Anteil von E-Autos an Neuzulassungen in der EU steigt wieder

Anteil von E-Autos an Neuzulassungen in der EU steigt wieder
Copyright:

Shutterstock / 1134496172

Daniel Krenzer
Daniel Krenzer
  —  Lesedauer 3 min

Im Dezember ist bei den EU-weiten Neuzulassungen der Anteil der reinen Elektroautos auf fast 16 Prozent angestiegen, berichtet der Verband der europäischen Automobilhersteller (ACEA). Im gesamten Jahr 2024 lag er demnach bei 13,6 Prozent – der Trend ist also wieder ansteigend. Damit lagen E-Autos 2024 erneut vor Dieselautos, deren Anteil auf 11,9 Prozent zurückging. Benziner behielten mit 33,3 Prozent ihre Führungsposition, während Hybridautos ihre zweite Position festigten und einen Marktanteil von 30,9 Prozent erreichten.

Im vergangenen Jahr stiegen die Neuzulassungen in der EU insgesamt leicht an, und zwar um 0,8 Prozent auf rund 10,6 Millionen Einheiten. Spanien zeigte sich mit einer soliden Wachstumsrate von 7,1 Prozent weiterhin widerstandsfähig. Im Gegensatz dazu wurden in Frankreich (-3,2 Prozent), Deutschland (-1 Prozent) und Italien mit Minus 0,5 Prozent Rückgänge beobachtet, berichtet der ACEA weiter.

Im Dezember 2024 stiegen die Neuzulassungen von Autos EU-weit um 5,1 Prozent. Spanien lag mit einem robusten zweistelligen Anstieg von 28,8 Prozent an der Spitze, gefolgt von Frankreich mit einem leichten Anstieg von 1,5 Prozent. Unter den vier größten EU-Märkten waren jedoch Rückgänge in Deutschland (-7,1 Prozent) und Italien (-4,9 Prozent) zu verzeichnen.

Die Zulassungen von batteriebetriebenen Elektroautos gingen im Dezember 2024 um 10,2 Prozent auf 144.367 Einheiten zurück. „Dieser Rückgang war in erster Linie auf einen deutlichen Rückgang der Zulassungen in Deutschland (-38,6 Prozent) und Frankreich (-20,7 Prozent) zurückzuführen, was zu einem Rückgang des Marktvolumens um 5,9 Prozent im Jahr 2024 im Vergleich zu 2023 führte“, erläutert der ACEA. Infolgedessen lag der Gesamtmarktanteil für batteriebetriebene Elektroautos im Jahr 2024 bei 13,6 Prozent.

Frankreich erlebt Boom der Plug-in-Hybride

Die Zulassungen von Plug-in-Hybridautos stiegen im vergangenen Monat um 4,9 Prozent, was auf einen deutlichen Anstieg in Frankreich (44,9 Prozent) und Deutschland (6,8 Prozent) zurückzuführen ist. Im Dezember des Jahres lag der Anteil der Plug-in-Hybride mit 8,3 Prozent auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahr. Allerdings war das Gesamtvolumen für das Jahr 2024 im Vergleich zu 2023 um 6,8 Prozent rückläufig.

Die Zulassungen von Hybridautos stiegen im Dezember 2024 um 33,1 Prozent, wobei der Marktanteil von 26,5 Prozent im Dezember des Vorjahres auf 33,6 Prozent stieg und damit im vierten Monat in Folge die Zulassungen von Benzinfahrzeugen übertraf. Im Dezember gingen die Neuzulassungen von Benzinfahrzeugen indes um 1,8 Prozent zurück, wobei alle wichtigen Märkte Rückgänge verzeichneten, mit Ausnahme von Spanien, das einen Anstieg von 16 Prozent verzeichnete. Den stärksten Rückgang verzeichnete Frankreich mit einem Einbruch der Neuzulassungen um 23 Prozent, gefolgt von Italien mit einem Rückgang um 11,4 Prozent. Auch in Deutschland wurde ein Rückgang von 7,4 Prozent verzeichnet.

Mit 269.260 neu zugelassenen Autos im letzten Monat sank der Marktanteil von Benzinern auf 29,6 Prozent, verglichen mit 31,6 Prozent im Vorjahresmonat. Der Markt für Dieselfahrzeuge ging um 15 Prozent zurück, was zu einem Marktanteil von Dieselfahrzeugen von 9,8 Prozent im vergangenen Dezember führte. Insgesamt wurden in den meisten EU-Märkten zweistellige Rückgänge beobachtet.

Quelle: ACEA – Pressemitteilung vom 21. Januar 2025

worthy pixel img

Dir gefällt Elektroauto-News?

Mache uns zu deiner bevorzugten Quelle bei Google. Dadurch werden dir unsere neuesten Artikel und Testberichte in deiner Google-Suche häufiger angezeigt.

Google Preferred Badge - Elektroauto-News
Kostenlos & jederzeit in deinen Google-Einstellungen änderbar.
Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in News

Renault Twingo E-Tech mit bereits mehr als 5300 Bestellungen

Renault Twingo E-Tech mit bereits mehr als 5300 Bestellungen

Sebastian Henßler  —  

Seit Januar 2026 haben mehr als 5300 Kund:innen in Deutschland den Renault Twingo E-Tech elektrisch bestellt, allein im Mai waren es 1700 Bestellungen.

Polestar 4 SUV ergänzt ab September das bestehende Coupé

Polestar 4 SUV ergänzt ab September das bestehende Coupé

Sebastian Henßler  —  

Mit bis zu 630 Kilometern Reichweite und 544 PS erweitert Polestar sein Modell 4 um eine SUV-Version mit deutlich mehr Alltagstauglichkeit und Stauraum.

So sehr schützen E-Autos die Gesundheit

So sehr schützen E-Autos die Gesundheit

Daniel Krenzer  —  

Knapp 9 Millionen Todesfälle könnten bis 2050 durch Elektroautos verhindert werden, zeigt eine aktuelle Studie.

Bentley Torcal: Der erste rein elektrische SUV der Marke

Bentley Torcal: Der erste rein elektrische SUV der Marke

Wolfgang Gomoll  —  

Bentley bringt mit dem Torcal sein erstes rein elektrisches SUV, das auf der Porsche-Cayenne-Plattform basiert und bis zu 480 Kilometer Reichweite bietet.

Batteriemarkt für E-Autos soll auf 275 Milliarden Euro wachsen

Batteriemarkt für E-Autos soll auf 275 Milliarden Euro wachsen

Sebastian Henßler  —  

Der Markt für Lithium-Ionen-Batterien in Elektroautos soll sich in den kommenden zehn Jahren nahezu verdoppeln, getrieben vor allem durch China.

EU-Parlament will Schnelllader-Ausbau erleichtern

EU-Parlament will Schnelllader-Ausbau erleichtern

Daniel Krenzer  —  

Das EU-Parlament will Genehmigungen für Stromnetze, Speicher und Ladeinfrastruktur beschleunigen. Kritik gibt es am Rat, der die Pläne verwässern soll.

Stellenabbau bei Porsche weitet sich offenbar aus

Stellenabbau bei Porsche weitet sich offenbar aus

Sebastian Henßler  —  

Zum bereits laufenden Stellenabbau bei Porsche könnten laut einem Bericht bis zu 4000 weitere Arbeitsplätze in Stuttgart hinzukommen.