BYD plant Kostensenkung bei Blade-Batterie 2.0

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Maria Glaser
Maria Glaser
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Der chinesische Autohersteller BYD plant Kostensenkungen von 15 Prozent mit der Blade-Batterie 2.0. Dieser Lithium-Ionen-Akku der zweiten Generation, der in der ersten Hälfte des nächsten Jahres auf den Markt kommen soll, soll eine Energiedichte von bis zu 210 Wattstunden pro Kilogramm aufweisen.

Die Marke BYD, die Elektroautos und auch Batterien herstellt, entwickelt derzeit eine Lithium-Eisenphosphat-Batterie (LFP) der zweiten Generation im Blade-Format. Diese soll dann in zwei Versionen verfügbar sein. Die erste Version soll eine Energiedichte von 160 Wattstunden pro Kilogramm haben mit einer maximalen Entladerate von 16C und einer Laderate von 8C. Die zweite Version soll über eine Energiedichte von bis zu 210 Wattstunden pro Kilogramm sowie eine Entladungsrate von 8C und eine Laderate von 3C verfügen.

Letztere Version ist mit 15 Prozent Kostensenkung geplant im Vergleich zur aktuellen Blade-Batterie, die eine Energiedichte von ca. 150 Wattstunden pro Kilogramm hat. Die kleine 2.0-Version soll jedoch mindestens vergleichbar teuer sein wie die alte Generation, vielleicht sogar teurer. Grund dafür sind die nur schwierig skalierbare Produktion sowie Unwägbarkeiten der Zulieferer.

Die C-Rate einer Batterie gibt an, wie schnell sie lädt oder entlädt und wie oft eine Batterie theoretisch innerhalb einer Stunde aufgeladen werden kann. Zum Beispiel bedeutet eine Laderate von 1C, dass die Batterie in einer Stunde vollständig aufgeladen werden kann. 8C bedeutet dann, dass die Batterie achtmal in einer Stunde aufgeladen werden kann. Dies entspricht in der Theorie 7,5 Minuten, in denen die Batterie vollständig laden würde.

BYD hatte 2020 eine Blade-Batterie mit 140 Wattstunden pro Kilogramm auf den Markt gebracht, die später auf 150 Wattstunden pro Kilogramm erhöht wurde. Seitdem wurde sie jedoch nicht mehr aktualisiert. Währenddessen hat der chinesische Batteriehersteller CATL durch neue Produkte die Batteriekosten auf dem Markt weiter nach unten gesenkt.

Konkurrenz auf dem Batteriemarkt

Während die Konkurrenz auf dem Markt für Elektroautos bereits groß ist, ist der Wettbewerb um günstige Preise bei Batterieherstellern noch größer. Laut Goldman Sachs Research werden die Batteriepreise bis 2026 voraussichtlich fast um die Hälfte fallen. Der Preis sank durchschnittlich vom Jahr 2022 auf das Jahr 2023 von umgerechnet knapp 144 Euro pro Kilowattstunde auf 141 Euro. Bis Ende dieses Jahres soll er voraussichtlich weiter fallen auf 105 Euro und schließlich auf 76 Euro im Jahr 2026.

Im Jahr 2024 war CATL Marktführer bei Batterien für Elektroautos mit einem Anstieg von über 45 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres. Der Marktanteil von CATL in China beträgt in diesem Jahr bisher über 46 Prozent, während BYD einen Marktanteil in China von fast 25 Prozent hat. BYD verkauft fast ausschließlich LFP-Batterien und auch das Wachstum von CATL wurde von LFP-Batterien angetrieben.

Quelle: CarNewsChina – BYD targets 15% cost reduction with blade battery 2.0

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Maria Glaser

Maria Glaser

Aus dem geisteswissenschaftlichen Bereich kommend, verbindet Maria Glaser bei Elektroauto-News.net seit 2023 ihre Liebe zum Text mit fachlichen Inhalten. Seit ihrem Studium in Berlin und Wien arbeitet sie im Bereich Lektorat, Korrektorat und Content Writing, vor allem zu Mobilität.

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adson:

Volle Zustimmung!
Genau auch meine Meinung. Da ich mit Einem Tesla M3 liebäugele, wäre es Schön, wenn auch hier Blade-Batterien eingesetzt werde.

Wolfbrecht Gösebert:

Aus dem zugrunde liegenden CarNewsChina-Artikel:
„Das [neue] Long-Blade-Format hat eine Energiedichte von bis zu 210 Wh/kg und unterstützt eine Entladerate von 8C und eine Laderate von 3C.“

Diese Variante wäre wohl die Technik *meiner* Wahl!
Beim Fahrzeug ergäbe sich – wenn alles so zutrifft – mit 210 statt bisher 150 Wh/kg

• eine Kostenersparnis von 15%,
• ein Vollladen in (theoretisch!) 20 Minuten und
• eine Akku-Gewichtseinsparung von 40% bei gleicher Kapazität.

Aktuell lade ich zu über 90% mit 11 kW über den eigenen Zähler in der Tiefgarage – wirkliches Schnellladen würde mir wohl nur an weniger als 30 Tagen im Jahr dienlich sein und damit der Lebensdauer des ohnehin langlebigen LFP-Akkus noch zugutekommen!

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