Mit diesem Kniff will Batteriehersteller CATL E-Autos mehr Reichweite verschaffen

Mit diesem Kniff will Batteriehersteller CATL E-Autos mehr Reichweite verschaffen
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Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 2 min

Das chinesische Unternehmen CATL, welches sowohl Lieferant von Tesla, als auch Mercedes-Benz, VW und Honda ist gab Mitte vergangener Woche zu verstehen, dass man an einer Technologie arbeite, welche E-Autos mehr Reichweite verschaffe. So soll es laut CATL möglich sein Batteriezellen in das Chassis eines Elektroautos zu integrieren, wodurch traditionelle Gehäuse, die Batteriesysteme unhandlich machen, wegfallen würden.

Die direkte Integration von Zellen in den Rahmen eines Elektrofahrzeugs werde es ermöglichen, mehr Zellen in einem Auto unterzubringen und dadurch dessen Reichweite zu vergrößern – ein Hauptanliegen der Fahrer solcher Autos. Geht es laut CATL-Vorsitzende Zeng Yuqun könnte diese Art der Unterbringung der Batteriezellen dazu führen, dass die Reichweite von reinen E-Autos weit über 800 km erreichen kann. Das in Ningde ansässige Unternehmen will die Technologie noch vor 2030 auf den Markt bringen.

Zeng gab allerdings nicht zu verstehen, ob CATL bereits mit einem Autohersteller zusammenarbeitet, um dieses neue Design zu implementieren. Derzeit liefert das Unternehmen, wie eingangs erwähnt, Lithium-Eisen-Phosphat-Batterien an Tesla und unterzeichnete kürzlich eine Partnerschaft mit dem japanischen Unternehmen Honda Motor. Außerdem beliefert sie die Volkswagen AG und die Daimler AG. Somit verfügt das Unternehmen bereits über entscheidende Kontakte, im Falle der Einführung der Technologie.

Für CATL ist die neue Technologie insofern interessant, dass die Hersteller den Batteriehersteller frühzeitig mit ins Spiel bringen. Denn die Integration kann bereits in einer frühen Design-Phase des Fahrzeugdesigns erfolgen. Derzeit ist es so, dass die Automobilhersteller derzeit dazu tendieren, Batteriemodule von Batterieherstellern zu beziehen und sie so auszurüsten, dass sie in das vorhandene Design eines Autos passen.

Neben den Lieferverträgen, welche das Unternehmen bereits abgeschlossen hat, wolle dies auch seine Recyclingkapazitäten in China erweitern und in ähnliche Unternehmen in anderen Ländern in Übersee investieren, gab Zeng zu verstehen. Um die Produktionskapazität für Elektroauto-Batterien in den nächsten zwei Jahren zu erhöhen, käme je nach Kundennachfrage ebenfalls eine weitere Expansion nach Übersee in Frage.

Quelle: Reuters – China’s CATL aims to make EVs drive further with new tech

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Sebastian Henßler

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Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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