CEO Griffiths verlässt überraschend Seat-Cupra

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Cupra

Michael Neißendorfer
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Wayne Griffiths, CEO von Seat und Cupra, hat die Seat S.A. auf eigenen Wunsch zum 31. März überraschend verlassen, um sich neuen Herausforderungen zu stellen, wie der spanische Autohersteller mitteilt. Seit seiner Ernennung zum CEO im Jahr 2020 hat Griffiths die rasante Entwicklung von Cupra entscheidend mitgestaltet.

Unter seiner Führung wurde Cupra zu einer eigenständigen Marke innerhalb des Volkswagen Konzerns auf- und ausgebaut und ist heute eine der am schnellsten wachsenden Automarken in Europa. Ein bedeutender Meilenstein während seiner Amtszeit war, wie der Hersteller betont, im Jahr 2021 die Markteinführung des Cupra Born, des ersten vollelektrischen Modells der Marke. Damit bekräftigte die Marke ihr Engagement für nachhaltige Mobilität und innovative Fahrzeugkonzepte.

„Wayne Griffiths hat beim Aufbau der Marke Cupra und der Restrukturierung des Unternehmens großartige Arbeit geleistet. Sein Verständnis für die Marke ist bemerkenswert. Er ist im besten Sinne ein echter Car Guy. Wir danken ihm für seinen hervorragenden Beitrag und wünschen ihm für die Zukunft alles Gute“, sagt Thomas Schäfer, Aufsichtsratsvorsitzender von Seat und Cupra.

Mitte März hatte die Seat-Gruppe unter Griffiths noch einen Rekordgewinn vermeldet. Für den Briten endet damit eine lange Karriere im VW-Konzern. 1993 stieg er bei Audi im Vertrieb ein und blieb dort in verschiedenen Positionen mehr als 23 Jahre. 2016 wechselte er als Vertriebschef zu Seat. Vier Jahre später stieg er zum CEO auf. Seinen Posten übernimmt vorläufig Seat-Produktionschef Markus Haupt. Einen dauerhaften Nachfolger für Griffiths will der Konzern „in Kürze“ bekannt geben.

Geht Griffiths nun zu Renault?

Dem Vernehmen nach soll Wayne Griffiths seinen Wunsch, das Unternehmen zu verlassen, sehr kurzfristig geäußert und damit auch die Führung des VW-Konzerns in Wolfsburg überrascht haben, wie die Automobilwoche berichtet. Ein Rauswurf gilt demnach als ausgeschlossen. Wohin es den Briten nun zieht, ist noch unklar, aber bereits Gegenstand von Spekulationen. Schon vor seinem offiziellem Abschied hieß es, dass Griffiths als CEO von Renault im Gespräch sei, da dort Luca de Meo mit einem Wechsel an die Spitze von Stellantis liebäugeln soll.

Bei Renault könnte Griffiths sich daran versuchen, den Erfolg von Seat mit Cupra mit einem anderen Duo zu wiederholen: Denn Renault ist gerade dabei, seine Sportwagenmarke Alpine als Lifestyle-Marke neu zu beleben.

Quelle: Cupra – Pressemitteilung vom 31.03.2025 / Automobilwoche – Seat/Cupra: CEO Wayne Griffiths tritt zurück

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Michael Neißendorfer

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Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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