BMW iX3 mischt europäisches Halbjahresranking auf

BMW iX3 mischt europäisches Halbjahresranking auf
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Sebastian Henßler
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Der Wettbewerb um die meistverkauften Elektroautos in Westeuropa verschärft sich, auch wenn sich an der Spitze bislang wenig ändert. Nach Zahlen von Schmidt Automotive Research aus der European Electric Car Study bleibt das Tesla Model Y im Juni mit rund 32.800 Neuzulassungen das meistverkaufte Elektroauto in den 18 untersuchten Märkten Westeuropas, gefolgt vom Tesla Model 3 mit etwa 16.200 Einheiten.

Beide Modelle profitierten laut den Analyst:innen von einer aggressiven Preispositionierung, die sich bereits in den Quartalszahlen des Herstellers niedergeschlagen habe. Über das erste Halbjahr 2026 kommt das Model Y auf rund 107.200 Zulassungen und einen Marktanteil von 6,9 Prozent, ein Plus von 62,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Neue Modelle bringen frischen Schwung in die Rangliste

Für Bewegung im Ranking sorgen vor allem Modelle, die im Vorjahr noch kaum oder gar nicht existierten. Der BMW iX3 auf Basis der neuen Neue Klasse Architektur kam im Juni auf rund 7400 Zulassungen. Über das erste Halbjahr summieren sich die Zulassungen des iX3 auf rund 21.600 Fahrzeuge.

Auch der Mercedes CLA, die auf der neuen softwarebasierten MMA-Plattform aufbaut, verzeichnete im Juni mit rund 6000 Einheiten einen deutlichen Sprung und kommt im Halbjahr auf etwa 31.400 Zulassungen.

Ein weiterer Aufsteiger kommt aus China: Der Leapmotor T03 verzeichnete im Juni ein Plus von rund 415 Prozent auf etwa 6100 Einheiten. Über sechs Monate hinweg stieg der Absatz um mehr als 470 Prozent auf rund 31.800 Fahrzeuge. Getrieben wurde diese Entwicklung laut Schmidt Automotive Research vor allem durch Italien, wo das Modell bei voller Ausschöpfung staatlicher Förderungen zu einem Startpreis von unter 5000 Euro angeboten wurde.

Etablierte Modelle verlieren an Boden

Während die Neuzugänge stark eingestiegen sind, geraten mehrere langjährig etablierte Modelle unter Druck. Der VW ID.4/ID.5 verzeichnete im Juni ein Minus von 17,7 Prozent auf rund 6300 Einheiten, im Halbjahr steht ein Rückgang von 12,2 Prozent auf etwa 41.000 Fahrzeuge zu Buche. Laut den Analyst:innen wächst der Druck durch ein breiteres Angebot der Konkurrenz, ein Facelift des Modells sei für die zweite Jahreshälfte angekündigt. Auch der Audi Q4 gab im Juni um 23 Prozent auf rund 3700 Einheiten nach, über das Halbjahr beträgt das Minus 9,2 Prozent.

Der Škoda Elroq, im Vorjahr noch mit deutlichem Vorsprung unterwegs, verzeichnete im Juni einen leichten Rückgang von sieben Prozent auf rund 8500 Einheiten. Über das Halbjahr steht dennoch ein Plus von 73,5 Prozent auf etwa 53.800 Zulassungen zu Buche, da erstmals ein direkter Vorjahresvergleich seit der Markteinführung möglich ist.

Auch der VW ID.7 verlor an Boden: Im Juni sanken die Zulassungen um 17 Prozent auf rund 4600 Einheiten, im Halbjahr um 21,5 Prozent auf etwa 29.200 Fahrzeuge. Als Gründe nennen die Analyst:innen den zunehmenden Wettbewerb durch chinesische Hersteller sowie langstreckentaugliche Plug-in-Hybride wie den Seal 6 Kombi, der mit einer wettbewerbsfähigen Preisgestaltung auftritt.

Insgesamt zeigt die Halbjahresbilanz einen breit angelegten Wachstumstrend über nahezu alle Top-20-Modelle hinweg, auch wenn sich die Wachstumsraten deutlich unterscheiden. Während etablierte Modelle wie ID.4/ID.5, Audi Q4 oder Kia EV3 Marktanteile abgeben, gewinnen Newcomer wie iX3, CLA und der Leapmotor T03 spürbar hinzu.

Quelle: Schmidt Automotive Research – The European Electric Car Study – 1 Hj. 2026

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Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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