Audi gab in dieser Woche seine Gesamtjahresergebnisse für 2025 bekannt. Nach Angaben des Konzerns handelte es sich um ein solides Jahr mit starkem Jahresende. Die Umsatzerlöse stiegen auf 65,5 Milliarden Euro und lagen damit knapp über dem Vorjahreswert von 64,5 Milliarden. Auch der Netto-Cashflow stieg von 3,1 Milliarden im Jahr 2024 auf nun 3,4 Milliarden Euro. Einige Kennzahlen des Unternehmens sanken im gleichen Zeitraum, wie das operative Ergebnis von 3,9 auf 3,4 Milliarden Euro, die operative Umsatzrendite von 6 auf 5,1 Prozent und die Auslieferungen der Markengruppe um zirka 50.000 Einheiten auf unter 1,65 Millionen.
CEO Gernot Döllner zufolge sei Audi im vergangenen Jahr mutige Schritte gegangen und habe Antworten auf die aktuellen Herausforderungen geliefert. Dazu gehören Maßnahmen wie die Verjüngung des Portfolios und die strukturelle Erneuerung.
Bei den Auslieferungen erreichten die vollelektrischen Modelle der Marke Audi einen Rekord, was einen wesentlichen Anteil an den gestiegenen Umsatzerlösen hatte. Von den insgesamt über 1,6 Millionen Auslieferungen wurden über 223.000 E-Autos ausgeliefert. Im Vergleich zu unter 165.000 Einheiten im Jahr 2024 entspricht dies einem Anstieg von 36 Prozent. Besonders beliebt waren die Modelle Audi Q6 e-tron mit rund 84.000 Einheiten und Audi A6 e-tron mit rund 37.000 Einheiten. Daran will der Konzern in diesem Jahr anschließen, beispielsweise mit dem neuen Modell Audi A2 e-tron.
„Wir haben ein anspruchsvolles Jahr finanziell robust abgeschlossen“, so CFO Jürgen Rittersberger. Ihm zufolge wird es nun entscheidend sein, alle operativen und finanziellen Hebel zu nutzen, um Audi dauerhaft effizienter, wettbewerbsfähiger und profitabler aufzustellen.
Geopolitik belastet die Bilanz
Insgesamt hat Audi, wie viele andere Hersteller der Automobilindustrie auch, mit den politischen Gegebenheiten zu kämpfen gehabt. Außerdem sei das Jahr 2025 geprägt worden von dem anspruchsvollen ökonomischen Umfeld sowie dem intensiven Wettbewerb, so die Pressemitteilung. In China, wo der Wettbewerb besonders im Bereich Elektromobilität erbittert geführt wird, wurde der Audi E5 Sportback als erstes Modell auf den Markt gebracht.
„Geopolitische Unsicherheiten und globaler Wettbewerbsdruck haben die Automobilbranche auch im vergangenen Jahr in Atem gehalten“, so Döllner. „2026 setzen wir unsere Erneuerung fort: Wir bringen wichtige neue Modelle auf den Markt, setzen auf starke Partnerschaften und starten in der Formel 1. So nehmen wir weiter Tempo im globalen Wettbewerb auf.“
Auch CFO Rittersberger unterstreicht diese Tendenz. Zugleich nennt er die Schwierigkeiten beim Namen: „Insbesondere die US-Zölle haben uns erheblich belastet“, so Rittersberger. Diese haben das operative Ergebnis mit 1,2 Milliarden Euro beeinträchtigt. „Gleichzeitig sehen wir, dass Margen- und Effizienzdruck hoch bleiben.“ Das Ergebnis und der Anstieg im Cash-Flow seien schließlich, so der CFO, durch die robuste Entwicklung der Auslieferungszahlen zum Jahresende, die hohe Kosten- und Investitionsdisziplin sowie die konsequente Umsetzung des Performance-Programms gestärkt worden.
Das Finanzergebnis des Audi Konzerns betrug im Geschäftsjahr 2025 insgesamt über 2,2 Millionen Euro, worin der Pressemitteilung zufolge 504 Millionen Euro aus dem chinesischen Geschäft enthalten seien. Ende Oktober 2025 korrigierte Audi seine Jahresprognose nach unten. Die nun veröffentlichten finanziellen Kennzahlen liegen innerhalb dieses Rahmens. Die Belegschaft von Audi wurde mit einem Gesamtbetrag von 2.840 Euro pro Facharbeiter:in am Ergebnis beteiligt.
Ausweitung in den USA und China geplant
Für 2026 erwartet der Audi-Konzern laut Pressemitteilung Umsatzerlöse zwischen 63 und 68 Milliarden Euro. Die Prognose für die operative Umsatzrendite liegt zwischen 6 und 8 Prozent sowie für den Netto-Cashflow bei 3 bis 4 Milliarden Euro. Dies soll erreicht werden durch zahlreiche neue Modelle, wozu neben dem elektrischen Audi A2 e-tron auch ein überarbeiteter Audi Q4 e-tron gehört.
Außerdem sollen die Regionalstrategien ausgebaut werden, sodass in den USA und China mehr Modelle auf den Markt kommen. In China arbeitet Audi mit FAW und SAIC zusammen und setzt damit auf zwei Marken, die Expertise für Elektro- sowie Verbrennermodelle liefern.
Die Zukunftsvereinbarung, die der Audi-Vorstand 2025 mit dem Betriebsrat getroffen hat, solle zugleich nach eigenen Angaben Zukunftsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Standorte sichern. Die darin vereinbarte Umsetzung des Stellenabbaus verlaufe plangemäß – bereits 65 Prozent des Ziels bis 2027 wurden umgesetzt. Zugleich sei eine Beschäftigungssicherung bis Ende 2033 sowie Investitionen in die deutschen Werke bis 2029 darin vorgesehen.
Quelle: Audi – Pressemitteilung vom 17. März 2026








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