BMW und CATL vertiefen Batterie-Partnerschaft

BMW und CATL vertiefen Batterie-Partnerschaft
Copyright:

BMW (Archivbild)

Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 2 min

Der Batterie-Weltmarktführer CATL hat Ende Februar in Peking eine Absichtserklärung mit der BMW Group unterzeichnet, um die Zusammenarbeit bei Pilotprojekten zum vertrauenswürdigen Datenaustausch und zur Dekarbonisierung entlang der Lieferkette für Antriebsbatterien von Elektroautos zu stärken. Damit soll die Partnerschaft zwischen beiden Unternehmen in den Bereichen nachhaltige Entwicklung und technologische Innovation auf eine neue Ebene gehoben werden. Die Vereinbarung wurde während des Besuchs von Bundeskanzler Friedrich Merz in China im Rahmen einer hochrangigen deutschen Wirtschaftsdelegation unterzeichnet.

Demnach haben CATL und BMW die Absicht, gemeinsam Pilotprojekte zum grenzüberschreitenden Datentransfer im Kontext des Batteriepasses durchzuführen und die Zusammenarbeit bei der Erforschung vertrauenswürdigen Datenaustauschs, von CO₂-Bilanzierungsmethoden sowie innovativer Berechnungsinstrumente für den CO₂-Fußabdruck von Batterien zu vertiefen.

Unter Nutzung des standardisierten, vertrauenswürdigen Automobildaten-Ökosystems Catena-X sollen die Pilotprojekte die Angleichung technischer Standards unterstützen, kohärente und wissenschaftsbasierte politische Rahmenbedingungen fördern und langfristige industrielle Stabilität sichern. Durch die Erkundung von Anwendungsmöglichkeiten des Batteriepasses wollen CATL und die BMW Group auch innovative Beiträge zur regulatorischen Compliance zwischen China und der EU leisten und gemeinsam die Erprobung sowie die breite Einführung globaler Standards für Batterieinformationen und -daten vorantreiben.

CATL und BMW verbindet bereits seit 2012 eine strategische Partnerschaft, die die Zusammenarbeit in der Batterieproduktion, gemeinsamer Forschung und Entwicklung sowie nachhaltigen Lieferketten umfasst. Die neue Absichtserklärung erweitert die Partnerschaft von der produktbezogenen Kooperation hin zu einer umfassenderen institutionellen Koordination und bekräftigt das gemeinsame Bekenntnis zur Förderung der Elektromobilität.

Durch die vertiefte Zusammenarbeit bei Produkten und Lieferketten wollen beide Seiten ihre digitalen Management- und Austauschkapazitäten weiter ausbauen, die Einhaltung der EU-Marktzugangsregulierungen kontinuierlich stärken und die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Produkte erhöhen. CATL will auch die offene Zusammenarbeit weiteren internationalen Partnern vorantreiben und technologische Innovationen nutzen, um den globalen grünen Wandel zu beschleunigen und eine nachhaltige Zukunft für den weltweiten Automobilsektor mitzugestalten.

Quelle: CATL – Pressemitteilung vom 27.02.2026

worthy pixel img

Dir gefällt Elektroauto-News?

Mache uns zu deiner bevorzugten Quelle bei Google. Dadurch werden dir unsere neuesten Artikel und Testberichte in deiner Google-Suche häufiger angezeigt.

Google Preferred Badge - Elektroauto-News
Kostenlos & jederzeit in deinen Google-Einstellungen änderbar.
Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Batterieentwicklung

Aviloo führt Batterie-Garantie für gebrauchte Elektroautos ein

Aviloo führt Batterie-Garantie für gebrauchte Elektroautos ein

Daniel Krenzer  —  

Aviloo erweitert seinen Batterietest um eine finanzielle Garantie für gebrauchte E-Autos. Käufer erhalten mehr Sicherheit, Händler ein neues Verkaufsargument.

Samsung SDI könnte bald Batterien für VW produzieren

Samsung SDI könnte bald Batterien für VW produzieren

Laura Horst  —  

Samsung SDI soll laut einem Bericht in seinem ungarischen Werk Göd die Massenproduktion von Batteriezellen für Volkswagen vorbereiten.

CATL-Chef dämpft Erwartungen an Festkörperbatterien

CATL-Chef dämpft Erwartungen an Festkörperbatterien

Sebastian Henßler  —  

Nicht Zeitpläne, sondern technische Durchbrüche entscheiden über die Zukunft der Festkörperbatterie. CATL-Chef Zeng erklärt, wo die Technologie heute steht.

Stellantis testet Festkörperbatterie im Dodge Charger Daytona

Stellantis testet Festkörperbatterie im Dodge Charger Daytona

Sebastian Henßler  —  

Stellantis und Factorial haben FEST-Festkörperzellen erstmals in einen Dodge Charger Daytona eingebaut und erproben das Fahrzeug jetzt im Straßentest.

Warum Chinas Batteriemacht mit Natrium noch weiter wächst

Warum Chinas Batteriemacht mit Natrium noch weiter wächst

Sebastian Henßler  —  

Natrium-Ionen-Batterien ersetzen Lithium nicht, verschieben aber Lieferketten-Engpässe. China hält über 90 Prozent der weltweiten Produktionskapazität.

Donut Lab: Festkörper-Wunderakku soll gewöhnliche Lithium-Ionen-Batterie sein

Donut Lab: Festkörper-Wunderakku soll gewöhnliche Lithium-Ionen-Batterie sein

Tobias Stahl  —  

Eine Recherche des Batterieanalysten Ryan Hughes zeigt: Der angebliche „Wunderakku“ des Start-ups Donut Lab ist wohl eine handelsübliche Lithium-Ionen-Batterie.

Batteriezellfabriken als zweite Chance für Maschinenbau

Batteriezellfabriken als zweite Chance für Maschinenbau

Daniel Krenzer  —  

Neue Zelltechnologien und Festkörperbatterien könnten Europas Maschinenbau neue Chancen in der Batterieproduktion eröffnen.