Ampere ElectriCity fertigt 600 Renault 5 pro Tag

Ampere ElectriCity fertigt 600 Renault 5 pro Tag
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Renault

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 3 min

In der nordfranzösischen Ampere ElectriCity hat Renault einen markanten Produktionsmeilenstein erreicht. Nur 15 Monate nach dem Start des Renault 5 E-Tech elektrisch wurde in Douai bereits das 100.000. Exemplar gefertigt. Die Baureihe verfügt über mehrere Ausstattungspakete, drei Varianten des Elektromotors und zwei Batteriegrößen, was eine breite Auswahl für unterschiedliche Nutzungsprofile eröffnet. Täglich entstehen dort rund 900 Autos, wovon zwei Drittel auf dieses Modell entfallen.

Für das Werk ist diese Marke ein sichtbares Signal der industriellen Entwicklung. Pierre-Emmanuel Andrieux, Leiter des Standorts Douai, beschreibt die schnelle Produktion als Ausdruck des gemeinsamen Einsatzes: Er spricht davon, dass diese Zahl das Vertrauen der Kund:innen zeige und zugleich den Wandel des Werks bestätige. Nach seinen Worten habe das Team in den vergangenen Jahren umfassende Erfahrungen im Umgang mit neuen Fertigungstechnologien gesammelt, sodass der Übergang zur Elektromobilität in Douai nicht nur organisatorische, sondern auch kulturelle Veränderungen angestoßen habe.

Parallel zum Jubiläum rückte das Label „Made in France“ in den Mittelpunkt. Der Renault 5 trägt seit dem vergangenen Jahr das Siegel „Origine France Garantie“, das den regionalen Charakter der Produktion hervorhebt. Auf derselben Fertigungslinie laufen im Dreischichtbetrieb auch der Renault Megane E-Tech elektrisch, der Renault Scenic E-Tech elektrisch, die Alpine A290 sowie Modelle von Nissan und Mitsubishi. Dass sechs verschiedene Autos auf einer Linie gefertigt werden, zählt zu den Besonderheiten des Standorts.

Renault plant, auch künftig einen großen Teil seiner E-Modelle innerhalb der Ampere ElectriCity zu produzieren. Ein Großteil der Zulieferer liegt innerhalb eines Radius von 300 Kilometern, darunter das Werk Cléon, in dem die Elektromotoren entstehen. Viele Kund:innen befinden sich im Umkreis von 1000 Kilometern, was logistische Abläufe erleichtert. Zum Standortverbund gehören zudem das Werk Maubeuge, wo der Renault 4 E-Tech elektrisch gebaut wird, sowie das Werk Ruitz, das Zahnräder für Hybrid- und Elektroantriebe und Batteriegehäuse fertigt.

Erfolg des Renault 5 fußt auf durchdachtem industriellen Netzwerk

Aus Sicht von Anne-Catherine Brieux, Vice President Industrial Operations bei Ampere und Alpine, ist der Erfolg des Renault 5 Ausdruck eines dichten industriellen Netzwerks. Sie betont, dass dieses Modell zeige, wie ein traditionsreiches Auto zu einem Baustein für die Wettbewerbsfähigkeit und industrielle Eigenständigkeit Frankreichs werde. Sie verweist auf die regionale Struktur aus Zulieferern und Partnern, die ein effizientes Zusammenspiel entlang der Wertschöpfungskette ermögliche. Ein Projekt dieser Art sei ein kollektiver Prozess, der wirtschaftliche Stabilität und technische Entwicklung zugleich fördere.

Seit dem Marktstart hat der Renault 5 in mehreren europäischen Ländern eine starke Position aufgebaut. Er führt das Elektro-B-Segment über einen längeren Zeitraum an und erreicht im gesamten europäischen Privatmarkt den zweiten Platz unter den E-Modellen. In Frankreich liegt er seit Jahresbeginn an der Spitze der Elektromodelle, in Großbritannien seit Oktober ebenfalls. Auch in den Niederlanden und Spanien steht das Modell in seinem Segment vorn. Außerhalb Europas debütierte der Renault 5 kürzlich in der Türkei, in Israel und Marokko, weitere Märkte folgen 2026.

Zum Jahresbeginn 2026 erweitert Renault die Baureihe um zusätzliche Funktionen. Ab der Ausstattungslinie Techno wird die One-Pedal-Funktion eingeführt. Sie ermöglicht es, das Auto fast vollständig über das Fahrpedal zu steuern, da die Verzögerung bis zum Stillstand automatisch erfolgt. Dieser Modus reduziert den Verschleiß der Bremsen und soll im Stadtverkehr ein gleichmäßiges Fahrgefühl erzeugen, während die Energierückgewinnung intensiv genutzt wird. Ergänzend kommt ein neuer Aufmerksamkeitswarner hinzu, der eine Kamera in der A-Säule nutzt.

Das Angebot wird durch neue Gestaltungsoptionen ergänzt. Neben zusätzlichen Aufkleberpaketen stehen künftig Varianten zur Individualisierung der hinteren Kotflügel bereit, sodass Käufer:innen ihr Auto sichtbarer anpassen können.

Quelle: Renault – Pressemitteilung per Mail

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Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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