VW: Thomas Ulbrich neuer Entwicklungschef in China

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Daniel Krenzer
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Der Volkswagen-Konzern stärkt mit Blick auf seine „in China, für China“-Strategie das Entwicklungsressort in der Region, berichtet der Autohersteller in einer Pressemitteilung. Thomas Ulbrich, bisher Vorstand „New Mobility“ der Marke Volkswagen, wird demnach zum 1. April 2024 neuer Entwicklungschef des Konzerns in China. „Ulbrich, der bereits zweimal in führenden Positionen für den Konzern in China tätig war, wird in seiner neuen Funktion die technologische Lokalisierung des Portfolios weiter vorantreiben“, schreibt VW. Er folgt auf Marcus Hafkemeyer, der mit seiner umfangreichen China-Erfahrung die Transformation des Unternehmens in einer neuen Position im Konzern unterstützen werde.

„Der Volkswagen-Konzern stellt sich mit seiner ‚in China, für China‘-Strategie konsequent auf die dynamischen Veränderungen der Automobilindustrie in China ein. Durch einen hohen Lokalisierungsgrad rücken wir dabei noch näher an die Wünsche unserer chinesischen Kunden heran. Ich danke Marcus Hafkemeyer, der mit großem persönlichem Einsatz und seiner umfassenden Expertise in China die regionale Ausrichtung der Technischen Entwicklung, unter anderem durch den Aufbau unseres neuen Entwicklungszentrums in Hefei, entscheidend vorangebracht hat“, sagte Ralf Brandstätter, Konzernvorstandsmitglied der Volkswagen AG für die Region China und CEO der Volkswagen Group China.

Mit Thomas Ulbrich wird nun einer der führenden Entwicklungs- und Softwareexperten die Lokalisierung und Vernetzung unserer Entwicklungsaktivitäten des Konzerns in der Region weiter vorantreiben. Er verfügt über ein außerordentliches Fachwissen in wichtigen Zukunftstechnologien und ist im Unternehmen und in der Region China bestens vernetzt. Er wird daher insbesondere die Zusammenarbeit mit den Joint Venture Gesellschaften FAW-Volkswagen, SAIC Volkswagen und Volkswagen Anhui weiter stärken. Ich bin davon überzeugt, dass er so entscheidende Impulse in unserer Transformation hin zur smarten Elektro-Mobilität setzen wird“, so Brandstätter weiter.

Schlüsselrolle bei erster lokalen Elektro-Plattform

Thomas Ulbrich werde in seiner neuen Funktion auch CEO der Volkswagen China Technology Company (VCTC) im ostchinesischen Hefei. „Das größte Entwicklungszentrum des Konzerns außerhalb Deutschlands ist die zentrale Entwicklungseinheit der Volkswagen Group China, mit dem klaren Fokus auf intelligente, vollvernetzte Elektroautos“, erläutert Volkswagen. Damit habe die VCTC eine Schlüsselfunktion in der Entwicklung von China-spezifischen Modellen. Dort wird unter anderem auch die ersten lokale Elektro-Plattform entwickelt, die ab 2026 Basis für neue Modelle der Marke Volkswagen in China sein soll.

Durch effiziente Entwicklungsprozesse und den Einsatz innovativer Technologien will die VCTC die Zeit bis zur Marktreife von Fahrzeugen und Komponenten um 30 Prozent verkürzen. „Weitere Synergien werden durch die enge Vernetzung der Entwicklungsarbeit mit den Joint Venture Gesellschaften SAIC Volkswagen, FAW-Volkswagen und Volkswagen Anhui sowie mit Gotion (Batterie) und dem chinesischen Hersteller XPENG gehoben“, führt Volkswagen aus. In enger Zusammenarbeit mit Cariad, der Software-Einheit von Volkswagen, werden demnach zudem die Partner Horizon Robotics (autonomes Fahren), ARK (User Experience) und Thundersoft (Infotainment) eingebunden.

Das Vorstandsressort „New Mobility“ werde für effiziente Strukturen und stärkere Vernetzung bei der Marke Volkswagen wie geplant nach einer Pionierphase in die Technische Entwicklung (TE) überführt. So erprobte und etablierte Thomas Ulbrich im Ressort „New Mobility“ gezielt neue Prozesse der Softwareentwicklung für Elektroautos auf MEB-Basis. Mit der bereits planmäßigen Übertragung aller Umfänge auf den MQBevo sei die Mission des Ressorts „New Mobility“ abgeschlossen. Kai Grünitz, Vorstand der Marke Volkswagen für Technische Entwicklung, steuert künftig die technische Projektsteuerung für Zukunftstechnologien und Entwicklung unter einem Dach, heißt es in der Mitteilung.

Quelle: Volkswagen – Pressemitteilung vom 29. Januar 2024

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Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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