Cupra schärft beim Born Design und Reichweite nach

Cupra schärft beim Born Design und Reichweite nach
Copyright:

Cupra

Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 3 min

Cupra hat seinen Kompaktstromer Born überarbeitet: mit einem neuen, markanteren Design, einem aufgefrischten Interieur, fortschrittlicherer Technologie und mehr Reichweite – der Born kommt nun mehr als 600 Kilometer weit, zuvor lag er knapp unter dieser Marke. Der neue Born wurde in Barcelona entworfen und entwickelt und wird bei Konzernmutter VW in Zwickau produziert. Die Produktion beginnt im zweiten Quartal 2026, die Markteinführung ist für den Sommer dieses Jahres geplant.

Der neue Born greift die neueste Designsprache von Cupra auf: mit einer Haifischnase an der Front, neu gestalteten Stoßfängern vorn und hinten, dreieckigen Matrix-LED-Scheinwerfern und einem beleuchteten Hecklogo, das in die 3D-Rückleuchten integriert ist. Der Innenraum soll ein hochwertigeres Gefühl vermitteln, mit neu gestalteten Türverkleidungen vorn und hinten, einem neu gestalteten Lenkrad mit physischen Bedienelementen, ergänzt durch kreisförmige Materialien wie Armaturenbrettverkleidungen aus 75 Prozent recycelten Materialien sowie Seaqual-Garn aus upgecyceltem Meeresplastik oder 73 Prozent recyceltem Dinamica-Textil im mittleren Bereich der vorderen Sitze sowie der hinteren Seitensitze.

Ein 12,9-Zoll-Infotainmentsystem mit einem neuen Betriebssystem auf Android-Basis, umrahmt von einem beleuchteten Schieberegler und einem neuen, größeren 10,25 Zoll großen Virtual Cockpit (bisher: 5,3 Zoll), soll das immersive Erlebnis verbessern. Hinzu kommt ein Augmented-Reality-Head-up-Display.

Erweiterte Antriebsstrangpalette und Individualisierungsmöglichkeiten

Drei Motor-Batterie-Konfigurationen stehen zur Auswahl: 140 kW (190 PS) Leistung mit einer 58-kWh-Batterie, 170 kW (231 PS) Leistung mit einer 79-kWh-Batterie und die VZ-Version mit 240 kW (326 PS) Leistung und einer 79-kWh-Batterie. Der neue Cupra Born ist individuell anpassbar mit insgesamt sechs Außenfarben – darunter das neue Timanfaya Grey –, fünf Leichtmetallfelgen zwischen 19 und 20 Zoll, vier Innenraumambiente-Paketen und weiteren optionalen Paketen.

Cupra

Über die reinen Zahlen hinaus führt der neue Cupra Born neue Fahrtechnologien ein: One-Pedal-Driving ermöglicht die Steuerung von Beschleunigung und Verzögerung allein über das Gaspedal. Durch Loslassen des Gaspedals bremst das Fahrzeug automatisch durch regeneratives Bremsen, gewinnt Energie zurück und verringert die Abhängigkeit vom Bremspedal. Diese Funktion sorgt für eine sanftere Verzögerung, eine höhere Energierückgewinnung und ein intuitiveres Fahrerlebnis, das besonders in städtischen Umgebungen und im Stop-and-Go-Verkehr effektiv ist.

Die Fahrerprofile Range, Comfort, Performance, Individual und Cupra modifizieren die Motorreaktion, die Lenkung und die Fahrwerkseinstellungen, wobei über die dynamische Fahrwerksregelung (DCC) bis zu 15 Einstellungsstufen verfügbar sind. Der Range-Modus priorisiert die Effizienz, der Comfort-Modus sorgt für eine sanfte Federung auf langen Fahrten, der Performance-Modus schaltet die dynamischen Fähigkeiten frei, und der Cupra Modus sorgt für maximale Emotionalität. Im Individual-Modus können Fahrer:innen die Konfiguration nach ihren persönlichen Vorlieben anpassen.

