Noch eineinhalb Jahre warten auf Ford E-Transit Courier

Noch eineinhalb Jahre warten auf Ford E-Transit Courier
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Patrick Solberg
Patrick Solberg
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Während Ford seine Palette bei den Pkw komplett erneuert und kaum ein bekanntes Modell erhalten bleibt, tut sich auch bei den Nutzfahrzeugen einiges. Besonders wichtig wird die Elektroversion des Transit Courier, die jedoch noch länger auf sich warten lässt.

Ford wird elektrisch und zwar mit Hochdruck. Erst jüngst stellte der Autobauer aus Dearborn mit dem neuen Explorer einen neuen Kompaktklasse-Crossover vor – mit einer Plattform aus dem Hause Volkswagen. Auch bei den Nutzfahrzeugen arbeiten Ford und Volkswagen mittlerweile eng zusammen. Zentrales Modell wird die Elektroversion des Transit Courier – ein Lieferwagen für Innenstädte und die letzten Meilen. Nach dem E-Transit und dem E-Transit Custom ist der E-Transit Courier das dritte elektrische Nutzfahrzeug aus der Modellfamilie. Ford investiert aktuell mehr als 50 Milliarden US-Dollar in die Elektrifizierung seiner Produktpalette.

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Für den Antrieb des Lademeisters der 0,75-Tonnen-Klasse sorgt ein Elektromotor an der Vorderachse, der 100 kW / 136 PS leistet. Der Ford E-Transit Courier bietet ein Ladevolumen von bis zu 2900 Litern – ein Zugewinn von 25 Prozent im Vergleich zu seinem Vorgänger. Die Ladebreite zwischen den hinteren Radkästen wächst dank einer neuen Hinterradaufhängung von 1,01 auf 1,22 Meter und ermöglicht somit zum ersten Mal den Transport von zwei Euro-Paletten. Praktisch: Die Laderaumlänge legt um 18 Zentimeter auf nun 1,8 Meter zu. In Verbindung mit der neuen Durchladeöffnung in der Trennwand und dem umklappbaren Beifahrersitz lässt sie sich zusätzlich vergrößern, sodass jetzt auch bis zu 2,6 Meter lange Gegenstände wie Bretter oder Rohre in voller Länge eingeladen werden können. Der vordere Laderaum fasst beim E-Transit Courier 44 Liter und eignet sich für Ladekabel und kleinere Gegenstände.

Ehe der elektrische Transit Courier zu den Kunden rollt, vergehen jedoch noch mehr als eineinhalb Jahre. Denn der Produktionsbeginn des E-Transit Courier ist erst für Herbst kommenden Jahres im rumänischen Ford Otosan-Werk Craiova geplant; die Markteinführung folgt Ende 2024. Doch bereits in diesem Sommer machen die Versionen mit Benzin- oder Dieselantrieb den Anfang, die ab Ende 2023 ausgeliefert werden. Angeboten werden ein 1,5 Liter großer Vierzylinder-Diesel mit 74 kW / 100 PS sowie zwei Dreizylinder-Benziner mit 74 kW / 100 PS sowie 92 kW / 125 PS – wahlweise mit Sechsgang-Handschaltung oder Siebengang-Doppelkupplung. „Mit dem E-Transit Courier erreicht das Segment der kompakten Lieferwagen ein höheres Level“, betont Hans Schep, Geschäftsführer von Ford Pro in Europa, „er vereint uneingeschränkte Elektrofahrzeug-Performance mit größeren Lade- und Transportkapazitäten und ist in unser Ford Pro Vertriebs- und Servicekonzept integriert, das sich mit einem breiten Angebot an praxisrelevanten Dienstleistungen aus einer Hand an Gewerbekunden aller Branchen und Größen richtet“.

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Der 4,34 Meter lange E-Transit Courier hat eine maximale Zuladung von bis zu 700 Kilogramm; überschaubar bleibt mit 750 Kilogramm die Zuglast. Ford bietet den E-Transit Courier ausschließlich als zweisitzigen Kastenwagen an. Die Verbrenner-Modelle des Ford Transit Courier – in Kombination mit Benzin- oder Dieselantrieb – gibt es zudem als Van mit einer dreisitzigen Rückbank. Die Diesel- und Benziner-Modelle haben derweil eine erhöhte Nutzlast von bis zu 845 Kilogramm. Die Ladegeschwindigkeit von 100 Kilowatt ist für ein Elektrofahrzeug, das erst Ende 2024 auf den Markt kommt, sehr überschaubar. Von zehn auf 80 Prozent Batterieladung dauert mehr als eine halbe Stunde. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 145 km/h.

Innen bietet der Ford E-Transit Courier zwei zwölf Zoll große Displays für Instrumente und Bedienung. Auf dem Zentraldisplay ist die neueste Generation des Bediensystems Sync 4 verbaut. Für Sicherheit an Bord sorgen zahleiche Fahrerassistenzsysteme wie Fernlicht-Assistent, Rückfahrkamera, Tempomat, Spurhaltewarnung, Müdigkeitswarner oder Einparkhilfen. Optional kommt ein Ausstattungspaket hinzu, das eine adaptive Geschwindigkeitsregelanlage mit Fahrspur-Pilot, Totwinkelwarner, Gegenverkehrs-Kollisionswarner und Rückfahr-Brems-Assistent umfasst.

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