Ford Explorer erhält mehr Leistung und Reichweite

Ford Explorer erhält mehr Leistung und Reichweite
Copyright:

Ford

Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 3 min

Ford hat den Explorer aufgewertet und bietet das rein elektrisch angetriebene SUV ab sofort auch als Collection-Modell sowie mit neu entwickelter LFP-Batterie-Technologie für die Standard-Range-Version an. Dank verbessertem Elektromotor leistet die Einstiegsvariante in die Explorer-Familie fortan 140 kW (190 PS), während die Reichweite nun bis zu 444 Kilometer beträgt und damit um mehr als 17 Prozent zulegt. Das Drehmoment steigt auf 350 Newtonmeter (Nm). Damit tritt die Basisausführung der in Köln produzierten Baureihe jetzt noch agiler an und beschleunigt in 8 Sekunden von null auf 100 km/h. Bestellungen für die überarbeitete Explorer-Familie und den Explorer Collection nehmen die Ford-Händler bereits entgegen.

Der Explorer Collection ist der jüngste Neuzugang in der Ford Collection. Mit seinen eigenständigen Design-Merkmalen, Farben und Materialien – inspiriert von modernem Sport-Equipment – setzt er den Grundcharakter des Elektro-SUV markanter in Szene. Die Fahrer-Assistenzsysteme erhalten neue Zusatzfunktionen, die insbesondere beim Einparken noch größere Unterstützung bieten sollen.

Dank neuer Grafik ermögliche das Ford SYNC Move-Entertainment-System eine klarere Darstellung mit vereinfachter Bedienung. Wie bei einem Smartphone lassen sich fortan die verschiedenen Apps zum Beispiel in Dateikoffern nach Wunsch gruppieren. Auch das Monitorbild bei Parkmanövern sowie bei der Navigation hat Ford verbessert.

Neu ist auch das Pro Power Onboard-System. Es verwandelt die Antriebsbatterie des Explorer in eine autarke Energiequelle für unterschiedliche Elektrogeräte mit einer Leistungsaufnahme von bis zu 2,3 Kilowatt (kW) – praktisch, falls sich gerade kein Stromnetz in der Nähe befindet. Als Anschlussmöglichkeit dient eine 230-Volt-Steckdose im Kofferraum, optional bietet Ford auch einen entsprechenden Adapter für den Ladeanschluss an.

Höhere Reichweite, verbesserte Performance

Neue Batterien mit Lithium-Eisenphosphat-Technologie (LFP) verbessern die Leistungsfähigkeit der Einstiegsmotorisierung des Explorer. Sie ersetzen die zuvor verwendeten NMC-Akkus (Nickel-Mangan-Kobalt) und lassen sich mit einem deutlich geringen Anteil an besonders nachgefragten Rohstoffen herstellen. Der neue Akku bringt ein Performance-Plus mit sich: Die Reichweite legt um mehr als 17 Prozent auf bis zu 444 Kilometer zu, während die Leistung um 15 kW (20 PS) auf 140 kW (190 PS) steigt, und auch das maximale Drehmoment jetzt mit 350 statt 310 Nm deutlich kraftvoller ausfällt.

Darüber hinaus zählt die „One-Pedal“-Funktion ab jetzt in allen Explorer-Modellen zur Serienausstattung. Es erübrigt in den meisten Verkehrssituationen den Gebrauch der Bremse und erleichtert auf diese Weise das Mitschwimmen im Stadtbetrieb und bei zähflüssigem Verkehr.

Neue Assistenz-Technologien vereinfachen den Alltag

Auch neue Assistenzsysteme sollen den Alltag mit dem Ford Explorer nochmals komfortabler gestalten. Beispiel: die Intelligente adaptive Geschwindigkeitsregelanlage. Schon bisher konnte dieses System das Tempo des Fahrzeugs an lokale Geschwindigkeitsbegrenzungen, den Kurvenverlauf, Kreuzungen und Kreisverkehre anpassen. Nun kann seine Elektronik auch Ampelsignale erkennen und deuten und so den Explorer bei Rot bis zum Anhalten verzögern, so der Hersteller.