Cupra

Praktikabilität trifft auf Innovation mit Vehicle-to-Load (V2L). Mit dieser Funktion kann die Batterie des Autos externe Geräte wie Laptops, E-Bikes oder leistungsstarke Soundsysteme mit Strom versorgen. Über einen speziellen Adapter verwandelt V2L das Elektroauto in eine fahrbare Energiequelle – ideal für Outdoor-Abenteuer. Der neue Born verfügt erstmals über eine Fahrradträger-Anhängerkupplung als Option, die Outdoor-Fans mehr Möglichkeiten bietet.

Die Technologie geht über die Ästhetik hinaus. Begrüßungs- und Verabschiedungszeremonien empfangen die Person am Steuer mit choreografierten Lichtsignaturen und unterstreichen die unverwechselbare Identität des Cupra Born. Die Integration von Smart Light sorgt außerdem dafür, dass die Beleuchtung eine funktionale Rolle spielt, indem sie visuelle Hinweise für Fahrerassistenzwarnungen liefert und die Sicherheit erhöht, ohne das Erlebnis zu unterbrechen.

Der neue Cupra Born VZ

Der neue Cupra Born VZ ist die leistungsstärkste und Performance-orientierteste Version der Modellreihe. Ein 240 kW (326 PS) starker Elektromotor liefert ein sofortiges Drehmoment von 545 Nm, beschleunigt den Born VZ in nur 5,6 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erhöht die Höchstgeschwindigkeit auf 200 km/h. Trotz seiner gesteigerten Leistung bietet er weiterhin eine Reichweite von rund 600 Kilometern.

Quelle: Cupra – Pressemitteilung vom 05.03.2026

worthy pixel img

Dir gefällt Elektroauto-News?

Mache uns zu deiner bevorzugten Quelle bei Google. Dadurch werden dir unsere neuesten Artikel und Testberichte in deiner Google-Suche häufiger angezeigt.

Google Preferred Badge - Elektroauto-News
Kostenlos & jederzeit in deinen Google-Einstellungen änderbar.
Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Cupra Elektroautos

VW ID.Polo und Cupra Raval ab sofort in Serienproduktion

VW ID.Polo und Cupra Raval ab sofort in Serienproduktion

Michael Neißendorfer  —  

Das Stammwerk von Seat / Cupra in Martorell hat die Produktion des Cupra Raval und des Volkswagen ID. Polo aufgenommen.

VW-Marke Seat lebt – und will bald auch E-Autos bauen

VW-Marke Seat lebt – und will bald auch E-Autos bauen

Daniel Krenzer  —  

Seat könnte entgegen früherer Pläne doch langfristig bestehen bleiben. Neue Modelle sind in Arbeit, perspektivisch sollen auch E-Autos folgen.

Cupra plant Serienproduktion des Tindaya-Showcars

Cupra plant Serienproduktion des Tindaya-Showcars

Laura Horst  —  

Cupra hat die Serienproduktion des Konzeptautos Tindaya angekündigt. Das Premium-SUV soll in den kommenden Jahren auf den Markt kommen.

Cupra Raval VZ: Rebel mit kleinen Schwächen

Cupra Raval VZ: Rebel mit kleinen Schwächen

Stefan Grundhoff  —  

Der Cupra Raval VZ fährt sich wie ein Sportler, kostet mehr als 43.000 Euro, liefert dabei in der Praxis weniger Reichweite als auf dem Papier versprochen.

EU-Deal zum Tavascan stützt Cupras Marge

EU-Deal zum Tavascan stützt Cupras Marge

Sebastian Henßler  —  

Seat und Cupra weisen für das erste Quartal ein Betriebsergebnis von 43 Millionen Euro aus. Der Umsatz sinkt zwar, das Ergebnis aber steigt.

Cupra-Chef Haupt: Der Raval ist ein Gamechanger

Cupra-Chef Haupt: Der Raval ist ein Gamechanger

Sebastian Henßler  —  

Cupra-Chef Markus Haupt erklärt, warum der Raval ab 26.000 Euro ein Gamechanger ist und sich Cupra an keinem Rabattkrieg beteiligen wird.

Cupra Raval: Was ihn vom ID. Polo unterscheidet

Cupra Raval: Was ihn vom ID. Polo unterscheidet

Wolfgang Gomoll  —  

Der Cupra Raval teilt sich die Plattform mit VW ID. Polo und Škoda Epiq, will aber mit mehr Sportlichkeit und emotionalem Design seinen eigenen Weg fahren.