Toyota arbeitet weiterhin an Wasserstoffantrieben

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Maria Glaser
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Der japanische Autohersteller Toyota hält an Wasserstoff als Kraftstoff für nachhaltige Fahrzeuge fest. Daher investiert das Unternehmen in die Entwicklung der Technologie, während es gleichzeitig mehr Investitionen in die entsprechende Infrastruktur fordert.

Batteriebetriebene Elektroautos haben sich auf dem Markt für nachhaltige Mobilität bereits durchgesetzt. Der japanische Hersteller Toyota hält jedoch nach wie vor an der Wasserstoff-Technologie fest. Thiebault Paquet, Toyotas europäischem Vorsitzenden für Wasserstoff, zufolge sei jedoch die Entwicklung des Kraftstoffs weiterhin von großer Bedeutung.

Vor allem in den Bereichen Schwerindustrie und Güterverkehr sei Wasserstoff besonders vielversprechend:

„Für den Schwerlastverkehr brauchen wir andere Lösungen als batterieelektrische Fahrzeuge, und Wasserstoff könnte die richtige Lösung sein.“ – Thiebault Paquet, Vorsitzender für Wasserstoff von Toyota in Europa

Neben Verbrennungs- und Elektromotoren arbeitet Toyota daher auch an Wasserstoffantrieben. So hat der Hersteller beispielsweise das Modell Mirai mit Wasserstoff-Brennstoffzelle auf den Markt gebracht, jedoch nur in geringen Stückzahlen verkauft.

Dies könnte einerseits an der fehlenden Infrastruktur zur Wasserstoffbetankung liegen, aber andererseits auch daran, dass Wasserstoffgewinnung im Vergleich zur Stromerzeugung weniger nachhaltig ist. Deshalb, so Paquet, sei es von großer Bedeutung, auch die saubere Herstellung weiterzuentwickeln. Außerdem könne die Durchsetzung von Wasserstoff in der Schwerindustrie dazu führen, dass sich Wasserstoff auch für Nutzfahrzeuge und Pkw durchsetzt.

„Die Unternehmen, die Wasserstoff entwickeln, machen keinen Unterschied zwischen Wasserstoff für den Verkehr und Wasserstoff für die Industrie, das ist alles Teil ihrer Größenordnung. Wasserstoff wird also kommen, davon sind wir überzeugt.“ – Thiebault Paquet

Dass Wasserstoff im Vergleich zu Batterien relativ ineffizient sei, werde dadurch ausgeglichen, dass flüssiger Wasserstoff leicht zu transportieren sei, so Paquet.

EU-Ziele für Wasserstoff

Die EU, die davon ausgeht, dass Wasserstoff bis 2050 einen Anteil am Energiemix von bis zu 20 Prozent ausmacht, hat sich zum Ausbau der Infrastruktur verpflichtet. So sollen in jeder Stadt und entlang der wichtigsten Straßennetze Tankstellen für Wasserstoff gebaut werden. Außerdem ist bis 2030 eine grüne Wasserstoffproduktion mit Elektrolyseuren aus Wasser und Luft von 40 Gigawatt geplant.

In Europa müsse Wasserstoff, so Paquet, zwar immer importiert werden, jedoch könne grüner, erneuerbarer Wasserstoff in einigen Regionen der Welt in Hülle und Fülle erzeugt werden. Von dort könne er leicht in Gebiete transportiert werden, die sich nicht vollständig selbst versorgen können.

Quelle: Autocar – Toyota plans to „rebuild the story“ of hydrogen vehicles

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Maria Glaser

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Aus dem geisteswissenschaftlichen Bereich kommend, verbindet Maria Glaser bei Elektroauto-News.net seit 2023 ihre Liebe zum Text mit fachlichen Inhalten. Seit ihrem Studium in Berlin und Wien arbeitet sie im Bereich Lektorat, Korrektorat und Content Writing, vor allem zu Mobilität.

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