompakt-SUV im Jahr 2029 erscheinen und Technik des chinesischen Automobilherstellers Geely nutzen. Eine offizielle Bestätigung des Modellnamens und der technischen Daten gibt es bislang allerdings nicht.

Als technische Basis ist demnach eine weiterentwickelte Variante von Geelys Global Intelligent New Energy Architecture, kurz GEA, vorgesehen. Diese Plattform wird bereits für den elektrischen Geely EX5 sowie den Plug-in-Hybrid Starray EM-i genutzt. Sie ermöglicht unterschiedliche Antriebsarten, Front-, Heck- und Allradantrieb sowie ein 400-Volt-Bordnetz. Ford soll zunächst eine vollelektrische Version planen, könnte später aber auch Plug-in-Hybride oder Elektroautos mit einem Verbrennungsmotor als Range Extender anbieten.

Produziert werden soll das neue Modell im spanischen Valencia. Dort wollen Ford und Geely ein gemeinsames Unternehmen gründen, an dem Ford 66 Prozent und Geely 34 Prozent halten soll. Ab 2028 sind in dem Werk unter anderem zwei elektrische Geely-SUV sowie ein gemeinsam entwickeltes Ford-Crossover vorgesehen. Die Produktion des aktuellen Kuga soll bis dahin ohne Unterbrechung weiterlaufen.

E-Autos in Europa nur noch mit Partnern

Ob das neue Crossover tatsächlich wieder Kuga heißen wird, ist noch offen. Auto Express hält dies wegen der Bekanntheit des Namens jedoch für wahrscheinlich. Optisch soll sich das Fahrzeug trotz der chinesischen Plattform deutlich von den Geely-Modellen unterscheiden. Ford kündigt für seine kommenden europäischen Modelle ein stärker emotionales und vom Rallyesport inspiriertes Design an.

Die Zusammenarbeit ist für Ford vor allem wirtschaftlich nachvollziehbar. Nach der Nutzung der Volkswagen-MEB-Plattform für Explorer und Capri sowie der geplanten Kooperation mit Renault bei kleineren Elektroautos würde Ford erneut auf die Technik eines Partners zurückgreifen. Das senkt Entwicklungs- und Produktionskosten, zeigt aber zugleich, wie stark der Konzern bei seiner europäischen Elektrostrategie inzwischen von externen Plattformen abhängig ist.

Ein 400-Volt-System wäre 2029 zudem keine technologische Spitzenlösung mehr. Entscheidend bleibt allerdings weniger die Spannung allein als die tatsächlich erzielte Ladekurve. Ford und Geely müssten deshalb zeigen, dass der elektrische Kuga auch bei Reichweite, Verbrauch, Ladezeit und Preis mit den dann aktuellen Wettbewerbern mithalten kann.

Quelle: SmartDroid – Ford Kuga: Wiedergeburt als Elektroauto mit 400 Volt Plattform aus China

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Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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