Testduell „China gegen VW“ geht in die nächste Runde

Testduell „China gegen VW“ geht in die nächste Runde
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VW

Daniel Krenzer
Daniel Krenzer
  —  Lesedauer 2 min

In der ersten Ausgabe des neuen Jahres hat die Elektroautomobil den MG4 gegen den VW ID.3 ins Rennen geschickt. Anders als bei Vergleichstests von anderen Fahrzeugen wird das Endergebnis nicht in einer Punktvergabe in einzelnen Kategorien quantifiziert. Zwar gibt es technisch sehr präzise Angaben beispielsweise zum Ladeverhalten – das Endergebnis fällt die Redaktion dann jedoch faktenbasiert, aber subjektiv.

Konkret miteinander verglichen wurden der VW ID.3 Pro mit dem kleineren 62-kWh-Akku sowie der MG4 mit dem ähnlich großen 64 kWh fassenden Akkupaket an Bord. Der Volkswagen leistet 150 kW und kostet in der getesteten Ausführung 54.115 Euro, der chinesische Herausforderer kostet bei gleicher Leistung nur 42.640 Euro.

Verbrauch des MG4 steigt auf der Autobahn rapide

Beim Ladetest hat der MG4 die Nase vorne. Mit 140 kW lädt er im Test in der Spitze, bis 80 Prozent sind es 103 kW im Schnitt. Beim VW ID.3 sind es maximal nur 115 kW an Ladeleistung und im Schnitt bis 80 Prozent auf lediglich 72 kW. Dafür ist der Volkswagen im Test sparsamer unterwegs und benötigt kombiniert 22,8 kWh im Vergleich zu 24,4 kWh beim MG, wobei der Chinese abseits der Autobahn die etwas besseren Werte einfährt.

MG4 Electric
MG

Beim VW loben die Tester unter anderem die ausgereiften Fahrassistenten sowie den hohen Komfort, den kleinen Lenkkreis und die insgesamt gute Abstimmung. Weniger gut gefielen die beschriebene Ladekurve, die träge Software und die fehlende Batterievorkonditionierung. Der MG hingegen überzeugte neben der Ladeperformance mit einer serienmäßigen Wärmepumpe und einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Dafür seien die Fahrassisenten teils ruppig im Eingreifen, die Innenraumheizung wenig effizient und der Verbrauch auf der Autobahn zu hoch.

Ein Sieger, ein anderer Preis-Leistungs-Sieger

„Der teure ID.3 schlägt den preiswerten MG4 knapp“, stellt Elektroautomobil-Chefredakteur Marcus Zacher im Fazit fest. Der Volkswagen punkte dabei vor allem mit klassischen Tugenden, während der MG in vielen Punkten überzeuge, die speziell für Elektroautos wichtig sind. Das Gesamtpaket des VW sei das bessere, der MG4 aber in diesem Duell Preis-Leistungs-Sieger. Die Auto Zeitung hatte sich übrigens ebenfalls die beiden Modelle im Vergleich angesehen, hier setzte sich der MG4 am Ende durch.

Quelle: Elektroautomobil (1/2024, S. 18 bis 28) – „Der Runde gegen den Eckigen“

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Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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