Elektro reicht nicht: Porsche bringt weiteren Verbrenner-SUV

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Elektroauto-News

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 3 min

Porsche plant, bis spätestens 2028 ein neues kompaktes SUV mit Verbrenner- und Hybridantrieb auf den Markt zu bringen. Das kündigte Konzernchef Oliver Blume bei der Präsentation der Quartalszahlen Ende Juli an, wie unter anderem Automotive News berichtet. Das Modell soll weltweit angeboten werden. Wann es konkret in den USA starten wird, ließ Blume offen.

Bereits 2024 ist der elektrische Macan erschienen. Für Porsche ist dieses Auto vor allem in den USA ein wichtiges Modell. Dort zählt es zu den meistverkauften. Ursprünglich sollte die bisherige Variante mit Verbrennungsmotor spätestens 2026 aus dem Angebot genommen werden. Doch intern wurde dieser Plan noch einmal überdacht. Porsche will offenbar erst die Nachfrage nach der Elektroversion genauer einschätzen, bevor endgültige Entscheidungen getroffen werden.

Neben dem elektrischen Macan und der angekündigten rein elektrischen Variante des Cayenne, die 2026 starten soll, plant Porsche nun ein weiteres SUV. Dieses neue Modell soll sich bewusst vom elektrischen Macan abheben. Es soll typisch für Porsche sein, so Blume, aber zugleich ein eigenes Profil zeigen.

Welche Art von Hybridantrieb verwendet wird – ein klassisches System oder eine Plug-in-Variante – ist noch unklar. Der technische Unterbau dürfte jedoch aus dem VW-Konzern stammen. Vermutlich nutzt Porsche die sogenannte Premium Platform Combustion, die Audi bereits für die nächste Generation des Q5 verwendet. Diese Plattform ist für moderne Verbrenner- und Hybridkonzepte ausgelegt.

Schnelle Entwicklungszeit sei entscheidender Faktor laut Blume

Entscheidend ist für Porsche, schnell zu sein. Laut Blume sollen die Entwicklungszeiten kurz gehalten werden. Ziel ist es, möglichst flexibel auf Marktentwicklungen zu reagieren. Der neue SUV ist dabei ein strategisches Element, um auf die zuletzt verhaltene Nachfrage nach Elektroautos zu antworten. Gerade im SUV-Segment will Porsche verschiedene Antriebsarten gleichzeitig anbieten können.

Blume sprach davon, dass die geplante Modellpalette zwischen Macan und Cayenne künftig alle relevanten Antriebe abdeckt – elektrisch, hybrid und klassisch mit Verbrennungsmotor. Diese Vielfalt soll Porsche helfen, auf unterschiedliche Kundenbedürfnisse einzugehen. Hintergrund dieser Neuausrichtung ist auch die aktuelle wirtschaftliche Lage. Porsche musste zum dritten Mal in diesem Jahr seine Prognose nach unten korrigieren. Gründe dafür sind unter anderem die schwache Nachfrage in wichtigen Märkten und politische Unsicherheiten. So belastet unter anderem die Einführung von US-Zöllen auf europäische Autos das Geschäft.

Blume setzt deshalb auf eine ausgewogene Modellstrategie. Reine Elektroautos werden weiter ausgebaut, aber nicht mehr als alleinige Lösung betrachtet. Die Kombination verschiedener Antriebe soll langfristiges Wachstum sichern und die Marktposition stärken. Gerade bei SUVs, die nach wie vor stark gefragt sind, setzt Porsche auf Vielfalt.

Die Einführung eines weiteren kompakten SUV mit Verbrenner und Hybrid ist somit Teil einer breiter angelegten Strategie. Dabei geht es nicht nur um technologische Entscheidungen, sondern auch um unternehmerische Sicherheit in einem schwierigen Umfeld. Porsche verfolgt dabei einen Ansatz, der sich vom ursprünglichen Ziel unterscheidet, möglichst schnell vollständig auf Elektroantriebe umzusteigen. Stattdessen entsteht nun eine Übergangsphase mit parallelen Angeboten – eine Reaktion auf Realität und Kundenverhalten.

Quelle: Automotive News – Porsche Macan ICE replacement arriving by 2028, CEO Oliver Blume says

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Sebastian Henßler

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Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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