Xiaomi Nomad N90 Max fordert Range Rover und BMW X7 heraus

Xiaomi Nomad N90 Max fordert Range Rover und BMW X7 heraus
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Patrick Solberg
Patrick Solberg
  —  Lesedauer 3 min

Xiaomi erzielte mit seinem SU7 als Taycan-Gegner zum Schnäppchenpreis weit mehr als einen Achtungserfolg. Doch jetzt kommt es noch viel dicker, denn der Sky Nomad N90 stellt zu günstigen Preisen die europäischen Luxus-SUV ins Abseits.

Xiaomi bringt mit dem SUV-Doppelpack aus 4,96 Meter langem N70 und insbesondere dem 5,29 Meter langen N90 die ersten beiden Modelle seiner neuen SUV-Familie auf den chinesischen Markt. Die Gegner heißen Range Rover, Audi Q9, BMW X7 oder Mercedes GLS – doch den grenzenlosen Luxus in einem Edel-Crossover von Gardemaß gibt es zu einem Bruchteil der europäischen und auch amerikanischen Konkurrenz. Auf dem Heimatmarkt China startet der fünfsitzige Xiaomi Nomad N70 für gerade einmal 260.000 RMB (33.000 Euro) und der größere Siebensitzer Nomad N90 für 300.000 RMB (38.500 Euro). Im nächsten Jahr sollen die beiden Fahrzeuge auch nach Europa und speziell nach Deutschland kommen.

Beide Crossover sind auf der von Xiaomi neu entwickelten Kunlun-Plattform unterwegs und setzen auf einen Elektroantrieb mit Range Extender. Topmodell ist der 5,29 Meter lange Xiaomi Sky Nomad N90 Max, der von zwei Elektromotoren (210 kW / 286 PS vorn und 100 kW / 136 PS hinten) angetrieben wird. Das Batteriepaket wird von 1,5 Liter großen Turbobenziner mit 112 kW / 154 PS mit Energie versorgt.

Die maximale Reichweite verschlägt einem schlicht die Sprache, denn Batteriepaket und Tank sind zumindest im chinesischen Verbrauchszyklus erst nach 1700 Kilometern leer – knapp 1500 Kilometer nach dem europäischen WLTP-Normverbrauch. Die Akkukapazitäten von N70 und N90 liegen je nach Version von 52 bis 76 kWh, was rein elektrisch immerhin 460 bis 500 Kilometer bedeutet. Die abgeregelte Höchstgeschwindigkeit: 190 km/h. Von 0 auf Tempo 100 beschleunigt der N90 in 5,9 Sekunden. Das Fahrwerk bietet vorn doppelte Querlenker und hinten eine Mehrlenkerachse mit elektronischen Dämpfern nebst variabler Luftfederung.

Doch die maximale Reichweite ist nicht das einzig spektakuläre am neuen Xiaomi Nomad N90 Max, denn insbesondere das Komfortniveau im Innern setzt neue Maßstäbe. Durch den 3,08 Meter langen Radstand gibt es nicht nur viel Beinraum im Fond, sondern die Einzelsitze in der zweiten Reihe können auf 1,94 Meter langen Schienen komplett als Liegesitze genutzt werden. Ähnlich wie bei manchem asiatischen Van lassen sich die beiden Frontsitze um 180 Grad drehen und ein Tisch ausklappen, sodass Gespräche oder Videokonferenzen erledigt werden können.

Liegesitze, Massage und 25 Lautsprecher

Die Türen öffnen sich elektrisch per Gesten- oder Sprachsteuerung und auf Wunsch bietet der SUV eine elektrisch ausklappbare Trittstufe. Die Entwickler von Xiaomi sind stolz darauf, dass der Innenraum des N90 nicht allein besonders edel verarbeitet ist, sondern 95 Prozent der Flächen weich unterschäumt sind – das entspricht üppigen 32 Quadratmetern. Zudem bietet der chinesische Range-Rover-Konkurrent im Innern zwölf USB-Ports, klimatisierte Massagesitze und ein ausklappbarer Fondbildschirm. Der Beinraum für die Passagiere in Reihe zwei: stattliche 1,55 Meter – das bietet aktuell kein anderer im Segment.

Wer die dritte Sitzreihe elektrisch einklappt, kann einen Laderaum von bis zu 1831 Liter nutzen. Xiaomi bietet für die Wochenendnutzung ferner ein Campingset mit nach hinten ausklappbarem Zelt an. Einen kleinen Neun-Liter-Kühlschrank gibt es bereits in der Mittelkonsole, die zudem kabelloses Laden von Smartphones ermöglicht, während im Handschuhfach fünf Notebooks Platz finden. Wer die zweite und dritte Reihe komplett umklappt, kann hier ein 2,30 Meter langes Bett nutzen, während es aus bis zu 25 Lautsprechern tönt. Falls es doch einmal ins Gelände oder gar zu einer Flussdurchfahrt gehen soll. Die maximale Wattiefe des N90 liegt bei 75 Zentimetern.

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