Der Rückfahrassistent merkt sich fortan die 50 zuletzt gefahrenen Meter und übernimmt unterstützend die Lenkarbeit beim Zurücksetzen – gerade in engen Gassen eine große Hilfe. Der Fahrer muss nur noch das Fahr- und Bremspedal betätigen sowie die Straße hinter ihm beobachten. Auch das Park-Pilot-System hat neue Fähigkeiten erworben: Es kann fünf verschiedene Parkmanöver speichern, die sich im täglichen Leben des Explorer-Kunden wiederholen, und sie auf Wunsch automatisch abrufen. Neben der Lenkarbeit umfasst dies auch das Bremsen und Beschleunigen, bis der Wagen nach bis zu 50 Metern auf der Wunschposition steht.

Ford

Eine weitere neue Ergänzung betrifft den Fahrer-Status-Assistenten (Driver State Assist). Anhand der Informationen des Spurhalte-Assistenten und der auf den Fahrer gerichteten Kamera kann er Rückschlüsse auf die Aufmerksamkeit und den Gesundheitszustand des Fahrers ziehen. Bleiben etwa Lenkbewegungen aus, sendet es über einen kleinen Bremsimpuls ein Warnsignal. Bleiben auch weiterhin Reaktionen aus, schaltet der Fahrer-Status-Assistent die Warnblinker ein und hält den Wagen zum an, entriegelt die Türen und alarmiert die Rettungsdienste – im Fall eines medizinischen Notfalls können dies lebensrettende Maßnahmen sein.

Quelle: Ford – Pressemitteilung vom 10.03.2026

worthy pixel img

Dir gefällt Elektroauto-News?

Mache uns zu deiner bevorzugten Quelle bei Google. Dadurch werden dir unsere neuesten Artikel und Testberichte in deiner Google-Suche häufiger angezeigt.

Google Preferred Badge - Elektroauto-News
Kostenlos & jederzeit in deinen Google-Einstellungen änderbar.
Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Ford Elektroautos

Volkswagen: Strategiewechsel in den USA mit neuem Pick-up

Volkswagen: Strategiewechsel in den USA mit neuem Pick-up

Laura Horst  —  

Volkswagen will mit einer neuen Strategie sein US-Geschäft ausbauen und setzt dabei laut einer Quelle auf eine neue Führung und Pick-up-Modelle.

Ford will mit günstigem Pickup Fathom US-Käufer ködern

Ford will mit günstigem Pickup Fathom US-Käufer ködern

Sebastian Henßler  —  

Ford positioniert den Fathom in den USA als günstigen Elektro-Pickup mit einem Startpreis von umgerechnet nur 24.400 Euro – bislang ein Novum in seinem Segment.

Ford Kuga soll 2029 als E-Auto angeboten werden

Ford Kuga soll 2029 als E-Auto angeboten werden

Daniel Krenzer  —  

Der Ford Kuga könnte 2029 erstmals als reines Elektroauto zurückkehren. Technische Grundlage soll eine 400-Volt-Plattform des chinesischen Partners Geely sein.

Ford bereitet sich auf China-Konkurrenz in den USA vor

Ford bereitet sich auf China-Konkurrenz in den USA vor

Arun Niemann  —  

Ford rechnet langfristig mit chinesischen E-Auto-Herstellern auf dem US-Markt. Der Konzern arbeitet daher bereits an günstigeren Modellen als Antwort.

Ford und Geely bauen ab 2028 gemeinsam Autos in Spanien

Ford und Geely bauen ab 2028 gemeinsam Autos in Spanien

Daniel Krenzer  —  

Ford und Geely gründen ein Joint Venture für das Werk Valencia. Ab 2028 sollen dort Modelle beider Konzerne entstehen – darunter zwei Elektro-SUV.

Ford Pro elektrifiziert BVG-Flotte mit 131 E-Transportern

Ford Pro elektrifiziert BVG-Flotte mit 131 E-Transportern

Arun Niemann  —  

E-Transit und E-Transit Custom sollen für Wartung, Service und Transporte der BVG im Berliner Stadtgebiet zum Einsatz kommen.

Ford: Elektroautos mit Formel-1-Technik effizienter machen

Ford: Elektroautos mit Formel-1-Technik effizienter machen

Laura Horst  —  

Ford will Elektroautos kostengünstiger anbieten und setzt daher bei seiner neuen EV-Plattform auf kleinere Akkus und ein effizienteres Gesamtkonzept.