Förderung gebrauchter E-Autos offenbar vom Tisch

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Daniel Krenzer
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  —  Lesedauer 2 min

Nachdem zuletzt bekanntgeworden war, dass die Bundesregierung die Anschaffung von Elektroautos und Plug-in-Hybriden im kommenden Jahr erneut fördern möchte, schien zunächst unklar, ob davon auch Gebrauchtwagen betroffen sein könnten. Das Umweltbundesministerium macht nun jedoch laut Agenturbericht auf Autohaus-Nachrichten klar: Daraus wird nichts. Die für 2026 geplante Förderung für Elektroautos werde sich einzig und allein auf Neuwagen beschränken, Fördergelder für Gebrauchtwagen seien indes „kein Bestandteil“ der neuen E-Auto-Förderung, erklärte demnach eine Ministeriums-Sprecherin.

Viele hatten sich eine Ausweitung der Förderung auf Gebrauchtwagen gewünscht, da sich der Markt für Elektroautos mit Vornutzern bislang schwertut. Die Deutsche Automobiltreuhand (DAT) hatte zuletzt in einer Umfrage herausgefunden, dass nur zwölf Prozent der Befragten sich die Anschaffung eines bereits genutzten Elektroautos vorstellen können. Und nur sechs Prozent können es sich vorstellen, einen Gebrauchtwagen mit mehr als einem Jahr vorausgehender Nutzungsdauer zuzulegen. Zu groß sind die Vorbehalte, was vor allem den Zustand der Batterie angeht – auch wenn diese Zweifel laut diversen veröffentlichten Studien und Untersuchungen zum allergrößten Teil unbegründet sind.

Förderung könnte nach hinten losgehen

„Für die angestrebte Antriebswende ist das ein Problem, denn allein über den Neuwagen-Verkauf scheint diese kaum umsetzbar zu sein“, stellt der Autor auf Autohaus-Nachrichten dazu fest. Zudem kann angesichts von Förderungen zwischen 3000 und 5000 Euro pro Fahrzeug bezweifelt werden, dass dies für ein neues Elektroauto der ausschlaggebende Faktor werden könnte, während dies bei einem Gebrauchtwagen deutlich anders aussehen würde.

Stattdessen könnte die Förderung sogar kontraproduktive Folgen nach sich ziehen. Hersteller könnten die Fördergelder bei der Preisgestaltung mitberücksichtigen, womit die neuen Elektroautos tendenziell teurer werden würden, als sie es sein müssten. Dementsprechend kämen sie auch mit einem höheren Restwert auf den Gebrauchtwagenmarkt. Für diesen interessieren sich indes in Förderzeiten weniger potentielle Käufer, schließlich gibt es dabei ja nichts „geschenkt“.

Und dann geht die ganze Förderung ganz schnell nach hinten los – vielleicht gar nicht mal so ungewollt, wenn man auf das Festhalten am Verbrenner der aktuellen Regierung blickt. Doch laut Bundesumweltministerium behält man sich immerhin für die Zukunft vor, eventuell eine Förderung auch auf Gebrauchtwagen auszuweiten. Bis dahin werden viele Gebrauchtwagenhändler sich aber weiterhin eher ungern Elektroautos auf den Hof stellen.

Quelle: Autohaus-Nachrichten – Umweltministerium: Keine Zuschüsse für gebrauchte Elektroautos

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Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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