Wie Audi sein Stammwerk Ingolstadt für den Elektro-A2 umrüstet

Wie Audi sein Stammwerk Ingolstadt für den Elektro-A2 umrüstet
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Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 3 min

Audi entwickelt sein Produktionsnetzwerk weiter: Im Stammwerk Ingolstadt startet Mitte des Jahres die Fertigung des Kompakt-SUV Q3 im Verbund mit Audi Hungaria in Győr (Ungarn). Die Vorbereitungen für den Produktionsstart des vollelektrischen Audi A2 e-tron in Ingolstadt laufen ebenfalls auf Hochtouren.

Dafür endet am Standort Ingolstadt im April die Produktion des Audi Q2. Das kompakte SUV war seit 2016 fester Bestandteil des Produktionsprogramms im Stammwerk. Fast 890.000 Einheiten hat das Unternehmen an Kundinnen und Kunden übergeben. Parallel dazu läuft auch die Fertigung des Audi A1 am Standort Martorell (Spanien) aus. Seit der Markteinführung im Jahr 2010 hat Audi knapp 1,4 Millionen Einheiten ausgeliefert. Besonders beliebt sind die beiden Modelle unter anderem in Deutschland, Großbritannien und Italien.

„Die Teams am Standort Ingolstadt haben mit viel Leidenschaft zum Erfolg des Audi Q2 beigetragen. Im Schulterschluss mit Győr schlagen wir ein neues Kapitel auf und starten Mitte des Jahres mit der Verbundfertigung des Audi Q3“, erklärt Werkleiter Siegfried Schmidtner. Durch diese Zusammenarbeit will Audi die starke Nachfrage nach dem SUV abdecken und zugleich eine ausgewogene Auslastung beider Standorte sicherstellen. Die Karosserien für das zusätzliche Volumen werden in Győr gefertigt und anschließend in Ingolstadt lackiert und montiert. Die Verbundfertigung des Q3 ist ein wichtiger Baustein der im März 2025 geschlossenen Zukunftsvereinbarung und steht exemplarisch für die Flexibilität des internationalen Produktionsnetzwerks.

Auch mit Blick auf die Logistik ist die Verbundfertigung des Audi Q3 ein Beispiel für die enge Verzahnung: Innerhalb von weniger als einem Jahr haben die Supply-Chain-Teams in Ingolstadt und Győr alle notwendigen logistischen Prozesse aufgebaut. Etablierte Prozessketten sichern den Transport der Karosserien per Bahn.

Das Team in Ingolstadt fertigt mit dem Audi A3 und dem Audi Q3 weiterhin zwei kompakte Verbrennermodelle. Parallel dazu treibt Audi die Elektrifizierung des Standorts Ingolstadt voran: Nach dem Produktionsstart des Audi Q6 e-tron im Jahr 2023 und des Audi A6 e-tron im Jahr 2024 beginnt im Herbst die Fertigung einer weiteren vollelektrischen Baureihe im Stammwerk. „Der Audi A2 e-tron ist für Ingolstadt der nächste Meilenstein auf dem Weg in das elektrische Zeitalter. Ich bin stolz, dass dieses Auto an unserem Heimatstandort produziert wird“, erklärt Schmidtner.

2027 folgt der Elektro-Sportwagen „Concept C“

Am zweiten deutschen Audi Standort in Neckarsulm hat das Unternehmen die Modellfamilien Audi A5 und A6 erneuert und damit die größte Anlaufphase der Werkgeschichte nahezu abgeschlossen. Das Portfolio soll mit wichtigen Ausstattungs- und Motorvarianten nach und nach komplettiert werden. Den Anfang gemacht hat in diesem Jahr der neue Audi RS 5. Außerdem laufen in den Böllinger Höfen die Vorbereitungen auf das neue E-Modell, auf das der Audi Concept C einen Ausblick gibt. Das vollelektrische Sportmodell wird dort ab 2027 produziert.

Darüber hinaus entwickelt Audi den Standort zum Kompetenzzentrum für Digitalisierung und Künstliche Intelligenz (KI). Eine besondere Rolle spielt dabei die räumliche Nähe zum Digitalen Ökosystem Heilbronn mit dem Innovationspark für Künstliche Intelligenz (IPAI). Audi ergänzt seine eigene Innovationskraft mit Kooperationen in diesem Netzwerk und bringt so KI-Lösungen ins Unternehmen.

Quelle: Audi – Pressemitteilung vom 23.04.2026

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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