Audi und SAIC vertiefen ihre Partnerschaft

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Daniel Krenzer
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Audi treibt seine China-Strategie mit wachsender Konsequenz weiter voran. Laut einer aktuellen Pressemitteilung vertieft die Ingolstädter VW-Marke ihre Partnerschaft mit dem chinesischen Autokonzern SAIC deutlich. Ziel ist es demnach, gemeinsam eine neue Generation von Modellen speziell für den chinesischen Markt zu entwickeln – und damit verlorenes Terrain im weltweit wichtigsten Automarkt zurückzugewinnen.

Konkret planen Audi und SAIC mehrere neue Fahrzeuge unter der gemeinsamen China-Marke „AUDI“, die bewusst ohne die bekannten vier Ringe auskommt. Insgesamt sollen in den kommenden Jahren vier weitere Modelle entstehen, flankiert von einem gemeinsamen Innovations- und Technologiezentrum in Shanghai. Damit geht Audi einen Schritt weiter als bisher, also weg von einer reinen Anpassung globaler Modelle hin zu einer eigenständigen, lokal entwickelten Produktstrategie.

Nachfrage nach AUDI E5 Sportback zuletzt gesunken

Diese Entwicklung kommt nicht überraschend. Bereits in den vergangenen Jahren hatte Audi seine Zusammenarbeit mit SAIC intensiviert, etwa bei der Entwicklung der sogenannten „Advanced Digitized Platform“, auf der neue gemeinsame, stark softwaregetriebene Elektroautos basieren. Kürzere Entwicklungszeiten, mehr Fokus auf digitale Features und eine konsequente Ausrichtung auf die Bedürfnisse chinesischer Kunden waren hierbei die vorrangigen Ziele.

Dass dieser Ansatz notwendig ist, zeigt der Blick auf den Markt. Westliche Hersteller stehen in China zunehmend unter Druck – sowohl durch aggressive Preispolitik als auch durch technologisch starke lokale Wettbewerber. Audi reagiert darauf mit einer stärkeren Lokalisierung: Fahrzeuge werden gezielt für China entwickelt, gefertigt und vermarktet. Die Entwicklungszeit soll dabei um bis zu 30 bis 40 Prozent sinken .

Bereits auf der Straße ist der erste Vertreter dieser Strategie: der AUDI E5 Sportback. Nach einem starken Vorbestellstart und ordentlichen Absatzzahlen ist das Interesse der Chinesen am Hoffnungsträger Nummer eins zuletzt aber etwas abgeflacht. Noch spannender dürfte jedoch das zweite Modell werden, das noch 2026 an den Start gehen soll: der E7X – ein vollelektrisches SUV, das speziell auf die Anforderungen des chinesischen Marktes zugeschnitten ist und damit sinnbildlich für Audis strategische Neuausrichtung steht.

Besser zugeschnitten auf chinesische Kunden

Diese „China-Wende“ wird mit der nun angekündigten Vertiefung der Partnerschaft weiter untermauert. Audi verabschiedet sich damit Stück für Stück vom bisherigen Ansatz, globale Modelle einfach lokal anzupassen. Stattdessen entstehen eigenständige Fahrzeuge, die technologisch und konzeptionell näher an chinesischen Wettbewerbern wie Nio, Xpeng oder BYD liegen sollen.

Audi setzt für den so wichtigen chinesischen Markt alles auf eine Karte, um dort wieder wettbewerbsfähig zu werden. Die vertiefte Partnerschaft mit SAIC ist dabei kein isolierter Schritt, sondern Teil einer umfassenden Transformation. Ob dieser Ansatz aufgeht, dürfte maßgeblich darüber entscheiden, wie relevant die Marke Audi im globalen Elektroauto-Wettbewerb künftig noch sein wird.

Quelle: Audi – Pressemitteilung vom 17. April 2026

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Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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