Stellantis-CEO: „Sind mit E-Autos in Europa profitabel“

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Michael Neißendorfer
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Carlos Tavares, CEO des 14-Automarken-Konzerns Stellantis, sagte einem Medienbericht zufolge, dass das Unternehmen die Margenlücke zwischen Elektroautos und Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor geschlossen habe. Stellantis schreibt demnach mit seinen Elektroautos in den USA und Europa „schwarze Zahlen“, so Tavares: „Wir versuchen seit Jahren kontinuierlich, die Margen zwischen Elektroautos und Verbrennern anzugleichen. Und ich würde sagen, wir erzielen Ergebnisse.

Tavares sagte aber auch, Autohersteller müssten „extrem kostenbewusst“ sein, um gute Gewinne mit Elektroautos erzielen zu können. Um wiederum auch Verbraucher aus und unterhalb der Mittelschicht anzulocken, benötigen E-Autos laut Tavares eine erschwinglichere Preisgestaltung.Das ist eine Gleichung, die man nur lösen kann, wenn man die Kosten senkt, und darin sind wir einigermaßen gut“, sagte er Automotive News Europe zufolge während einer Konferenz von Goldman Sachs.

Tavares verwies auf den kommenden Citroën e-C3 zum Preis von zunächst 23.300 Euro und sagte, es werde ein profitables Fahrzeug sein. Das kleine Elektroauto basiert auf der kostengünstigen „Smart Car“-Plattform von Stellantis. Auch eine e-C3-Version mit kleinerem Akku für gut 20.000 Euro ist in Planung. Stellantis will bis 2030 über seine 14 Automarken hinweg weltweit mehr als 75 batterieelektrische Modelle anbieten, davon mehr als 25 in den USA.

Tavares sagte, dass auch der kürzlich mit dem chinesischen Elektroautohersteller Leapmotor geschlossene Deal den europäischen Verbrauchern profitablere Elektromodelle liefern werde. Stellantis gab im Oktober bekannt, dass es 1,5 Milliarden US-Dollar für eine 20-prozentige Beteiligung an Leapmotor in die Hand nehmen werde. Der Deal sieht die Gründung von Leapmotor International vor, einem von Stellantis geführten Joint Venture, das die exklusiven Rechte für den Verkauf von Leapmotor-Produkten außerhalb Chinas besitzt.

Wenn das Wachstum von Elektroautos „nicht holprig verläuft und sich linear fortsetzt, werden diejenigen, die mit Elektrofahrzeugen kein Geld verdienen können, sehr, sehr bald in Schwierigkeiten geraten“, sagte Tavares weiter. „Denn wenn es rein linear abläuft und man so viel Kapital braucht, um Produkte zu finanzieren, die strukturell weniger profitabel sind als die Verbrenner, geraten sie ziemlich schnell in Schwierigkeiten.“

Quelle: Automotive News Europe – Stellantis EVs are profitable in U.S., Europe, Tavares says

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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