E-Auto-Markt Europa: China knackt 15-Prozent-Marke

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Leapmotor

Sebastian Henßler
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  —  Lesedauer 3 min

Der Markt für Elektroautos in Westeuropa hat im April 2026 deutlich zugelegt. Wie aus aktuellen Daten von Schmidt Automotive Research hervorgeht, wurden in den betrachteten westeuropäischen Märkten gut 246.000 rein batterieelektrische Autos neu zugelassen, ein Plus von 38 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat mit rund 178.000 Einheiten. In den ersten vier Monaten des Jahres summiert sich das Wachstum auf knapp 29 Prozent, von knapp 735.000 auf mehr als 945.000 Zulassungen.

Angeführt wird die Herstellerwertung weiterhin vom VW-Konzern, der im April auf einen Marktanteil von knapp 25 Prozent kam und 61.489 Elektroautos zulassen konnte, ein Plus von gut acht Prozent. Innerhalb des Konzerns zeigt sich allerdings ein gemischtes Bild: Die Kernmarke VW verzeichnete ein leichtes Minus, da der Markt auf Produktaktualisierungen und neue Modelle auf Basis der MEB+-Plattform wartet, die erst im zweiten Halbjahr erwartet werden. Škoda dagegen wuchs um mehr als 38 Prozent, Audi legte um gut sieben Prozent zu, während Porsche mit einem Rückgang von knapp 33 Prozent deutlich schwächelte.

Der Stellantis-Konzern kam auf 33.228 Elektroautos und damit auf ein Plus von fast 47 Prozent. Maßgeblich getragen wurde dieses Wachstum von Leapmotor: Die chinesische Marke erreichte mit 8077 Einheiten nahezu das gleiche Volumen wie Peugeot und wuchs im Jahresvergleich um mehr als das Fünffache. Mehr als die Hälfte der verkauften Modelle entfiel dabei auf den italienischen Markt. Tesla zeigte sich ebenfalls erholt, mit 10.630 Auslieferungen und einem Zuwachs von 61 Prozent kletterte der US-Hersteller auf einen Marktanteil von gut 4 Prozent.

BMW und Mercedes mit kräftigem Zuwachs

Der BMW-Konzern verzeichnete mit 21.952 Zulassungen ein Plus von gut 25 Prozent. Die Kernmarke BMW profitierte dabei von den ersten Auslieferungen des iX3, für den europaweit bereits 100.000 Bestellungen vorliegen sollen, wie der Hersteller im Rahmen einer Investorenkonferenz mitteilte. Mini steigerte sein Volumen um knapp 46 Prozent.

Noch deutlicher fiel das Wachstum bei Mercedes aus: Der Hersteller kam zwar von einer niedrigen Ausgangsbasis, steigerte seine Zulassungen aber um fast 89 Prozent auf 13.686 Einheiten. Getragen wird dieser Anstieg vom CLA, der in der Basisversion mit einer LFP-Batterie ausgestattet ist. Mit dem für die zweite Jahreshälfte angekündigten GLC auf MBEA-Basis dürfte sich der Trend fortsetzen.

Hyundai/Kia und die Renault-Gruppe wuchsen ebenfalls kräftig, mit einem Plus von gut 41 beziehungsweise 54 Prozent. Bei Hyundai/Kia trieb vor allem Kia mit einem Zuwachs von knapp 52 Prozent das Ergebnis, während innerhalb der Renault-Gruppe die Stammmarke um 63 Prozent zulegte.

Chinesischer Marktanteil erstmals über 15 Prozent

Besonders auffällig entwickelte sich der Anteil chinesischer Marken am westeuropäischen Elektroauto-Markt. Mit 15,2 Prozent überschritt er im April erstmals die Marke von 15 Prozent, nach 9,9 Prozent im Vorjahresmonat. Der Vergleich fällt allerdings vor dem Hintergrund einer niedrigen Ausgangsbasis aus, da im vierten Quartal 2024 die EU-Antisubventionszölle auf chinesische Elektroautos in Kraft traten.

BYD steigerte seine Zulassungen um knapp 70 Prozent auf 11.383 Einheiten, Xpeng wuchs um 114 Prozent auf 3351 Autos. SAIC-MG und Chery verzeichneten ebenfalls deutliche Zuwächse.

Bei den japanischen Herstellern sorgte vor allem Toyota für Bewegung: Der Rollout des C-HR+ ließ die Zulassungen um knapp 146 Prozent steigen. Auch Mazda profitierte, unter anderem vom in China gefertigten Modell 6e. Rückläufig entwickelten sich dagegen unter anderem Honda, Nio und GWM, deren Zulassungen im April spürbar unter dem Vorjahresniveau lagen.

Quelle: Matthias Schmidt – European Electric Car Study

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Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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