Elektro-Strategie: Wie Toyota aufholen will

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Sebastian Henßler
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  —  Lesedauer 2 min

Toyota befindet sich mitten in einer Überarbeitung seiner Elektrofahrzeugstrategie, die weit über die Produktion der nächsten Generation von Elektroautos hinausgehen soll, die ab 2026 vom Band rollen sollen. Durch fortschrittliche Fertigungsmethoden will Toyota nicht nur den Einstieg in die E-Mobilität beschleunigen, sondern auch in der gesamten Unternehmensstruktur Kosteneffizienz und Qualität steigern.

Die Führungsriege des weltweit größten Automobilherstellers skizzierte in einer Präsentation, wie Toyota in wenigen Jahren einen großen Sprung im globalen E-Auto-Markt machen will. Dabei konzentrieren sich die Japaner auf die Neukonstruktion ihrer Produkte sowie ihrer Fabriken. Sie planen, die Anzahl der Produktionsprozesse, die Höhe der Investitionen in Anlagen und die Produktionsvorlaufzeit jeweils zu halbieren.

Bedeutende Fortschritte bei Festkörperbatterien

Keiji Kaita, Präsident des Forschungs- und Entwicklungszentrums für CO₂-Neutralität bei Toyota, betonte, dass sein Team es sich zur Aufgabe gemacht hat, auch die aktuellen Batterieprobleme zu lösen. Er bezeichnete Batterien als „zu groß, zu schwer und zu teuer“ und äußerte den Wunsch, diese Faktoren bei  Festkörperbatterien zu halbieren. Dieser „technologische Durchbruch“ könnte bereits bis 2027 oder 2028 zu einer Serienproduktion von Festkörperbatterien führen, die eine Reichweite von 1200 Kilometern bieten und in höchstens zehn Minuten aufgeladen werden können.

Toyota bereitet sich auch auf eine neue Ära der Produktion vor. Mit Methoden wie Giga-Casting, bereits bekannt von Tesla und Volkswagen, und einer von Toyota anvisierten selbstfahrenden Produktion, bei der Fahrzeuge ohne feste Linien durch Montagewerke fahren, können nicht nur EV-Werke, sondern auch konventionelle Produktionsstätten profitieren. Ebenso wird die Nutzung von Digital Twin-Technologie die Entwicklung, das Testen und die Verifizierung neuer Linienkonstruktionen beschleunigen.

Technologietransfer und Partnerschaften

Diese neuen Ansätze sollen auch Toyotas Abhängigkeit von menschlicher Arbeit reduzieren. Das könne die Effizienz der Fabriken verbessern und gleichzeitig einem der größten Arbeitgeber Japans helfen, mit einem bevorstehenden Arbeitskräftemangel umzugehen, da die Bevölkerung Japans altert und schrumpft.

Toyota, das lange bekannt dafür war, eher auf Wasserstoffantrieb und Plug-in-Hybride zu setzen, hat Ende 2021 angekündigt, bis 2030 gut 30 neue Elektromodelle herausbringen zu wollen. Ab 2035 sollen nur noch emissionsfreie Fahrzeuge von Toyota auf den internationalen Markt kommen.

Quelle: Automotive News Europe – Toyota may share Tesla-fighting next-gen EV tech with partners // t3n.de – 1.200 Km Reichweite, 10 Min Ladezeit: Toyotas Durchbruch bei Festkörperakkus

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Sebastian Henßler

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Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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