Chinesische Batteriehersteller wollen Preise erhöhen

Chinesische Batteriehersteller wollen Preise erhöhen
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Tobias Stahl
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Mehrere chinesische Hersteller und Lieferanten haben in letzter Zeit steigende Preise für Batterierohstoffe und Batterien angekündigt. Vor allem Lithium soll teurer werden: Laut einem Bericht des Branchenportals CarNewsChina könnten die Batteriepreise bei manchen Lieferanten und Herstellern noch im Dezember um rund 15 Prozent steigen. Grund seien die allgemein gestiegenen Rohstoffkosten in Verbindung mit einer stark gewachsenen Nachfrage.

Hunan Yuneng New Energy, ein chinesischer Lieferant von Kathodenmaterialien, der auch CATL und BYD beliefert, gab dem Bericht zufolge bekannt, dass das Unternehmen zum 1. Januar 2026 die Verarbeitungsgebühr für sein gesamtes Sortiment an Lithium-Eisenphosphat-Produkten (LFP) um 3000 chinesische Yuan pro Tonne (rund 360 Euro) netto erhöhen wird. Der Batteriehersteller Dejia Energy kündigte an, dass ab dem 16. Dezember der Verkaufspreis für Batterieprodukte aufgrund des erheblichen Anstiegs der Rohstoffkosten um 15 Prozent gegenüber dem aktuellen Katalogpreis erhöht wird.

Batterierohstoffe und Kathodenmaterialien sind zuletzt deutlich teurer geworden

Zuvor war etwa der Preis für Lithiumhexafluorophosphat stark gestiegen: Der Rohstoff, der hauptsächlich als leitfähiges Salz in Flüssigelektrolyten zum Einsatz kommt, verteuerte sich laut dem chinesischen Technologieportal OFweek innerhalb von zwei Monaten von 55.000 Yuan pro Tonne (gut 6.600 Euro) auf 120.000 Yuan/Tonne (knapp 14.500 Euro) – ein Preissprung von gut 118 Prozent. Der Preis für das Kathodenmaterial Lithiumkobaltoxid kletterte von 140.000 Yuan pro Tonne (16.900 Euro) zu Beginn des Jahres auf rund 350.000 Yuan pro Tonne (gut 42.200 Euro) im November. Auch der Preis für Lithiumcarbonat in Batteriequalität stieg zuletzt und lag im November bei 94.000 Yuan pro Tonne (gut 11.300 Euro), nachdem er im Verlauf des Novembers um rund 16 Prozent gestiegen war.

CarNewsChina zufolge haben sich einige Autobauer angesichts der anhaltend angespannten Angebots- und Nachfragesituation bereits mit führenden Batterieherstellern getroffen, um ihre Versorgungssituation abzusichern und mögliche Engpässe bei der Batterieversorgung zu verhindern. He Xiaopeng etwa, Vorsitzender des Autobauers Xpeng, erklärte öffentlich, dass er „mit allen Chefs der Batteriehersteller etwas getrunken habe”.

Wie sich die aktuellen Entwicklungen in China konkret auf die Preise für Batterien für Elektroautos auswirken, wird sich in den kommenden Monaten zeigen. Zuletzt waren die Kosten für E-Auto-Akkus auf einen neuen historischen Tiefststand gesunken.

Quellen: CarNewsChina – Chinese lithium battery material suppliers announced price increase as high as 15%

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Tobias Stahl

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Tobias Stahl kann sich für alle Formen der Fortbewegung begeistern, aber nachhaltige Mobilität begeistert ihn besonders. Da ist es kein Wunder, dass er schon seit 2019 über E-Autos, erneuerbare Energien und die Verkehrswende berichtet.

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