Elektrolimousine BMW i3 in finalen Prototypentests

Elektrolimousine BMW i3 in finalen Prototypentests
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Michael Neißendorfer
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Die BMW 3er-Reihe ist seit fünf Jahrzehnten ein Inbegriff für Fahrfreude in der Premium-Mittelklasse. Diese Ikone der Marke BMW steht weltweit für hohe Sportlichkeit, präzises Handling und mühelose Agilität, kombiniert mit viel Fahrkomfort. Jetzt macht sich nicht nur die neue 3er-Modellgeneration bereit, sondern auch die erste Limousine der Neuen Klasse: Der vollelektrische BMW i3. Aktuell absolvieren Prototypen ein umfangreiches Erprobungsprogramm im Wintertestzentrum der BMW Group im schwedischen Arjeplog.

Seine Design-Premiere feiert der i3 am 18. März. Die neue vollelektrische Modellgeneration ist mit dem eDrive der sechsten Generation ausgestattet (Gen6). „Der i3 überträgt die typischen Merkmale der sportlichen Limousine in ein völlig neues Fahrzeugkonzept mit der klar erkennbaren DNA eines 3ers. Zugleich verschiebt sie die bisherigen Grenzen der Elektromobilität und nutzt bislang unerreichte Potenziale unserer Neuen Klasse“, sagt Mike Reichelt, Head of Neue Klasse BMW. Die Steuerungseinheit, bestehend aus dem Superbrain Heart of Joy mit dem Driving-Stack BMW Dynamic Performance Control, sorgt dabei für Fahrdynamik auf einem neuen Level, so der Hersteller. Auf der Zielgeraden des Serienentwicklungsprozesses gibt das Test- und Entwicklungsteam dem BMW i3 in Schweden auf schneebedeckten Straßen und zugefrorenen Seen den abschließenden fahrdynamischen Feinschliff.

Härtetests bei klirrender Kälte und winterlichen Fahrbahnbedingungen im hohen Norden Schwedens haben bei vielen Herstellern eine lange Tradition. Die schneebedeckten Straßen rund um Arjeplog sowie die eigens für Versuchsfahrten präparierten Flächen auf zugefrorenen Seen bieten ideale Bedingungen speziell für Erprobung und Abstimmung von Antrieb und Fahrwerk. Ein Beispiel dafür sind elektronische Regelsysteme: Die Ingenieurinnen und Ingenieure können auf Schnee- und Eisflächen mit ihren geringen Reibbeiwerten das Zusammenwirken der Systeme unter exakt reproduzierbaren Bedingungen testen, analysieren und präzise abstimmen. Sie sollen so die Grundlage schaffen für die BMW-typische Fahrfreude.

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Als eines von vier Superbrains bildet das Heart of Joy gemeinsam mit der inhouse entwickelten Software BMW Dynamic Performance Control die leistungsstarke Antriebs- und Fahrdynamikregelung des neuen i3. Sie steuert Antrieb, Bremsen und Teilfunktionen der Lenkung ebenso wie die Rekuperation. Dabei regelt das Heart of Joy zehnmal schneller als bisherige Systeme.

Auch bei niedrigen Fahrbahnreibwerten wie in Arjeplog sorge das Heart of Joy für agilen Vortrieb, so BMW. Zudem ermögliche die besonders schnelle Regelung der beiden E-Maschinen eine souveräne Fahrstabilität. Nur Elektromotoren können die blitzschnellen Befehle in diesem Ausmaß verarbeiten und umsetzen. Der BMW i3 fahre dadurch in jeder Situation leichtfüßig und komfortabel und setze, wie der Hersteller verspricht, „neue fahrdynamische Maßstäbe“.

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Das Heart of Joy verringere die Zahl an notwendigen Regeleingriffen, etwa des DSC-Systems. Das dadurch entstehende Kurvenverhalten soll konsistenter und reproduzierbarer sein, was der Fahrerin oder dem Fahrer ein noch größeres Sicherheitsgefühl vermittle. Als „herausragend“ bezeichnet BMW die Soft-Stop Funktionalität des i3: Sie sorge über die präzise Regelung der Elektromotoren für den sanftesten Anhalte-Vorgang in der Geschichte des BMW 3er – ohne Ruck oder Bremsgeräusch. Die hohe Fahrstabilität, die das Heart of Joy auch auf glatten Untergründen wie in Arjeplog ermögliche, verbessere zudem die Effizienz. Die präzisen Regelprozesse des Heart of Joy erlauben dem BMW i3, so häufig und so stark wie möglich zu rekuperieren, selbst bei Kurvenfahrt, ohne dass Fahrstabilität verloren gehe.

Der Produktionsstart des neuen i3 im BMW-Stammwerk München ist für die zweite Jahreshälfte geplant, zunächst startet der i3 50 xDrive, mit 345 kW (469 PS) und 645 Nm Drehmoment. Das auf 800 Volt ausgelegte Batteriepaket kann mit bis zu 400 kW geladen werden, die Reichweite soll im Bereich von deutlich mehr als 800 Kilometern liegen.

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Quelle: BMW – Pressemitteilung vom 05.03.2026

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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