Das kann BMWs neue E-Limousine i3

Das kann BMWs neue E-Limousine i3
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Stefan Grundhoff
Stefan Grundhoff
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Der BMW iX3 war nur der Auftakt, denn es kommen aus der Familie der Neuen Klasse fünf weitere Fahrzeuge. Nummer zwei rollt im Sommer an – der i3 trägt einen bekannten Namen, ist aber kein Kompaktwagen mehr wie vor 13 Jahren, sondern die Elektroversion des erfolgreichen Dreiers. Zudem kommt 2027 eine elektrische M-Version.

Technisch ist der neue BMW i3 ebenso wie die nachfolgende Kombiversion eng mit dem iX3 verwandt. Doch anders als andere Marken kehren die Münchner klassischen Fahrzeugkonzepten wie Limousine und Kombi nicht den Rücken und lassen diese parallel zur den Crossover-Modellen das hauseigene Portfolio aufspreizen. Während der BMW iX3 im ungarischen Werk Debrecen gebaut wird, rollt der i3 vom Stammwerk München aus zu den Kunden.

Aktuell laufen im Werk München die ersten Vorserienfahrzeuge des elektrischen i3 vom Band. So bereitet sich alles auf den Start der Serienfertigung ab Mitte des Jahres vor. „Die Produktion der Vorserienfahrzeuge ist ein wichtiger Meilenstein für unser Werk“, sagt Peter Weber, Leiter des BMW Werks München. „Damit haben wir erstmals einen BMW i3 komplett in unserem Werk gefertigt – mit modernster Fertigungstechnik und digital vernetzten Prozessen. In den kommenden Monaten nutzen wir die Erkenntnisse aus dem Anlauf, um die Prozesse für die Serienproduktion weiter zu verfeinern und einen reibungslosen Serienstart sicherzustellen“.

Eine Besonderheit gibt es im Werk München: Bisher hat ein Team aus dem Werk München gemeinsam mit dem Team des nahegelegenen Pilotwerks die ersten Fahrzeuge im Forschungs- und Innovationszentrum montiert. Mit der Fertigstellung der neuen Fertigungs- und Logistikbereiche im Werk durchlaufen die Fahrzeuge nun sämtliche Produktionsschritte im Werk. Das bedeutet: Logistikprozesse, Produktionsanlagen und Arbeitsschritte müssen bereits jetzt reibungslos laufen. Auch wenn die Stückzahlen noch gering sind, werden alle Teile in den vorgesehenen Materialflüssen bereitgestellt und an der Linie verarbeitet. Das soll Fehler ausmerzen und Prozesse optimieren. Bereits seit 1975 wird im Werk Münchner der Dreier und damit das Mittelklassemodell der Marke gefertigt.

Auf der aus dem iX3 bekannten Plattform wird es i3 und i3 Touring wahlweise mit Hinterrad- oder Allradantrieb geben, auch die bekannte Verbrennervariante des Dreier BMW verbleibt im Angebot. Sie wird sich jedoch optisch an das neue Markengesicht der Neuen Klasse anpassen. Das Leistungsspektrum des i3 wird zwischen 250 und rund 500 PS liegen; die 2027 folgende M-Version wird diese Leistungsdaten jedoch deutlich sprengen – obligatorisch mit Allradantrieb einer Höchstgeschwindigkeit jenseits der 250 km/h.

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„Die zukünftige Modellgeneration wird einen bislang unerreichten Maßstab im Segment der High-Performance-Fahrzeuge setzen“, sagt Franciscus van Meel, Geschäftsführer BMW M GmbH. „Mit der neuesten Technologie-Generation der Neuen Klasse heben wir das BMW M Fahrerlebnis auf ein komplett neues Level und werden unsere Kunden auch im Alltag mit herausragender rennstreckentauglicher Fahrdynamik begeistern.“ In allen vollelektrischen M-Modellen sorgen zwei elektrische Antriebseinheiten an Vorder- und Hinterachse mit je einem Elektromotor pro Rad für maximalen Vortrieb. Jeder der vier Elektromotoren treibt dabei ein Rad an. Dieses Konzept vereint alle Vorteile des Heck- und Allradantriebs und soll die Fahrdynamik während Straßen- oder Rennstreckeneinsatzes maximieren.

Laden mit 400 kW und bis zu 900 Kilometer Reichweite

Egal, ob M-Version oder normaler BMW i3: innen gibt es viel Recyclingmaterial, hinterleuchtete Textilelemente, viel Platz für fünf Personen und das mit dem iX3 neu eingeführte Informationskonzept. Neben dem großen Zentraldisplay wird auch der zukünftige i3-Fahrer statt auf normalen Instrumenten, über das Panoramic iDrive mit Informationen versorgt; ein Display, das über die gesamte Breite der unteren Windschutzscheibe geht und hier alle Insassen mit den verschiedensten Inhalten bespielt.

Die i3-Batterietechnik ist wie auch beim iX3 ein zeitgemäßes 800-Volt-Bordnetz, was die Ladegeschwindigkeit auf 400 kW steigen lässt. Das ermöglichen auch runde Lithium-Ionen-Akkuzellen, die dafür sorgen, dass in zehn Minuten für weitere 300 Kilometer nachgetankt werden kann. Die maximale Reichweite des BMW i3 mit dem knapp 110 kWh großen Batteriepaket dürfte bei bis zu 900 Kilometern liegen. Die Einstiegsmodelle bekommen einen kleineren Akku, mit dem jedoch ebenfalls bis zu 600 Kilometern drin sein sollten.

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Stefan Grundhoff

Stefan Grundhoff

Stefan Grundhoff ist seit frühester Kindheit ausgemachter Autofan. Die Begeisterung für den Journalismus kam etwas später, ist mittlerweile aber genau so tief verwurzelt. Nach Jahren des freien Journalismus gründete der Jurist 1994 das Pressebüro press-inform und 1998 die Beratungsfirma press-inform consult.

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