Beim erstmals verliehenen Automotive Aftersales Award (AAA) rückten neben klassischen Werkstattservices auch Batterie- und Hochvoltdienstleistungen in den Fokus. Volvo überzeugte in dieser Kategorie mit einem durchdachten Servicekonzept, BYD erhielt den Sonderpreis für den schnellen Aufbau eines eigenen Servicenetzes. Automechanika, Auto Bild und der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) verliehen die Auszeichnung erstmals auf der Automechanika Frankfurt, in insgesamt sieben Kategorien des markengebundenen Aftersales. Insgesamt hatten sich 29 deutsche und internationale Automobilmarken mit ihren Konzepten beworben.
Bei Volvo lassen sich Batterien reparieren, einzelne Module können ausgetauscht werden, statt die gesamte Einheit zu ersetzen. Eigene Battery Center sorgen laut der Jury für hohe Verfügbarkeit und kurze Reparaturzeiten, ergänzt durch lange Garantien und einen transparenten Batteriepass. Vorausschauende Diagnosen sollen zudem frühzeitig erkennen, wann ein Eingriff notwendig wird. Damit verbindet die schwedisch-chinesische Marke Nachhaltigkeit mit technischer Kompetenz und einer wirtschaftlichen Reparaturfähigkeit.
BYD punktete mit seinem Aftersales-Aufbau und wurde in der Kategorie Newcomer ausgezeichnet. Innerhalb kurzer Zeit hat die Marke ein Servicenetzwerk aufgebaut, das durch umfangreiche Schulungsprogramme, moderne digitale Trainingsformate und ein leistungsfähiges Ersatzteillager mit kurzen Lieferzeiten getragen wird. Hinzu kommen KI-gestützte Diagnoseprozesse, Remote Services und eine eigene App. Der Preis würdigt damit, wie zügig auch jüngere Marken eine belastbare Infrastruktur für Wartung und Reparatur aufbauen können.
Digitalisierung verändert den Werkstattalltag
Wie stark sich der Aftersales insgesamt digitalisiert, zeigt sich auch bei den übrigen Preisträgern. Škoda gewann die Kategorie digitale Aftersales-Services, weil Terminvereinbarung, Teile- und Zubehörlösungen sowie die komplette Serviceabwicklung digital abgebildet werden und Künstliche Intelligenz bereits heute bei Schadensprozessen und der Beratung unterstützt. Renault setzt mit dem Programm „renative“ auf hochwertige Aufbereitungsteile für nachhaltige und wirtschaftliche Reparaturen. Zusätzlich kürzen vorausschauende Wartungsinformationen, Over-the-Air-Diagnosen, Remote Repair und KI-gestützte Geräuschanalysen die Werkstattaufenthalte und erhöhen die Diagnosequalität.
In der Kategorie Werkstatt- und Servicekonzepte setzte sich Cupra durch, mit einer fünfjährigen Herstellergarantie, transparenten Wartungspaketen und einem kostenlosen Hol- und Bringservice. Das Programm Cupra Care ergänzt dieses Angebot um Mobilitätslösungen, Reifenservice und Fahrzeugpflege. Toyota wiederum überzeugte in der Kategorie Kundenbindung mit Toyota Relax: Wer sein Auto regelmäßig beim Vertragspartner warten lässt, kann die Garantie auf bis zu 15 Jahre oder 250.000 Kilometer verlängern, und zwar sowohl bei Neu- als auch bei Gebrauchtwagen.
Den Sonderpreis „Aftersales-Marke der Herzen“ erhielt Subaru. Die Jury würdigte damit eine langfristig gesicherte Teileversorgung, verlässliche Reparaturlösungen sowie moderne Batterie- und Softwareservices über das gesamte Fahrzeugleben hinweg. Besonders hervorgehoben wurde der Anspruch, wo immer möglich zu reparieren statt unnötig auszutauschen.
So wurden die Sieger ermittelt
Über die Gewinner entschied ein dreistufiges Verfahren: eine Leserwahl der Auto Bild, der Händlerzufriedenheitsmonitor des Instituts für Automobilwirtschaft (IfA) sowie eine Fachjury, der unter anderem Vertreter von Auto Bild, DEKRA Germany, der Fachzeitschrift Autohaus, dem IfA und dem ADAC angehörten. VDIK-Präsidentin Imelda Labbé begründete die Initiative damit, dass „ein starker Service Kundenloyalität und Vertrauen“ schaffe, und dankte sowohl den Leser:innen von Auto Bild als auch der Jury für ihre Stimme.
Quelle: VDIK – Pressemitteilung








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