cellcentric: Daimler und Volvo kooperieren bei Wasserstoff-Trucks

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Daimler AG

Wolfgang Plank
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Bei schweren Wasserstoff-Lkw wollen Daimler Truck und Volvo verstärkt gemeinsame Sache machen. Die beiden Unternehmen stellten Eckpunkte ihres Joint Venture „cellcentric“ vor. Es soll einer der weltweit führenden Hersteller von Brennstoffzellen-System werden, heißt es in einer Mitteilung. Dafür will das neue Unternehmen eine der größten Serienproduktionen in Europa aufbauen. Der Produktionsstart ist für 2025 vorgesehen. Der Schwerpunkt soll auf dem Einsatz in Fernverkehrs-Lkw liegen. Alle fahrzeugbezogenen Aktivitäten fänden nach Unternehmensangaben aber weiterhin unabhängig voneinander statt. Daimler Truck und Volvo wollten hier ebenso Wettbewerber bleiben wie beim Fahrzeug- und Produktportfolio.

Daimler-Truck-Chef Martin Daum sprach von einer „Schlüsseltechnologie für den CO2-neutralen Transport der Zukunft„. In Kombination mit rein batterieelektrischen Antrieben könne man so die jeweils besten Alternativen anbieten. Volvo-Boss Martin Lundstedt mahnte allerdings, dass um mehr gehe als nur die Elektrifizierung von Fahrzeugen. „Es bedarf einer breiteren Zusammenarbeit zwischen öffentlichen und privaten Akteuren, um die notwendige Technologie und Infrastruktur zu entwickeln.“ Beide forderten daher ein gemeinsames Vorgehen von politischen Entscheidungsträgern und Regierungen auf der ganzen Welt, um den Einsatz von Brennstoffzellen zum Erfolg zu führen.

Aus Sicht der beiden Akteure ergänzen sich beide Technologien: Je leichter die Ladung und je kürzer die Distanz, desto eher werde die Batterie zum Einsatz kommen. Je schwerer die Ladung und je länger die Distanz, desto eher dürfte die Brennstoffzelle das Mittel der Wahl sein. Die großen Lkw-Hersteller Europas – auch unterstützt durch Daimler Truck und Volvo – fordern seit längerem den Aufbau von rund 300 Hochleistungs-Wasserstofftankstellen für schwere Nutzfahrzeuge bis 2025 und von rund 1000 Wasserstoff-Tankstellen bis spätestens 2030 in Europa.

Für das Joint Venture „cellcentric“ sollen mehr als 300 Spezialisten an den Standorten Nabern, Stuttgart und Burnaby (Kanada) arbeiten. aus, heißt es. Eine endgültige Standortentscheidung soll im kommenden Jahr bekanntgegeben werden. In Esslingen bei Stuttgart sei derzeit die Vorproduktion in Vorbereitung. Parallel dazu werde die laufende Prototypen-Fertigung erhöht.

Quelle: Daimler Truck AG – Pressemitteilung vom 29. April 2021

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Wolfgang Plank ist freier Journalist und hat ein Faible für Autos, Politik und Motorsport. Tauscht deshalb den Platz am Schreibtisch gerne mal mit dem Schalensitz im Rallyeauto.

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