BMW: Letzter Verbrennungsmotor verlässt Werk in München

Cover Image for BMW: Letzter Verbrennungsmotor verlässt Werk in München
Copyright ©

BMW

Daniel Krenzer
Daniel Krenzer
  —  Lesedauer 2 min

Ein Achtzylinder war der letzte BMW-Verbrennungsmotor, der im Werk von BMW zuhause in München gebaut wurde, berichtet der Bayerische Rundfunk. In anderen Werken werden jedoch weiterhin Verbrennungsmotoren hergestellt. Schließlich ist BMW einer der wenigen Hersteller, die neben vollelektrischen Fahrzeugen sehr offensiv auch auf eine Zukunft von Wasserstoff und E-Fuels  hoffen.

Bislang wurden in München nicht nur Fahrzeuge von BMW selbst sowie der britischen Tochtermarke Rolls-Royce zusammengesetzt. Auch Verbrennungsmotoren wurden im BMW-Stammwerk gebaut. Diese Kapazitäten wurden zuletzt ins österreichische Werk Steyr sowie ins britische Werk Hams Hall verlagert, heißt es im Bericht des BR. Die 1200 Mitarbeiter in München, die mit dem Motorenbau beschäftigt waren, seien indes umgeschult worden und werden weiterhin in München eingesetzt. Zwischenzeitlich war befürchtet worden, dass zahlreiche Mitarbeiter ihre Arbeitsplätze verlieren würden oder neue Arbeitsstellen in den Werken in anderen Ländern angeboten bekommen könnten. Das hat sich aber offenbar nicht bewahrheitet.

Neue Montagehalle für „Neue Klasse“

Statt der Motorenproduktion wird für 400 Millionen Euro eine zusätzliche neue Montagehalle für neue Modelle errichtet. Dort soll die Neue Klasse gefertigt werden, die bei der IAA Mobility in München in diesem Jahr näher vorgestellt worden war. Diese Neue Klasse soll in erster Linie vollelektrisch sein, jedoch ist auch ein wasserstoffelektrischer Brennstoffzellenantrieb dem Vernehmen nach eine zusätzliche Option.

Weitere Millionen fließen zudem derzeit in das Werk in Wackersdorf in der Oberpfalz, wo künftig unter anderem Batterien für Elektroautos gebaut werden sollen. Auch in Niederbayern, genauer gesagt in Straßkirchen, will BMW zukünftig eigene Batterien bauen und somit eine größere Unabhängigkeit bei den Fahrzeugkomponenten erlangen.

Im Münchner Werk des bayerischen Autoherstellers arbeiten laut BMW-Angaben insgesamt mehr als 7000 Mitarbeiter aus mehr als 50 Nationen. Neben einigen Verbrennermodellen wird dort auch der vollelektrische i4 gebaut, von dessen Nachfrage BMW zwischenzeitig regelrecht überrollt wurde.

Quelle: Bayerischer Rundfunk – „Nach 60 Jahren: Letzter Verbrenner verlässt BMW Werk in München“

worthy pixel img
Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

Artikel teilen:

Schreib einen Kommentar und misch dich ein! 🚗⚡👇


titan:

Mein BMW E30 325i 6 Zylinder mit 170 PS war mit 8 – 9 Litern Normalbenzin auf 100 km das mit Absand sparsamste Auto! Und der Einzige der den Aichelberg mit über 160 km/h schaffte!

brainDotExe:

Wieso sollte es einen Rettungsanker brauchen?
BMW fährt mit der aktuellen Strategie goldrichtig.
Power of Choice!

Die Geschäftszahlen belegen das.

Günstige E-Autos wird man eher bei Mini finden, die Kernmarke BMW wird man nicht nochmal dazu verwenden.

Daniel W.:

Schließlich ist BMW einer der wenigen Hersteller, die neben vollelektrischen Fahrzeugen sehr offensiv auch auf eine Zukunft von Wasserstoff und E-Fuels hoffen.

Vor Jahrzehnten stand BMW mit seinem „Barockengel“ (Luxusauto) kurz vor dem Aus und konnte sich nur mit dem Kleinstwagen Isetta retten.

Die BMW 501/502 sind Pkw der Oberklasse von BMW. Die von 1952 bis 1964 gebauten Fahrzeuge sind wegen ihrer geschwungenen Linienführung als „Barockengel“ bekannt.

Die prestigeträchtigen, aber verlustbringenden BMW-Achtzylinder-Modelle 502/503/507 waren mit ein Grund dafür, dass Ende der 1950er Jahre BMW beinahe von seinem damaligen Hauptkonkurrenten Daimler-Benz übernommen worden wäre. … Wirtschaftlich gesundete BMW durch den Erfolg der Isetta, …

(Quelle: Wkipedia)

BMW setzt wohl wieder aufs falsche Pferd – nur ob es dann angesichts von Chinas günstigen E-Autos eine neue „Isetta“ als Rettungsanker gibt?

Philipp:

Da werde ich schon etwas sentimental. 1991 habe ich einen Teil meines Praktikums bei BMW München absolviert und 2 Wochen davon war ich am Band in der 6-Zylinderendmontage und habe den Motor mit zusammengeschraubt.

Ähnliche Artikel

Cover Image for Alpitronic CEO: „Laden muss immer funktionieren“

Alpitronic CEO: „Laden muss immer funktionieren“

Sebastian Henßler  —  

Im exklusiven Interview verrät Philipp Senoner, warum 400 kW für den Massenmarkt reichen, 850 kW und darüber hinaus aber als Sonderlösung kommen werden.

Cover Image for Diese 7 günstigen E-Autos unterstützen Plug & Charge

Diese 7 günstigen E-Autos unterstützen Plug & Charge

Daniel Krenzer  —  

Stecker rein und einfach losladen: Diese unkomplizierte Art des E-Auto-Ladens gibt es für immer mehr Modelle. Doch welche sind die günstigsten?

Cover Image for Volkswagen richtet Produktion auf KI-gestützte Zukunft aus

Volkswagen richtet Produktion auf KI-gestützte Zukunft aus

Michael Neißendorfer  —  

Effizienter, intelligenter und resilienter will Deutschlands größter Autohersteller werden: Dafür setzt der VW-Konzern in der Produktion verstärkt KI ein.

Cover Image for Neuer Volvo XC70: Der Plug-in-Hybrid für die Langstrecke

Neuer Volvo XC70: Der Plug-in-Hybrid für die Langstrecke

Michael Neißendorfer  —  

Im stadtnahen CLTC-Zyklus fährt der neueste Plug-in-Hybrid von Volvo 200 Kilometer weit. Ob er nach Europa kommt, ist noch offen.

Cover Image for Nio: 200.000 Akku-Wechsel in Europa, aber kaum neue Stationen

Nio: 200.000 Akku-Wechsel in Europa, aber kaum neue Stationen

Daniel Krenzer  —  

Mit der Anzahl der getauschten Akkus geht es für Nio in Europa voran, doch von den 170 geplanten Standorten gibt es bislang nur 60.

Cover Image for EU: Marktanteil von E-Autos steigt auf 15,6 Prozent

EU: Marktanteil von E-Autos steigt auf 15,6 Prozent

Daniel Krenzer  —  

In Deutschland steigt der Anteil von Elektroautos in diesem Jahr besonders stark an. Frankreich hingegen schwächelte.