BYD: Absatzeinbruch in China, Höhenflug bei Exporten

BYD: Absatzeinbruch in China, Höhenflug bei Exporten
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Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 2 min

BYD hat derzeit vor allem auf seinem Heimatmarkt China mit starkem Gegenwind zu kämpfen: In den ersten beiden Monaten des Jahres ist der weltweite Absatz des Herstellers von Elektroautos und Plug-in-Hybriden um knapp 36 Prozent eingebrochen – der stärkste Rückgang für diesen Zeitraum seit 2020. Mehr Exporte und ein bevorstehendes Technologie-Update sollen es nun richten, wie unter anderem Reuters berichtet.

Erstmals setzte BYD in einem Monat sogar mehr Fahrzeuge im Ausland als in der Heimat ab: Während die Verkäufe in China um 65 Prozent auf knapp 90.000 Elektroautos und Plug-in-Hybride schrumpften, legten die Exporte auf mehr als 100.000 Einheiten kräftig zu – allerdings auch bedingt durch das chinesische Neujahrsfest, das dieses Jahr in den Februar fiel und Produktion und Handel für gewöhnlich mehrere Tage stillstehen lässt. Doch auch schon im Januar brachen BYDs Verkäufe in China um gut 53 Prozent ein, unter anderem bedingt durch neue Steuerregelungen für E-Fahrzeuge und dem Wegfall von Förderungen.

International allerdings ist BYD weiter auf der Überholspur. Im Januar haben sich die Neuzulassungen in Europa mit mehr als 18.000 Einheiten nahezu verdreifacht, in den ersten beiden Monaten des Jahres machte das Auslandsgeschäft für BYD fast die Hälfte der globalen Auslieferungen aus. Experten erwarten für 2026 Exporte im Bereich von 1,5 Millionen Einheiten, was ein Plus von 43 Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeuten würde.

Um dieses Ziel zu erreichen, will BYD unter anderem sein Händlernetz in Deutschland bis Jahresende von 120 auf 300 Standorte ausbauen und in Europa bis zu 300 Schnellladepunkte installieren mit Ladeleistungen im Megawatt-Bereich.

Auch in Sachen Technik will BYD nachlegen: Für Ende der Woche ist die Vorstellung einer neuen Generation der branchenführenden, selbst entwickelten Blade Battery angekündigt, die Branchenberichten zufolge eine Energiedichte von bis zu 210 Wh/kg aufweisen und auf mehr als 3000 Ladezyklen ausgelegt sein soll. Und Leaks deuten darauf hin, dass die neuen Megawatt-Ladesäulen eine Spitzenleistung von 1500 kW erreichen sollen, was in der Theorie etwa 400 Kilometer Reichweite pro fünf Minuten Ladezeit bedeuten würde.

Quelle: BYD – Börsenmitteilung / Reuters – BYD February vehicle sales fall steepest pace since pandemic

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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