Der überwiegende Teil deutscher Eltern mit Kindern unter 18 Jahren zieht ein Elektroauto als nächstes Familienauto in Betracht. Das zeigt eine aktuelle Umfrage des Fahrzeugmarktplatzes Carwow unter eigenen Kund:innen mit Nachwuchs. 78,6 Prozent der Befragten würden sich für ein E-Auto entscheiden, wenn der nächste Familienwagen ansteht. Selbst unter jenen, die aktuell noch keinen Stromer fahren, liegt die Bereitschaft bei 57,3 Prozent.
Zusätzliche Kaufanreize verstärken diesen Trend. 12,3 Prozentpunkte der Befragten gaben an, dass staatliche Förderungen sie zum Umstieg bewegen würden, weitere 9,1 Prozentpunkte besitzen bereits ein Elektroauto. Als Hauptgründe gegen den Umstieg nannten die Teilnehmenden vor allem Bedenken zu Ladeinfrastruktur und Reichweite (8 Prozent) sowie die Anschaffungskosten (7,2 Prozent).
Die Zustimmung zum Elektroauto fällt über alle Familienkonstellationen hinweg ähnlich hoch aus. Unabhängig von Familiengröße oder Alter der Kinder bewegt sich die Zustimmung durchgehend zwischen 74,3 und 80,5 Prozent, nennenswerte statistische Unterschiede blieben zwischen den Gruppen aus. Auch für die Sorge vor Wertverlust durch Batteriedegradation oder schwierigen Wiederverkauf lieferte die Umfrage kaum Belege. Der Wertverlust von Autos wird demnach eher als allgemeines Thema wahrgenommen, nicht als spezifisches Problem von Elektroautos.
Finanzen bestimmen die Wahl des Familienautos
Neben der Antriebsfrage dominieren finanzielle Erwägungen die Kaufentscheidung. Für mehr als ein Viertel der Eltern (26,8 Prozent) steht der Kaufpreis an erster Stelle, gefolgt von Sicherheit und Zuverlässigkeit (21,7 Prozent) sowie dem Platzangebot (21,1 Prozent).
Vier von zehn Befragten (43,4 Prozent) sorgen sich zudem um unvorhersehbare Werkstattkosten, weitere 40 Prozent nennen schwankende Kraftstoff- und Strompreise als Ärgernis. Vor dem Hintergrund anhaltend hoher Lebenshaltungskosten fällt das Budget vieler Familien ohnehin knapp aus, unerwartete Ausgaben beim Auto wiegen dadurch zusätzlich schwer.
Irene Wallner, Lead Consumer Editor bei Carwow, ordnet die Ergebnisse ein: „Die hohen Preise der letzten Jahre sitzen den Leuten tief in den Knochen.“ Heute werde beim Fahrzeugkauf deutlich genauer gerechnet als früher, planbare Kosten und Effizienz stünden bei vielen Eltern inzwischen ganz oben auf der Liste. Frühere Erfahrungen wirken dabei spürbar nach. Eltern neigen der Umfrage zufolge dazu, bei der nächsten Anschaffung gezielt jene Eigenschaften zu suchen, die ihre aktuellen Probleme lösen.
Platzbedarf wandelt sich mit dem Nachwuchs
Auch der Platz im Auto ist eine zentrale Hürde beim Kauf. Fast zwei Fünftel der Eltern (38,3 Prozent) nennen fehlenden Stauraum als Problem, mit wachsender Familie steigen die praktischen Anforderungen überproportional. Die Daten zeigen zudem einen Zusammenhang zwischen Familiengröße und Prioritäten. Bei kleineren Familien wiegen finanzielle Belastungen stärker, während bei drei oder mehr Kindern Platzprobleme und organisatorischer Aufwand im Vordergrund stehen. Wer sich aktuell über zu wenig Platz ärgert, achtet beim nächsten Autokauf fast doppelt so häufig gezielt auf ein größeres Platzangebot.
Auch das Alter des Nachwuchses beeinflusst die Prioritäten deutlich. Bei Familien mit Kleinkindern stufen 42,4 Prozent den Platz als entscheidenden Faktor ein, bei Teenagern sind es nur noch 18,5 Prozent. Je älter die Kinder werden, desto stärker rücken stattdessen Sicherheit, Zuverlässigkeit und Unterhaltskosten in den Fokus.
Bei einem weiteren Ausstattungsthema zeigt sich hohe Sicherheit: Die Hälfte der Eltern (50,8 Prozent) gab an, die gesetzlichen Vorschriften für Kindersitze sicher zu kennen, echte Wissenslücken blieben die Ausnahme. Ähnlich gering fiel die Unsicherheit bei Gewichtslimits (3,1 Prozent) und der korrekten Installation (1,3 Prozent) aus. 26 Prozent gaben zudem an, dass ihre Kinder inzwischen keinen Kindersitz mehr benötigen.
Quelle: CarWow – Pressemitteilung









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