Audi A2 e-tron: Made in Germany, schon ab Herbst

Audi A2 e-tron: Made in Germany, schon ab Herbst
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Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 3 min

Audi erweitert sein elektrisches Portfolio um ein kompaktes Einstiegsmodell. Auf der Annual Media Conference hat Vorstandsvorsitzender Gernot Döllner offiziell den A2 e-tron bestätigt – einen rein elektrischen Kompaktwagen, der im Herbst seine Weltpremiere feiern soll. Eine erste Designskizze zeigt bereits die Silhouette des neuen Modells.

Mit dem A2 e-tron adressiert der Ingolstädter Automobilhersteller gezielt den wachsenden Markt für kompakte E-Autos, insbesondere in europäischen Metropolen. Das Auto soll Alltagstauglichkeit, hohe Effizienz und digitale Vernetzung vereinen. „Wir haben zugehört: Unsere Kundinnen und Kunden wünschen sich elektrische Mobilität, die im Alltag überzeugt“, so Döllner. Der A2 e-tron sei das Versprechen, genau das zu liefern – effizient, kompakt und selbstbewusst.

Die Namenswahl kommt nicht von ungefähr. Die Typbezeichnung knüpft bewusst an den ursprünglichen Audi A2 an, der vor über 25 Jahren als Vorreiter für Effizienz und urbane Mobilität galt. Mit dem elektrischen Nachfolger will die Marke diesen Anspruch in die Gegenwart überführen und gleichzeitig den Zugang zur elektrischen Premiummobilität erleichtern. Für Audi geht es dabei auch darum, jüngere Zielgruppen anzusprechen und das Modellangebot insgesamt zu verjüngen.

Gefertigt wird der A2 e-tron am deutschen Heimatstandort Ingolstadt. Damit setzt Audi ein weiteres Signal für die Transformation seiner Werke in Deutschland und Europa. „Der A2 e-tron ist zentral für unsere Marke und auch für den Standort Deutschland“, betonte Döllner. Mit der Produktion einer zusätzlichen vollelektrischen Modellfamilie in Ingolstadt sichere man Arbeitsplätze und liefere Elektromobilität Made in Germany.

MEB-Plattform als wahrscheinliche Basis für A2 e-tron

Zur technischen Grundlage des A2 e-tron hat Audi offiziell noch keine Details genannt. Vieles spricht jedoch dafür, dass der Kompaktwagen auf dem Modularen E-Antriebs-Baukasten (MEB) des Volkswagen-Konzerns aufbaut – jener Plattform, die auch unter dem VW ID.3 und dem Cupra Born steckt. Sollte sich das bestätigen, ließe sich aus den bekannten Daten ein Rahmen ableiten: In den Top-Varianten setzt der MEB auf eine 79-kWh-Batterie in Kombination mit dem Elektromotor APP550. Die Heckantriebsmodelle leisten damit 210 kW bei 545 Nm Drehmoment, im Fall des VW ID.3 GTI Performance sogar bis zu 240 kW. Einen elektrischen Allradantrieb bietet der Konzern derzeit nicht an. Ob Audi überhaupt mit einem Allradantrieb im kompakten A2 e-tron plant, ist bislang nicht bekannt.

Der neue Kompaktwagen ist Teil einer breiteren Modelloffensive. Nach eigenen Angaben hat Audi in den Jahren 2024 und 2025 über 20 neue Modelle vorgestellt und verfügt damit über eines der jüngsten Portfolios im Wettbewerb – vom vollelektrischen Kompaktsegment bis in die Oberklasse. Im laufenden Jahr setzt der Automobilhersteller diesen Kurs fort. Zwei Baureihen stehen dabei im Mittelpunkt: An der Spitze der Audi Q9, im Kompaktsegment der A2 e-tron. Beide Modelle sollen das Portfolio strategisch nach oben und unten abrunden.

Dass Audi gerade jetzt ein kompaktes E-Auto ankündigt, passt in den aktuellen Markttrend. Mehrere Automobilhersteller arbeiten an erschwinglicheren Elektromodellen, um breitere Käuferschichten zu erreichen. Mit dem A2 e-tron positioniert sich Audi in einem Segment, das in den kommenden Jahren weiter an Bedeutung gewinnen dürfte.

Quelle: Audi – Pressemitteilung

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Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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