Ford Transit City: Neue E-Transporter ab Ende 2026

Ford Transit City: Neue E-Transporter ab Ende 2026
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Sebastian Henßler
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Ford Pro erweitert die Transit-Familie um ein kompaktes Modell für den urbanen Einsatz. Der neue Transit City setzt auf einen elektrischen Antrieb und richtet sich gezielt an Kurierdienste, Handwerksbetriebe und Dienstleister:innen, die vorwiegend in Innenstädten unterwegs sind. Das frontgetriebene Nutzfahrzeug soll Ende des Jahres als Kastenwagen in zwei Varianten sowie als Fahrgestell mit Einzelkabine auf den Markt kommen.

Angetrieben wird der Transit City von einem 110 kW (150 PS) starken Elektromotor. Die Lithium-Eisenphosphat-Batterie (LFP) verfügt über eine nutzbare Kapazität von 56 kWh und ermöglicht eine Reichweite von bis zu 254 Kilometern nach WLTP. Laut Ford entspricht das mehr als dem Doppelten der Strecke, die 90 Prozent aller Nutzfahrzeuge dieses Segments durchschnittlich pro Tag zurücklegen. An einem Gleichstrom-Ladepunkt lässt sich der Akku mit bis zu 87 kW in 33 Minuten von zehn auf 80 Prozent laden. An einer Wechselstrom-Wallbox mit 11 kW dauert eine Ladung von zehn auf 80 Prozent rund fünfeinhalb Stunden.

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Beim Laderaum bietet Ford zwei Kastenwagen-Ausführungen an. Die kürzere L1H1-Version fasst rund sechs Kubikmeter und trägt bis zu 1085 Kilogramm Nutzlast. Die größere L2H2-Variante kommt auf etwa acht Kubikmeter, eine Ladelänge von mehr als drei Metern und maximal 1275 Kilogramm Zuladung. Beide Versionen können drei Euro-Paletten gleichzeitig aufnehmen. Zur Serienausstattung gehören ein strapazierfähiger Frachtraumboden, halbhohe Seitenwandverkleidungen und sinnvoll angeordnete Verzurrösen.

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Simon Robinson, Leitender Ingenieur des Transit City, ordnet das Konzept ein: „Heute geht es um mehr, als möglichst große und schwere Güter zu transportieren. Längst spielen auch Faktoren wie Emissionen, Nutzungsbeschränkungen sowie Betriebs- und Einsatzkosten eine wichtige Rolle.“ Für kostenbewusste Gewerbekund:innen habe man gezielt einen auf das Wesentliche reduzierten Elektro-Transporter konzipiert.

Ein Fahrgestell für über 200 Aufbauhersteller

Erstmals in diesem Segment bietet Ford Pro den Transit City auch als Fahrgestell mit Einzelkabine an. Optimierte Längsträger, klar definierte Befestigungsbereiche und standardisierte Elektro-Schnittstellen sollen den Umbau durch externe Partner:innen erleichtern. Europaweit stehen dafür mehr als 200 zertifizierte Aufbauhersteller bereit, davon 39 in Deutschland. Ford Pro greift dabei auf Erfahrungen zurück, die bereits mit dem E-Transit als Fahrgestell gesammelt wurden.

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Im Innenraum orientiert sich die Ausstattung am Arbeitsalltag von Zustellfahrer:innen, die bis zu 200 Mal pro Tag ein- und aussteigen und sehr viel rangieren müssen. Serienmäßig verbaut sind Sitzheizung, schlüsselloses Startsystem, automatischer Notbrems-Assistent, Park-Pilot-Sensoren vorne und hinten, eine Rückfahrkamera sowie ein 12-Zoll-Touchscreen mit kabelloser Anbindung an Apple CarPlay und Android Auto. Die One-Pedal-Drive-Option ermöglicht rekuperierendes Verzögern bis zum Stillstand und macht den Verbrauch im Stadtverkehr effizienter.

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Für die Langlebigkeit hat Ford Pro ein Testprogramm aufgelegt, das eine Nutzungsdauer von zehn Jahren bei mehr als 240.000 Kilometern unter schwersten Bedingungen simuliert. Besonderes Augenmerk lag auf den im Zustellbetrieb besonders beanspruchten Bereichen wie Türen und Fahrersitz. Die Garantie für Hochvolt-Komponenten erstreckt sich über acht Jahre oder 160.000 Kilometer. Hinzu kommen verlängerte Service-Intervalle von zwei Jahren oder 40.000 Kilometern. Ford Pro geht davon aus, dass der Wartungsaufwand gegenüber einem vergleichbaren Diesel-Transporter um 40 Prozent sinkt. Europaweit stehen 800 Transit-Center sowie rund 500 mobile Werkstatt-Fahrzeuge für Wartungsarbeiten vor Ort bereit.

Quelle: Ford – Pressemitteilung per Mail

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Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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