BMW startet US-Produktion der Neuen Klasse Ende 2026

BMW startet US-Produktion der Neuen Klasse Ende 2026
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Laura Horst
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BMW will Ende dieses Jahres mit der US-Produktion der Neuen Klasse beginnen. Im Juni 2025 drohte ein Baustopp beim wichtigsten Batteriezell-Lieferanten Automotive Energy Supply Corporation (AESC) den Produktionsstart zu gefährden. Nun will der Lieferant das BMW-Werk im US-Bundesstaat South Carolina für die Übergangszeit mit Batteriezellen aus seinem globalen Netzwerk versorgen.

„Uns droht bei Batteriezellen für das Werk in Spartanburg kein Ausfall. Das neue Werk in Woodruff wird planmäßig ab 2026 mit der Montage von Hochvoltbatterien beginnen und bis Ende 2026 werden wir in Spartanburg mit der Fertigung von vollelektrischen Fahrzeugen starten“, erklärte BMW-Einkaufsvorstand Nicolai Martin gegenüber der Automobilwoche.

Um sich gegen die unbeständige Industriepolitik unter Präsident Donald Trump abzusichern, setzt BMW in den USA auf lokale Fertigung, zu der neben der Fahrzeugfertigung in Spartanburg das BMW-Batteriemontagewerk in Woodruff gehört. Die Zusammenarbeit mit AESC als Zell-Lieferant sollte die regionalen Lieferketten in Nordamerika stärken.

Für den bayerischen Autobauer war es daher eine böse Überraschung, als AESC im Juni vergangenen Jahres den Baustopp seiner Batteriefabrik in South Carolina verkündete. Von dort aus sollte BMW mit Lithium-Ionen-Batteriezellen versorgt werden, die extra für die sechste Generation der BMW eDrive-Technologie entwickelt wurden, und für die in Spartanburg gefertigten X-Modelle gedacht sind.

Der Batteriehersteller gab als Grund für den vorübergehenden Baustopp die unsichere Marktlage in den USA an, verursacht durch Trumps Zollpolitik. Die Streichung von Subventionen für Elektromobilität sorgte zusätzlich für Unsicherheiten,

Vorserienfertigung kann planmäßig beginnen

Während der Lieferengpass im vergangenen Jahr drohte, den Produktionsstart zu gefährden, ist BMW laut Einkaufschef Martin im Zeitplan. Mit der vorübergehenden Batteriezellversorgung aus dem globalen Netzwerk von AESC könne die Vorserienfertigung der Batterien planmäßig durchgeführt werden und der Start der Serienproduktion sei für Ende des Jahres angepeilt. In Zukunft will BMW wieder Batteriezellen von lokalen Lieferanten beziehen. Dabei ist laut internen Quellen offen, ob der Autobauer weiterhin mit AESC zusammenarbeitet.

Offen ist momentan auch noch, welches Modell zuerst in Spartanburg produziert wird. Laut dem Bericht der Automobilwoche könnte es sich um den neuen X5 handeln, der im Sommer vorgestellt wird. Er soll in fünf Antriebsvarianten erhältlich sein, unter anderem als vollelektrische Version und als Brennstoffzellenauto iX5 Hydrogen. In Europa laufen E-Autos der Neuen Klasse bereits vom Band: In einem neuen Werk in Ungarn und demnächst auch im BMW-Stammwerk in München.

Quelle: Automobilwoche – BMW hat einen Plan B: Neue-Klasse-Produktionsstart in den USA gesichert

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