Xpeng wird Mobilitätspartner von Fußball-Bundesligisten

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Xpeng

Daniel Krenzer
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Der chinesische Elektroautohersteller Xpeng baut seine Präsenz in Deutschland weiter aus. Wie der Fußball-Bundesligist Mainz 05 bekanntgegeben hat, wird Xpeng neuer Premium- und offizieller Mobilitätspartner des Vereins. Das Engagement umfasst unter anderem Bandenwerbung in der MEWA Arena, Sponsoring-Aktivitäten, Hospitality-Leistungen, digitale Kampagnen sowie die Bereitstellung von Fahrzeugen für den Klub. Auch die Frauen-Bundesliga-Mannschaft von Mainz 05 wird in die Partnerschaft eingebunden.

Im Vergleich zu Konkurrent BYD fällt die Strategie deutlich zurückhaltender aus. Während BYD im vergangenen Jahr als offizieller Partner der Fußball-Europameisterschaft 2024 auf einer der größten Werbebühnen Europas präsent war, setzt Xpeng zunächst auf regionale Sichtbarkeit und eine enge Verzahnung mit seinem schrittweise wachsenden Vertriebsnetz in Deutschland. Damit bleibt sich der Hersteller auch beim Marketing treu: Statt maximaler Aufmerksamkeit auf einen Schlag setzt Xpeng auf nachhaltigen Markenaufbau.

Bei Mainz 05 sieht man zahlreiche Gemeinsamkeiten mit dem noch jungen Herausforderer auf dem deutschen Automarkt. „Xpeng ist nicht nur ein spannendes, internationales Unternehmen mit hochmodernen Produkten, sondern passt auch sonst hervorragend in unsere Partnerriege“, erklärt Jochen Röttgermann, Vorstand Marketing und Vertrieb von Mainz 05. Genau wie der Bundesligist gehöre auch Xpeng zu den Herausforderern in seinem Markt und setze auf „nachhaltiges Wachstum und mutige, kreative Innovationen“.

E-Auto-Hersteller passt perfekt zu Mainz

Auch David Schössler, Direktor B2B bei Mainz 05, verweist darauf, wie gut man zusammenpasst: „Xpeng setzt komplett auf Elektrofahrzeuge, die keine Emissionen im Betrieb ausstoßen – für uns als ersten Klimaverteidiger der Bundesliga ein optimaler Fit.“ Zudem eröffne die Beteiligung von Volkswagen an Potenzial für zusätzliche Synergien.

Für den Automobilhersteller steht vor allem die weitere Bekanntmachung der Marke im Fokus. Markus Schrick, Geschäftsführer von Xpeng Central Europe, bezeichnet Mainz 05 als Verein, der wie Xpeng selbst „mit harter Arbeit, hoher Kreativität und viel Leidenschaft regelmäßig die etablierten Platzhirsche herausfordert“.

„Fußball ist der Deutschen liebste Sportart – und erreicht Millionen Menschen hierzulande wie im Ausland“, sagt Schrick weiter. Das Sponsoring biete daher „die ideale Plattform, um unsere Markenbekanntheit weiter zu steigern und unsere Marke und Produkte zu emotionalisieren“.

Die Kooperation kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Xpeng seine Expansion in Deutschland beschleunigt. Der Hersteller ist seit 2024 offiziell auf dem deutschen Markt vertreten und plant den Ausbau seines Händler- und Servicenetzes auf rund 120 Standorte.

Regionale Partnerschaft statt Großoffensive

Mit dem Engagement bei Mainz 05 reiht sich Xpeng in eine wachsende Zahl asiatischer Automobilhersteller ein, die den Sport für ihren Markenaufbau nutzen. Das prominenteste Beispiel ist BYD, das als offizieller Partner der Uefa Euro 2024 in Deutschland europaweit Millionen Fußballfans erreichte. Auch die koreanischen Marken Hyundai und Kia setzen seit vielen Jahren auf Fußball- und Turniersponsorings. Toyota wiederum engagiert sich seit Langem im olympischen Umfeld, während Lexus unter anderem im Tennis und Golfsport präsent ist.

Xpeng geht dabei einen anderen Weg. Statt einer kostspieligen europaweiten Großoffensive startet die Marke mit einer regional verankerten Bundesliga-Partnerschaft. Das mag weniger spektakulär erscheinen als ein EM-Sponsoring, dürfte aber deutlich besser zur bisherigen Deutschlandstrategie des Herstellers passen: kontrolliertes Wachstum, gezielter Netzaufbau und eine schrittweise steigende Markenbekanntheit.

Quelle: Xpeng – Pressemitteilung vom 16. Juni 2026

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Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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